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Dienstag, 30. Dezember 2014

Hoffman, Schirrmacher, Jürgens, Cocker: Die Abschiede des Jahres 2014

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Zum Jahresende blicken wir zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die im Jahr 2014 gestorben sind. (Foto: picture alliance / dpa)

Zum Jahresende blicken wir zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die im Jahr 2014 gestorben sind.

Zum Jahresende blicken wir zurück und erinnern an bekannte, berühmte, besondere Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Sport, Wissenschaft, Fernsehen und Wirtschaft, die im Jahr 2014 gestorben sind.

Das Jahr 2014 war gerade fünf Tage alt, da hörte das Herz des "schwarzen Panthers" nach 71 Jahren auf zu schlagen: Portugals Fußball-Idol Eusébio.

Der WM-Torschützenkönig von 1966 und Europas Fußballer des Jahres 1967 erlag in Lissabon einem Herzstillstand. Portugal rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Der große italienische Dirigent Claudio Abbado starb am 20. Januar im Alter von 80 Jahren. Als künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker hatte das Orchester Abbado 1989 zum Nachfolger Herbert von Karajans gewählt. 2002 beendete er seine Zeit in Berlin und ging nach Italien zurück.

Der Musiker, Friedensaktivist, Politrebell und Umweltschützer Pete Seeger war vor allem als Songschreiber bekannt. Sein Lied "Sag mir, wo die Blumen sind" wurde in den 1960er-Jahren zur Hymne der Friedensbewegung. (1976 mit Joan Baez)

"We shall overcome" ist eines der Lieder, die ihn berühmt machten - obwohl den linken Folksänger persönlicher Ruhm nie interessierte. Der US-Amerikaner starb am 27. Januar im Alter von 94 Jahren.

Kaum ein anderer deutschsprachiger Schauspieler hatte in Hollywood so viel Erfolg wie Maximilian Schell. 1962 wurde er als bester Hauptdarsteller im Film "Das Urteil von Nürnberg" mit dem Oscar geehrt - der erste deutschsprachige Schauspieler nach dem Zweiten Weltkrieg, ...

... dem diese Ehre zuteil wurde. Maximilian Schell war der Souveräne mit der sonoren Stimme - und dem langen Schal. Er starb mit 83 Jahren am 1. Februar.

Der US-amerikanische Schauspieler Philip Seymour Hoffman wurde 2006 in der Rolle des Schriftstellers Truman Capote bekannt - dafür bekam er den Oscar als "Bester Hauptdarsteller". Zuletzt war er in "The Master", "Die Tribute von Panem" ...

... und "A Most Wanted Man" zu sehen. Hoffman wurde am 2. Februar tot in seiner Wohnung aufgefunden. Als Todesursache wurde bei der Obduktion eine Mischung aus Heroin, Kokain, Amphetamin und Benzodiazepinen festgestellt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unfall und nicht von Selbstmord aus. Hoffman wurde 46 Jahre alt.

Korkenzieherlocken, Pausbäckchen und große Kulleraugen: Shirley Temple wurde als einer der ersten Kinderstars der Welt in Filmen wie "Die kleine Prinzessin" und "Heidi" in den 1930er-Jahren berühmt. Bereits als Sechsjährige bekam sie 1934 einen Ehren-Oscar.

Später ging Temple in die Politik und arbeitete unter anderem als US-Botschafterin in Ghana. Sie starb am 10. Februar im Alter von 85 Jahren.

Er war der unauffälligste Gitarrist, den man sich vorstellen konnte: Gert "Kralle" Krawinkel (r.) von Trio, der legendären Band der Neuen Deutschen Welle. Seine große Zeit erlebte er in den 80er-Jahren. Während Stephan Remmler fast alle Liedtexte bei Trio schrieb, stammte die Musik zum großen Teil von Krawinkel. Er starb mit 66 Jahren am 16. Februar.

Harold Ramis hatte viele Jobs: Witzeschreiber beim "Playboy", Pfleger in der Psychiatrie - und so ziemlich jeden Beruf, den es in der Filmindustrie gibt. Mit "Ghostbusters" (im Bild "Ghostbusters II", Ramis 2.v.r.) sowie "Und täglich grüßt das Murmeltier" wurde er berühmt. Er hatte seit vier Jahren an einer Immunschwäche gelitten. Am 24. Februar starb Ramis im Alter von 69 Jahren.

