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Erneuter Prozess gegen Amanda Knox: Der "Engel mit den Eisaugen" wieder unter Verdacht

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Das Gezerre um Amanda Knox geht weiter. In Florenz beginnt in ihrer Abwesenheit ein erneuter Prozess gegen sie. (Foto: AP)

Das Gezerre um Amanda Knox geht weiter. In Florenz beginnt in ihrer Abwesenheit ein erneuter Prozess gegen sie.

Das Gezerre um Amanda Knox geht weiter. In Florenz beginnt in ihrer Abwesenheit ein erneuter Prozess gegen sie.

Das höchste italienische Gericht hatte zuvor den Freispruch gegen die US-amerikanische Studentin - wegen ihres Aussehens "Engel mit den Eisaugen" genannt - ...

... und ihren Ex-Freund Raffaele Sollecito aufgehoben.

Damit war das Urteil des letzten Berufungsprozesses um den Mord an einer britischen Studentin im italienischen Perugia wieder hinfällig.

Knox war 2009 wegen Mordes ...

... an Meredith Kercher zu 26 Jahren Haft verurteilt worden.

Ein elfmonatiger Indizienprozess um Sex, Drogen und die spektakuläre Bluttat hatte die zu dem Zeitpunkt 22-jährige US-Amerikanerin damals zum umstrittenen "Medienstar" gemacht.

Die ganze Welt schaute daher immer wieder in den bekanntesten italienischen Gerichtssaal.

Die Verteidiger hielten aber nach dem ersten Verfahren vieles für ungeklärt und gingen deshalb in die Berufung. Sie verlangten verschiedene Tests und Untersuchungen, um zu verstehen, ...

... was sich hier im November 2007 in der Wohnung der Meredith Kercher in Perugia wirklich abgespielt hatte.

In dem Berufungsprozess kämpften Knox und Sollecito weiter darum, ihre Unschuld zu beweisen.

Mit Erfolg. Knox wurde freigesprochen.

Sie weinte im Gerichtssaal vor Freude, während ...

... vor dem Gericht eine Menschenmenge protestierte und "Schande, Schande" und "Mörder!" rief.

Knox' Familie, hier ihr Vater Curt, sah das alles natürlich anders.

Schwester Deanne und Mutter Edda unterstützten Amanda ebenfalls.

Knox' Verteidigerin Giula Buongiorno griff damals in ihrem Plädoyer vor allem die DNA-Proben an. Diese seien "falsch befundet".

"Amanda und Raffaele sind unschuldig", so die Anwältin. Amanda sei fälschlich als "Femme fatale" beschrieben worden. Was Sollecito anginge, gebe es nichts, was ihn mit der Tat verbinde.

Beobachter und italienische Medien hielten einen Freispruch der beiden Studenten bereits im Vorfeld für den wahrscheinlichsten Ausgang des Verfahrens. Die Qualität der Beweise sei einfach sehr schlecht, hieß es.

"Ich habe immer daran geglaubt, dass ich die Wahrheit ans Licht bringen werde und das Gefängnis verlassen kann", sagte Knox kurz nach dem spektakulären Urteil.

Beobachter sind gespannt, wie das Gericht in Florenz nun entscheiden wird.

Für Knox ist das wohl eher ein psychisches Problem. Sie befindet sich wieder in den USA, ihrer Heimat, und hat nicht vor, vor Gericht zu erscheinen.

Erst im Falle einer Verurteilung könnte Italien eine Auslieferung zumindest beantragen.

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