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Stacheldraht und Mondschein: Flüchtlingsbild wird Welt-Presse-Foto 2015

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Ein Vater reicht sein Baby durch den Stacheldraht am Grenzzaun von Ungarn. Der australische Fotograf Warren Richardson hält die Szene im Bild fest - und macht das Welt-Presse-Foto des Jahres 2015. (Foto: REUTERS)

Ein Vater reicht sein Baby durch den Stacheldraht am Grenzzaun von Ungarn. Der australische Fotograf Warren Richardson hält die Szene im Bild fest - und macht das Welt-Presse-Foto des Jahres 2015.

Ein Vater reicht sein Baby durch den Stacheldraht am Grenzzaun von Ungarn. Der australische Fotograf Warren Richardson hält die Szene im Bild fest - und macht das Welt-Presse-Foto des Jahres 2015.

Richardson harrte mehrere Tage mit Flüchtlingen an der Grenze zu Ungarn aus und schoss das Foto schließlich bei Mondschein. "Blitzlicht konnte ich nicht benutzen, während die Polizei diese Leute suchte, sonst hätte ich sie verraten."

Ein Bild das "alles hat", um einen starken visuellen Eindruck davon zu vermitteln, "was mit den Flüchtlingen geschieht", würdigte die Jury die starke Aussagekraft der Aufnahme.

Der französische Fotograf Corentin Fohlen holt sich mit "March against Terrorism in Paris" den zweiten Platz in der Kategorie "Spot News" und ...

... Niclas Hammarström aus Schweden mit diesem Foto den dritten Platz in derselben Kategorie. Es zeigt ein Opfer eines Bandenkriegs in San Pedro Sula, Honduras.

Insgesamt hatten sich rund 5800 Fotografen mit etwa 83.000 Bildern um Preise in acht Kategorien beworben. (Dieses Bild "La Maya Tradition" belegt den zweiten Platz in der Kategorie "People Stories")

Flucht und Vertreibung waren die bestimmenden Themen im Medienjahr 2015, dem trägt der World Photo Awards Rechnung. Weitere Gewinner-Fotos beschäftigen sich mit den Anschlägen von Paris und sexueller Gewalt.

Der erste Platz in der Kategorie "Spot News Stories" geht an Sameer Al-Doumy und sein Foto "Aftermath of Airstrikes in Syria". Al-Doumy war in Hamouria, während die syrische Stadt bombardiert wurde.

Platz zwei sichert sich Roberto Schmidt mit "Avalanche, 25-27 April, Everest Base Camp, Nepal".

Der türkische Fotograf Bulent Kilic wird für seine Reihe "Broken Border" geehrt. Dritter in der Kategorie "Spot News Stories".

Mit "Haze in China" gewinnt Zhang Lei den ersten Platz in der Kategorie "Contemporary Issues Singles". Zu sehen ist eine Stadt im Norden von China umhüllt von Smog.

Der zweite Platz in dieser Kategorie geht an Adriane Ohanesian für ihr Foto "The Forgotten Mountains of Sudan". Es zeigt den sieben Jahre alten Adam Abdel, der bei einem Bombenanschlag schwere Verbrennungen erlitt.

Den dritten Platz in der Kategorie "Contemporary Issues Singles" belegt dieses Foto von John J. Kim., das bei einem Marsch gegen Polizeigewalt in Chigago entstanden ist.

Den Sieg in der Kategorie "Nature singles" holt sich Rohan Kelly vom Daily Telegraph für ihr Foto "Storm Front on Bondi Beach". Es zeigt einen Wolkentsunami am Strand vom Sydney.

Der zweite Platz in derselben Kategorie geht an den Mexikaner Anuar Patjane Floriuk für sein Foto "Whale Whisperers".

Platz drei in derselben Kategorie sichert sich Sergio Tapiro mit "The Power of Nature". Tapiro fotografierte eine Explosion des Colima Vulkan in Mexiko.

In der Kategorie "Nature Stories" setzt sich Tim Laman mit seiner Geschichte über Orangutans durch. Er nannte die Serie "Tough Times for Orangutans".

Platz 1 in der Kategorie "General News" gewinnt Maricio Lima. Der Fotograf war ebenfalls in Syrien unterwegs und porträtierte einen 16-jährigen IS-Kämpfer, der in einem kurdischen Krankenhaus versorgt wurde.

Paul Hansens Foto "Under the Cover of Darkness" belegt den zweiten Platz in dieser Kategorie. Es zeigt Flüchtlinge, die im Schutz der Dunkelheit weiterziehen. In diesem Fall auf Lesbos.

Das drittplatzierte Foto beschäftigt sich mit der Explosion in Tianjin. Geschossen hat es Chen Jie.

Sergey Ponomarev wurde von der New York Times beauftragt, die Flüchtlingskrise in Europa zu dokumentieren. Dafür gewinnt er die Kategorie "General News Stories".

Platz 1 in der Kategorie "People single" belegt das Foto "Waiting to Register" von Matic Zorman. Ein Flüchtlingskind, bedeckt mit einer Regenplane, wartet auf seine Registrierung in der serbischen Stadt Presevo.

Mit dem Bild "Digging the Future" holt sich Matjaz Krivic aus Slowenien in derselben Kategorie den zweiten Platz. Ein Minenarbeiter gönnt sich eine Rauchpause, bevor er in die Grube zurückgeht. Bergleute in Bani (Burkina Faso) sind bei ihrem Job giftigen Chemikalien und Schwermetallen ausgesetzt.

Den ersten Platz in der Kategorie "Daily Life" belegt dieses Bild von dem Photografen Kevin Frayer. Das Photo zeigt einen Chinesen in der Stadt Shanxi, der einen Wagen in der nähe eines Kohlefeldes zieht. China ist durch solche Kraftwerke einer der größten Klimasünder weltweit.

Auch Langzeitprojekte wurden wieder belohnt. Mary F. Calvert gewann mit diesem Bild den ersten Preis im Bereich "Long-Term Projects". Es ist ein Foto von Natasha Schuette. Sie ist in der US Army und wurde von einem Offizier missbraucht und sie deckte diesen Sexualskandal auf.

Platz eins in der Kategorie "Sport" belegt das Bild von Christian Walgram. Er drückte im Februar 2015 beim Sturz des Tschechen Ondrej Bank bei der Kombi-Abfahrt in Beaver Creek im richtigen Moment ab.

Vladimir Pesnya gewinnt mit der Fotoserie "Vetluga's Hockey" den ersten Platz in der Kategorie "Sports Stories". Er begleitete ein junges russisches Eishockey-Team.

Die World Press Photo Foundation wurde 1955 in den Niederlanden gegründet. Die Organisation will die Arbeit professioneller Pressefotografen unterstützen. Deshalb veranstalten sie jedes Jahr einen Wettbewerb der International renommiert ist.

Die Fotos werden dann in einer Wanderausstellung in mehr als 80 Städten Weltweit gezeigt. Jedes Jahr wird ein Foto zum Foto des Jahres gewählt, was unter Fotografen als weltweit höchste Auszeichnung die man erreichen kann gilt.

Die Fotos sehen meist nicht nur gut aus, sondern vermitteln auch eine klare Botschaft. Hier zu sehen ist der zweite Platz in der Kategorie "Sports single". Der schwedische Fotograf Jonas Lindkvist hat es "Neptun Synchro" betitelt.

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