Seine Finger flogen über die Gitarrensaiten wie bei kaum einem anderen Virtuosen. Paco de Lucía bereicherte den Flamenco mit Elementen der Klassik und des Jazz. Der spanische Stargitarrist, der mit bürgerlichem Namen Francisco Sánchez Gómez hieß, erlag am 25. Februar in Cancún einem Herzinfarkt, als er mit seinen Kindern am Strand spielte. Er wurde 66 Jahre alt.

Alain Resnais, der Altmeister des französischen Films, war ein vielseitiger, neugieriger und experimenteller Filmemacher. Er war politisch engagiert, wichtig waren ihm aber auch Unterhaltung und das ewige Thema: die Liebe. Mit "Hiroshima, mon Amour" und "Letztes Jahr in Marienbad" wurde Resnais berühmt. Er starb am 1. März im Alter von 91 Jahren.

Mareike Carrière, Schwester von Schauspieler Mathieu Carrière, spielte in vielen Fernsehserien mit: als Polizistin im "Großstadtrevier", als unorthodoxe Lehrerin in der Reihe "Schule am See". Am 17. März erlag die Schauspielerin mit 59 Jahren ihrer Krebserkrankung.

Peaches Geldof, die Tochter von Sänger Bob Geldof, wurde am 7. April tot aufgefunden. Wie ein Gerichtsmediziner später feststellte, starb sie an einer Überdosis Heroin. Auch ihre Mutter, Paula Yates, war im Jahr 2000 daran gestorben. Peaches wurde nur 25 Jahre alt. Neben ihrem Ehemann hinterließ das Model zwei kleine Söhne.

Der kolumbianische Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez, Autor der Werke "Hundert Jahre Einsamkeit" und "Die Liebe in den Zeiten der Cholera", ist der meistgelesene Schriftsteller Lateinamerikas. In den vergangenen Jahren hatte sich García Márquez aus gesundheitlichen Gründen mehr und mehr zurückgezogen. 1999 war bei ihm erstmals Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden. Er starb am 17. April im Alter von 87 Jahren.

Unvergessen ist seine Rolle als Kaiser Franz Joseph in der Sissi-Trilogie an der Seite von Romy Schneider. Der Schauspieler ...

... und Gründer der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen", Karlheinz Böhm, starb am 29. Mai im Alter von 86 Jahren.

Reinhard Höppner gehörte in der DDR zu den ersten Mitgliedern der 1989 dort neu gegründeten SPD. Er war von 1994 bis 2002 Regierungschef von Sachsen-Anhalt und bildete als erster Ministerpräsident in der Bundesrepublik eine Minderheitsregierung, die von der Tolerierung durch die damalige PDS, die heutige Linkspartei, abhängig war. Höppner war seit Jahren an Krebs erkrankt und wurde immer wieder operiert. Mit 65 Jahren erlag er am Pfingstmontag, dem 9. Juni, seinem Leiden.

Frank Schirrmacher war einer der bedeutendsten Publizisten Deutschlands. 1985 begann er als Redakteur im Feuilleton der "FAZ", vier Jahre später übernahm er die Leitung der "FAZ"-Redaktion "Literatur und literarisches Leben" - als Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki. 1994 stieg er zum Mitherausgeber der Zeitung auf. Schirrmacher war auch Buchautor, seine Bücher wurden zu Bestsellern. 1999 erhielt Schirrmacher das Bundesverdienstkreuz - dies wurde mit seinen "wichtigen Anstößen zur Literatur- und Kunstdebatte" begründet. Er erlag am 12. Juni überraschend einem Herzinfarkt. Schirrmacher wurde 54 Jahre alt.

Gyula Grosics stand im Finale der Fußball-WM 1954 für Ungarn im Tor, als der deutsche Stürmer Helmut Rahn "aus dem Hintergrund" schoss. Deutschland feierte, Grosics steckte die Niederlage nie weg. Er starb im Alter von 88 Jahren am 13. Juni. Damit endete für den legendären Torwart eine Leidenszeit. In den vergangenen Jahren hatte Grosics drei Herzinfarkte überlebt, zudem klagte er über Lungenprobleme.

Robert Lebeck gehörte zu den bekanntesten und besten Fotografen der Bundesrepublik: Seine Bilder zeigten Willy Brandt, Alfred Hitchcock und Romy Schneider, ...

... hielten aber auch historische Momente fest und gingen um die Welt (Der gestohlene Degen, Belgisch Kongo, Leopoldville, 1960). Der Berliner Lebeck starb 85-jährig am 14. Juni.

