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Einsturz in Mecklenburg-Vorpommern: Der Windrad-Crash bei Grischow

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Ungewohnter Anblick im Nordosten Deutschlands: Kopflos ragt ein Turmstumpf in den nasskalten Dezemberhimmel. (Foto: imago/BildFunkMV)

Ungewohnter Anblick im Nordosten Deutschlands: Kopflos ragt ein Turmstumpf in den nasskalten Dezemberhimmel.

Ungewohnter Anblick im Nordosten Deutschlands: Kopflos ragt ein Turmstumpf in den nasskalten Dezemberhimmel.

Zwischen Rakow und dem Ortsteil Grischow südlich von Grimmen liegt eine zerschmetterte Windkraftanlage auf dem Acker.

Der Turm der etwa 70 Meter hohen Anlage bricht unter bislang ungeklärten Umständen auf halber Höhe einfach durch.

Rotor und Gondel schlagen auf dem Erdboden auf. Das Gewicht der Trümmer schätzen Experten auf etwa 70 Tonnen.

Die Überreste der oberen Hälfte des Turms zeigen die Fallrichtung an. Zeugen für den Einsturz gibt es offenbar nicht. Anwohner melden die havarierte Anlage am Sonntagnachmittag der Polizei.

Was genau zum Einsturz führte, ist nun Gegenstand eingehender Untersuchungen. Beteiligt ist neben dem Betreiber wohl auch die zuständige Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen.

Die Unfallstelle liegt nahe der Bahnlinie Berlin - Stralsund. Die Küstenautobahn A20 liegt gut 2,6 Kilometer nördlich Richtung Grimmen.

Am Tag nach dem Unfall machen sich Techniker an die Arbeit, um den Schaden zu begutachten und um in den Trümmern nach Hinweisen auf die Einsturzursache zu suchen.

Das Problem: Die eingestürzte Anlage ist Teil eines größeren Windparks. Und: Vor Ort sollen am Wochenende keine ungewöhnlich starken Windevrhältnisse geherrscht haben.

Sollte die Havarie bei Grischow auf Materialschwächen oder gar einen Konstruktionsfehler zurückzuführen sein, drohen womöglich weitreichende Konsequenzen für den Betrieb von Windkaftanlagen in Deutschland.

Insgesamt sind in Deutschland derzeit rund 26.000 Windenergieanlagen verschiedener Bauarten und Größen installiert.

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