Sein Gesicht hat sich Millionen Kinogängern eingeprägt: Ob als Tuco in "Zwei glorreiche Halunken" oder als Don Altobello in "Der Pate III" - Eli Wallach spielte selten die Helden, meist die Gangster. Im November 2010 wurde er mit einem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Damals war er mit seinen 95 Jahren der älteste Schauspieler, der je einen Oscar erhielt. Wallach starb am 24. Juni im stolzen Alter von 98 Jahren.

Die Rolling Stones sangen seinen Song, Stevie Wonder und Rod Stewart verehrten ihn: Die Soul-Legende Bobby Womack war eine der großen, prägenden Gestalten der US-amerikanischen Musik. Seit Jahren war er schwer krank, Anfang 2013 teilte Womack in einem Interview mit, dass er an Alzheimer leide. Knapp vier Monate nach seinem 70. Geburtstag, am 27. Juni, starb er.

Der letzte sowjetische Außenminister, der Georgier Eduard Schewardnadse (hier 1988 mit Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher), bleibt den Deutschen als einer der Wegbereiter der Wiedervereinigung unvergessen. Er war der Vertreter der Sowjetunion bei den Zwei-plus-Vier-Gesprächen.

In seiner georgischen Heimat galt er als politischer Verlierer. Als Präsident der Kaukasusrepublik musste er in der Rosenrevolution 2003 gegen sein korruptes Regime aus Familienclans zurücktreten. Schewardnadse starb am 7. Juli im Alter von 86 Jahren.

Alfredo Di Stéfano, die wohl größte Spielerlegende von Real Madrid, später auch Trainer und Ehrenpräsident der "Königlichen", erlag am 7. Juli den Folgen eines Herzinfarkts. Er wurde 88 Jahre alt. Franz Beckenbauer würdigte den gebürtigen Argentinier, der auch für Kolumbien und Spanien Länderspiele bestritt, als "komplettesten Spieler der Welt".

Tommy Ramone (l., neben Marky Ramone) war einer der Gründungsmitglieder und Schlagzeuger der US-Band "The Ramones", Vorreiter und Ikone des Punkrock. Die Band war 1974 gegründet worden. Zu ihren bekanntesten Liedern zählt der "Blitzkrieg Bop". Tommy Ramone, eigentlich Tamás Erdélyi, erlag am 11. Juli mit 65 Jahren einer Krebserkrankung.

Der Entertainer Horst Köbbert war in der DDR mit Seemannsliedern und Shantys bekannt geworden. Im DDR-Fernsehen war er Moderator der maritimen Unterhaltungssendung "Klock 8, achtern Strom", die bis 1990 ausgestrahlt wurde. Nach der Wende moderierte er zusammen mit Carlo von Tiedemann die Sendung "Große Hafenrundfahrt" beim NDR. Köbbert starb ebenfalls am 11. Juli mit 86 Jahren.

Gert Voss war einer der herausragenden Schauspieler seiner Generation, Ehrenmitglied des Burgtheaters und Träger zahlreicher Auszeichnungen. Der virtuose Charakterdarsteller starb am 13. Juli. Voss wurde 72.

Nadine Gordimer ist Afrikas erste und bisher einzige Literaturnobelpreisträgerin. Sie galt schon zu Lebzeiten als Literaturlegende, die politische Themen, literarischen Anspruch und sprachliche Ästhetik harmonisch verband. Die Zeit der Rassentrennung in Südafrika drückte ihren Romanen den Stempel auf und prägte auch sie. Ihre Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und bekamen viele Preise. Gordimer starb mit 90 Jahren ebenfalls am 13. Juli.

Kollegen rühmten seine "blitzartige Spielweise", der "Rolling Stone" wählte ihn unter die "100 besten Gitarristen aller Zeiten": Johnny Winter war eine Blues-Legende. Er starb mit 70 Jahren am 16. Juli während einer Welttournee.

Sein Erfolg als Unternehmer war ebenso legendär wie seine Scheu vor der Öffentlichkeit: Karl Albrecht, Mitbegründer des Discountergiganten Aldi, war eine Symbolfigur des Wirtschaftswunders. Er und sein jüngerer Bruder Theo (der bereits 2010 starb), die zu den reichsten Deutschen gehörten, lebten sehr zurückgezogen. Karl Albrecht wurde 94 Jahre alt. Er starb am 16. Juli.

Seine Sendung "Je später der Abend" war die erste Talkshow im deutschen Fernsehen. Daneben arbeitete Dietmar Schönherr als Schauspieler, Synchronsprecher und Dramaturg. Zudem gründete er eine Hilfsorganisation. Der Österreicher starb mit 88 Jahren am 18. Juli.

Der Schauspieler James Garner war bekannt aus den TV-Serien "Maverick" und "Detektiv Rockford". Vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren wurde Garner als TV-Star gefeiert. Eine Oscar-Nominierung bekam er 1985 an der Seite von Sally Field in "Die zweite Wahl - Eine Romanze". Im Laufe seiner langen Karriere spielte er in mehr als 50 Filmen mit. Garner wurde 86 Jahre alt. Er starb am 19. Juli.

Um die Sittenwächter der 1960er-Jahre kümmerte er sich wenig, dafür umso mehr um die Bedürfnisse der Jugend: Manfred Sexauer brachte Beat, Rock und Blues in die öffentlich-rechtlichen Sendungen. Von 1965 an moderierte er die Radiosendung "Hallo Twen". Im TV führte Sexauer zusammen mit Uschi Nerke von 1972 bis 1985 insgesamt fast 100 Mal durch den "Musikladen". Am 20. Juli starb er im Alter von 83 Jahren.

Ein Bau- und Gartenmarkt aus einem Guss: Das hat Otmar Hornbach in Deutschland eingeführt. Seine Baumarktkette ist derzeit die Nummer drei in Deutschland. Er starb am 2. August mit 84 Jahren.

Der Schauspieler Günter Junghans stand in der DDR seit Anfang der 1960er-Jahre vor der Kamera und spielte in mehr als 130 Kino- und Fernsehfilmen mit. Zudem gehörte der gebürtige Leipziger dem Ensemble der Berliner Volksbühne an. Auch nach der Wende blieb er ein gefragter Schauspieler. Er trat unter anderem in Helmut Dietls "Schtonk", in mehreren "Tatort"-Folgen und in der TV-Serie "Weissensee" auf. Junghans starb am 10. August. Er wurde 73 Jahre alt.

Robin Williams war einer der ganz großen Schauspieler und Komiker; sein Tod löste weltweit Bestürzung aus. Der Oscar- und fünffache Golden-Globe-Preisträger spielte tragikomische und psychopathische Rollen, wirkte aber auch in Familienfilmen mit. Der Star aus Filmen wie "Club der toten Dichter" (im Bild), ...

... "Good Morning, Vietnam" und "Good Will Hunting" wurde am 11. August in seinem Haus in Kalifornien tot aufgefunden - er hatte sich mit 63 Jahren das Leben genommen. Williams hatte unter Depressionen und an Parkinson in einer frühen Phase gelitten.

Mit ihrer rauchigen Stimme, schlanken Figur und markanten Gesichtszügen hob sich Lauren Bacall von vielen Schauspielerinnen ihrer Zeit ab. Sie spielte in mehr als 30 Filmen mit, unter anderem in Klassikern wie "Tote schlafen fest", "Wie angelt man sich einen Millionär" und "Mord im Orient-Express". Ihr Leinwanddebüt gab sie 1944 an der Seite ihres späteren Ehemannes Humphrey Bogart in Howard Hawks "Haben und Nichthaben". 2009 wurde sie mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Bacall starb am 12. August mit 89 Jahren.

Peter Scholl-Latour war einer der berühmtesten Journalisten der Bundesrepublik. Er bereiste die ganze Welt und prägte das Bild der Deutschen von der Weltpolitik. Es gab wohl kaum eine Talkshow-Couch, auf der er nicht saß und mit seinem berühmten Nuscheln die Welt erklärte. Als Fernsehreporter war er eines der populärsten TV-Gesichter, als Sachbuchautor brachte er es mit Büchern wie "Der Tod im Reisfeld" auf Millionenauflagen. Er starb mit 90 Jahren am 16. August.

Der Historiker und Russlandexperte Wolfgang Leonhard war der letzte noch lebende Zeitzeuge aus dem innersten Führungskreis der deutschen Kommunisten, der nach 1945 die Gründung der DDR vorbereitete. Seine Wandlung vom begeisterten Kommunisten zum Sowjetkritiker beschrieb er 1955 in dem Bestseller "Die Revolution entlässt ihre Kinder". Als ausgewiesener Sowjetexperte und wichtiger Zeitzeuge war Leonhard bis ins hohe Alter sehr gefragt. Er starb am 17. August mit 93.

Der indische Yoga-Guru B.K.S. Iyengar (hier 1965) gründete im Jahr 1973 seine eigene Schule in westindischen Pune und half dabei, Yoga weltweit populär zu machen. Er verfasste mehrere Bücher und begründete eine nach ihm benannte Yoga-Richtung, die dank Hilfsmitteln wie Seilen, Matten und Gürteln einfach zu erlernen ist. Iyengar bildete Hunderte Yoga-Lehrer aus, die seinen Ansatz weiterverbreiteten. Er starb im Alter von 95 Jahren am 20. August, ...

... am selben Tag wie Klaus Zapf. Der Umzugsunternehmer hatte seine Firma 1975 als Jurastudent in der alternativen Szene Westberlins gegründet. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen heute an 14 selbstständigen Standorten mit rund 600 Mitarbeitern mehr als 60.000 Kunden pro Jahr. Mit dem Umzugsunternehmen ist Zapf zum Millionär geworden. Dennoch hatte er auch Kontakt zur linken Szene - zu seinen Bekannten zählte auch Rudi Dutschke. Zapf wurde 62 Jahre alt.

Der britische Filmregisseur Richard Attenborough war mehr als sechs Jahrzehnte lang einer der wichtigsten Vertreter des britischen Films, sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur. Sein Monumentalfilm "Gandhi" (1982) gewann acht Oscars, darunter einen für Attenborough als besten Regisseur. Außerdem führte er Regie bei "Die Brücke von Arnheim", "Cry Freedom" und "A Chorus Line". 1993 ernannte ihn die Queen zum Lord. Attenborough starb am 24. August mit 90 Jahren.

Benno Pludra war einer der bekanntesten DDR-Kinderbuchautoren. Er verfasste rund 40 Werke der Kinder- und Jugendliteratur, etwa "Bootsmann auf der Scholle", "Die Reise nach Sundevit" und "Siebenstorch". Pludra erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den DDR-Nationalpreis für Kunst und Literatur sowie 2004 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Lebenswerk. Pludra wurde 88, er starb am 27. August.

Sein markantes Gesicht prägte sich ein: Der Schauspieler Gottfried John war unter anderem durch seine Rollen in "James Bond 007 - Goldeneye" und "Berlin Alexanderplatz" bekannt geworden. Die Zusammenarbeit mit Regisseur Rainer Werner Fassbinder, der ihn 1972 für den ARD-Fünfteiler "Acht Stunden sind kein Tag" als Hauptdarsteller engagierte, prägte ihn. Lange blieb er Fassbinder und dem Neuen Deutschen Film treu, spielte auch in "Die Ehe der Maria Braun" oder in "Lili Marleen" mit. Er erlag am 1. September mit 72 Jahren seinem Krebsleiden.

Hollywood fürchtete ihre scharfe Zunge, sie selbst liebte es, gegen andere Promis zu sticheln. Die Schauspielerin und Komikerin Joan Rivers fiel allerdings auch durch diverse missglückte Schönheits-Operationen auf. Sie starb am 4. September. Genau eine Woche zuvor war sie nach einem plötzlichen Atemstillstand während einer ärztlichen Behandlung ins künstliche Koma versetzt worden. Rivers wurde 81 Jahre alt.

Der als James-Bond-Gegenspieler "Beißer" bekannt gewordene Schauspieler Richard Kiel starb am 10. September. Der 2,18 Meter große Hüne redete in den Bond-Filmen nur in Ausnahmefällen, zeigte aber gern sein furchterregendes Gebiss, mit dem er zur Not auch Stahl knacken konnte. Er wurde 74 Jahre alt.

Die Fernsehlegende Joachim "Blacky" Fuchsberger war ein Tausendsassa: Schauspieler, Moderator, Entertainer. Fuchsberger war bekannt geworden durch seine Rollen in den Edgar-Wallace-Verfilmungen wie "Die toten Augen von London" oder "Das Geheimnis der grünen Stecknadeln" (im Bild).

Mit seinem Charme gewann er die Sympathien vieler Menschen, mit seinem guten Aussehen auch die Herzen vieler Frauen. Er moderierte die Talkshow "Heut' abend" und die Quizshow "Auf Los geht's los." Fuchsberger starb am 11. September im Alter von 87 Jahren in seinem Haus bei München. Die Organe hätten nicht mehr mitgemacht, sagte seine Frau. In den vergangenen Wochen war Fuchsberger in mehreren Kliniken behandelt worden und danach wieder nach Hause gekommen.

Der Internet-Pionier und Medienunternehmer Ossi Urchs war einer der Ersten, der sagte, dass das Internet unsere gesamte Art zu leben, zu arbeiten und zu lernen verändern wird. Ende der 80er-Jahre galt er mit solchen Prognosen noch als Spinner. Sein Markenzeichen war seine Jatta, seine aus Indien übernommene Langhaarfrisur. Ende der 90er-Jahre ging Urchs mit dem Magazin "NetNews" bei n-tv auf Sendung. Später moderierte er auch die Sendung "eTalk" von der Cebit. Er veröffentlichte mehrere Bücher, unter anderem zur digitalen Aufklärung. Zudem hatte er diverse Lehraufträge und war ein gefragter Vortragsredner. Er starb am 25. September mit 60 Jahren.

Der als "Baby Doc" bekannte frühere haitianische Diktator Jean-Claude Duvalier hatte im April 1971 von seinem Vater Francois Duvalier, genannt "Papa Doc", ein Terrorregime in dem Karibikstaat übernommen und wurde 1986 entmachtet. Das Regime der Duvaliers wird für den Tod von Tausenden Menschen verantwortlich gemacht. Nach seinem Sturz ging er erst nach Frankreich ins Exil. Im Januar 2011 kehrte er zurück, um nach seinen Worten "den Menschen in Haiti zu helfen". Er starb am 4. Oktober im Alter von 63 Jahren.

Peer Augustinski war Schauspieler, Komiker und Synchronsprecher. Er wurde in den 1970er-Jahren bekannt durch die Comedy-Serie "Klimbim" an der Seite von Ingrid Steeger und Elisabeth Volkmann. Später war er die deutsche Stimme des US-Schauspielers Robin Williams. Auch die Zeichentrickfigur Asterix synchronisierte er. 2005 erlitt Augustinski einen schweren Schlaganfall. Seitdem war er halbseitig gelähmt und pflegebedürftig. Trotzdem war er bis zuletzt aktiv - nicht mehr vor der Kamera, aber als Hörbuch- oder Synchronsprecher. Er starb am 3. Oktober im Alter von 74 Jahren.

Siegfried Lenz war einer der großen Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur. Sein wichtigstes Werk ist der in viele Sprachen übersetzte und verfilmte Roman "Deutschstunde" über die Nazizeit und einen falsch verstandenen Pflichtbegriff. Der Ostpreuße war vor allem ein Meister der Erzählung. Politisch engagierte er sich für die Aussöhnung mit Polen und Israel. Seit Jahren war Lenz gesundheitlich angeschlagen und saß im Rollstuhl. Er starb im Alter von 88 Jahren am 7. Oktober.

Der Schweizer Fotograf Rene Burri machte das berühmte Bild von Che Guevara mit Zigarre. Er war Mitglied der Agentur Magnum und reiste für seine Reportagen um die Welt. Bekannt wurden auch seine Porträts von Künstlern wie Pablo Picasso oder Alberto Giacometti. Seine Fotos vom geteilten und wiedervereinigten Berlin sind wichtige Zeitdokumente. Burri wurde 81. Er starb am 20. Oktober, ebenso wie ...

... Oscar de la Renta. Der US-Modedesigner wurde 1932 in der Dominikanischen Republik geboren. De la Renta hatte seit mehr als 40 Jahren unter seinem Namen Mode entworfen und auch viele First Ladies der USA eingekleidet. Zuletzt hatte er unter anderem das Brautkleid von Amal Alamuddin für ihre Hochzeit mit dem Hollywood-Star George Clooney kreiert. Er erlag mit 82 Jahren dem Krebs.

Er war ein Ausnahmejournalist und immer auf der Suche nach der Wahrheit: Ben Bradlee sorgte als Chefredakteur der "Washington Post" für die Aufdeckung der "Watergate-Affäre", die zum Sturz von US-Präsident Richard Nixon führte. Am 20. November 2013 wurde er von US-Präsident Barack Obama mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA, der Friedensmedaille, geehrt. Bradlee starb mit 93 Jahren am 21. Oktober.

Die politische Karriere von Klaus Bölling begann 1974, vorher war er Journalist. Er arbeitete ab 1947 als Redakteur beim Berliner "Tagesspiegel" und bei RIAS Berlin. Später ging er zum WDR, wo er in den 1960er-Jahren zusammen mit Gerd Ruge die Sendung "Weltspiegel" entwickelte. 1969 wechselte Bölling nach Washington und leitete dort vier Jahre lang das ARD-Studio. Anschließend übernahm er das Intendantenamt bei Radio Bremen. In Bonn war er von 1974 bis 1982 Regierungssprecher der sozialliberalen Koalition unter SPD-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Bölling starb im Alter von 86 Jahren am 1. November, am selben Tag wie ...

... Tom Sneddon. Der ehemalige Oberstaatsanwalt, der Michael Jackson wegen Kindesmissbrauchs verurteilt sehen wollte, erlag im Alter von 73 Jahren seiner Krebserkrankung. Der neunfache Vater hatte 2005 in einem weltweit aufsehenerregenden Prozess gegen den Popstar alle juristischen Register gezogen und dennoch verloren. Am Ende wollte keines der zwölf Jury-Mitglieder den Vorwurf akzeptieren, dass Jackson einen 13-Jährigen sexuell missbraucht habe. 

Der legendäre Jazz-Musiker und Klarinettist Acker Bilk starb am 2. November im Alter von 85 Jahren. Der Brite, mit bürgerlichem Namen Bernard Stanley Bilk, prägte die Jazz-Musik der 1950er- und 1960er-Jahre. Mit "Stranger on the Shore" wurde er 1962 zum internationalen Star. Bilk war seit Längerem an Krebs erkrankt und gab sein letztes Konzert im August 2013.

Sein Song "Rapper's Delight" gilt als Wegbereiter von Rap und Hip Hop weltweit. Der als "Big Bank Hank" bekannte Sänger der Sugarhill Gang, Henry Lee Jackson (r.), war Co-Autor des Songs und eines von drei Mitgliedern der Rap-Band. Er starb am 11. November. "Big Bank Hank" wurde 57 Jahre alt.

"Reifeprüfung", "Silkwood", "Hautnah": der US-Regisseur Mike Nichols hat mit den größten Stars Filme gedreht. Der Broadway ehrte ihn etliche Male als Regisseur und Produzent. Nichols wurde 1931 als Sohn jüdischer Eltern in Berlin geboren. Mit sieben Jahren kam er auf der Flucht vor den Nazis in die USA. 1966 schaffte er den Durchbruch als Regisseur mit seinem ersten Film "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen. Schon ein Jahr später gewann er den Regie-Oscar für "Die Reifeprüfung" mit Dustin Hoffman. Nichols starb am 19. November mit 83 Jahren.

Die Herzogin von Alba war eine der reichsten Frauen Spaniens. Cayetana Fitz James Stuart (oder in voller Länge María del Rosario Cayetana Paloma Alfonsa Victoria Eugenia Fernanda Teresa Francisca de Paula Lourdes Antonia Josefa Fausta Rita Castor Dorotea Santa Esperanza Fitz-James Stuart y de Silva Falcó y Gurtubay) besaß neben mehreren Adelstiteln viele Ländereien, Paläste und Kunstwerke. Da sie sich gerne über Konventionen hinwegsetzte, ...

... galt sie als "rebellische Aristokratin". Am 5. Oktober 2011 heiratete sie im Alter von 85 Jahren zum dritten Mal - den 25 Jahre jüngeren Verwaltungsbeamten und Besitzer einer PR-Firma, Alfonso Díez Carabantes, ein wenig jünger als ihr ältester Sohn. Sie starb am 20. November mit 88.

Phyllis Dorothy James, bekannter als P.D. James, war die große alte Dame der britischen Kriminalliteratur. 2011, mit über 90 Jahren, hatte sie mit "Der Tod kommt nach Pemberley" noch einmal einen erfolgreichen Roman vorgelegt - eine Fortsetzung von Jane Austens Bestseller "Stolz und Vorurteil", natürlich mit Mord und Totschlag als Inhalt. Ihr erstes Buch hatte sie fast 50 Jahre zuvor verfasst: "Cover Her Face" war in dreijähriger Arbeit neben der Tätigkeit als Beamtin im Innenministerium entstanden. Für ihr Lebenswerk erhielt P.D. James die höchsten Auszeichnungen für Krimiautoren in Großbritannien und den USA - den "Diamond Dagger" und den "Grand Master Award". Sie starb am 27. November mit 94.

Der US-amerikanische Saxofonist Bobby Keys hatte die Rolling Stones 45 Jahre lang auf Tour und bei Sessions begleitet. Er verewigte sich nicht nur mit Stones-Klassikern wie "Brown Sugar" und "Life With Me", sondern auch in Aufnahmen mit John Lennon, Joe Cocker, Barbra Streisand, B. B. King, Carly Simon oder der Rockband Lynyrd Skynyrd. Am 2. Dezember starb er mit 70 Jahren.

Ralph Giordano war ein unermüdlicher Mahner gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus. Er wurde 1923 in Hamburg geboren. Als Sohn einer Jüdin entging er nur knapp dem Holocaust. Der Kampf gegen Rechts wurde zu seinem Lebensthema. Er schrieb 23 Bücher, von denen viele Bestseller wurden, auch im Ausland. Eines seiner berühmtesten Werke ist die autobiografische Familiensaga "Die Bertinis" - damit gelang dem Publizisten ein Weltbestseller. Giordano starb am 10. Dezember. Er wurde 91 Jahre alt.

Ernst Albrecht, der Vater von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, war von 1976 bis 1990 Ministerpräsident von Niedersachsen. Die Wahl 1990 verlor der CDU-Politiker gegen Gerhard Schröder (SPD), den späteren Bundeskanzler. Er gab daraufhin seinen Abschied aus der Politik bekannt. Von der Leyen hatte vor Jahren publik gemacht, dass ihr Vater an Alzheimer erkrankt sei. Sie war daher mit ihrer Familie auf das Anwesen ihres verwitweten Vaters bei Hannover gezogen. Er starb im Alter von 84 Jahren am 13. Dezember.

Der CDU-Politiker Andreas Schockenhoff war Unionsfraktionsvize und gehörte dem Bundestag seit 1990 an. Er war ein profilierter Außenpolitiker und unter anderem seit 2006 Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit. Zuletzt zählte er zu den schärfsten Kritikern des russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen dessen Rolle in der Ukraine-Krise. Für Aufsehen sorgte 2011 Schockenhoffs öffentliches Eingeständnis, Alkoholiker zu sein. Er starb am 14. Dezember in der Sauna seines Hauses. Die Obduktion ergab, dass massive Hitzeeinwirkung der Grund für den Tod war; er habe entweder ein Kreislaufversagen erlitten oder sei eingeschlafen. Ein Fremdverschulden wurde ausgeschlossen. Schockenhoff wurde 57.

Sein plötzlicher Tod erschütterte Fans und Musikwelt. Generationen wuchsen mit der Musik von Udo Jürgens auf. Für jede Lebenslage hatte der Sänger ein passendes Lied, für Partys ebenso wie für nachdenkliche Momente. Er war jahrzehntelang erfolgreich - als Komponist, Musiker und Chansonnier. Jürgens komponierte über 1000 Songs, von denen viele Superhits wurden. Er spielte mehr als 50 Alben ein und verkaufte mehr als 100 Millionen Tonträger. Der 1934 als Udo Jürgen Bockelmann in Österreich geborene Jürgens, ...

... bekannt auch für seine Zugaben im weißen Bademantel, war mit einer unbändigen Energie gesegnet, bot noch bis kurz vor seinem Tod auf der Bühne Steppeinlagen dar und begeisterte sein Publikum. Mit fast 80 hatte er Anfang 2014 ein neues Album veröffentlicht - mit dem Titel "Mitten im Leben". Dem folgte die gleichnamige Tournee, die bis zum Frühjahr 2015 dauern sollte. Am 21. Dezember brach Jürgens bei einem Spaziergang in seiner Wahlheimat Schweiz plötzlich zusammen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Im September hatte er seinen 80. Geburtstag gefeiert.

Fritz Sdunek war einer der erfolgreichsten deutschen Boxtrainer und ein Sinnbild für den Begriff Weltmeistermacher. Er führte im Hamburger Universum-Boxstall neben den aus der Ukraine gekommenen Klitschko-Brüdern auch Dariusz Michalczewski, Felix Sturm, Ralf Rocchigiani, den Rumänen Michael Löwe, die Ungarn Zsolt Erdei, Karoly Balzsay und Istvan Kovacs, den Kubaner Juan Carlos Gomez und den Usbeken Artur Grigorian zu WM-Titeln. Sdunek wurde 67 Jahre alt. Er starb am 22. Dezember, ebenso wie ...

... Joe Cocker. Sein Tod einen Tag nach Jürgens versetzte der Musikwelt einen weiteren Schock. Cocker war bekannt für seine Reibeisenstimme und seine eigenwillige Körpersprache auf der Bühne. Berühmt wurde er beim Woodstock-Festival 1969 mit seiner Version des Beatles-Songs "With A Little Help From My Friends". Zudem hatte er Hits wie "N'oubliez jamais", "Unchain My Heart" oder "Up Where We Belong", das er mit Jennifer Warnes im Duett sang und wofür er 1983 einen Grammy bekam.

Cockers Karriere dauerte 50 Jahre, er veröffentlichte 40 Alben und verkaufte Millionen von Tonträgern. Der Brite lebte zuletzt auf einer Ranch im US-Bundesstaat Colorado. Erst vor Kurzem hatte er noch Pläne für ein neues Album und eine Tournee im Jahr 2015 öffentlich gemacht. Cocker starb im Alter von 70 Jahren an Lungenkrebs.

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