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Außergewöhnliche Delikatesse: Hundefleisch auf Chinas Tischen

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Hundeliebhaber und Menschen, die großen Ekel entwickeln können, sollten diese Bilderserie lieber meiden. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Hundeliebhaber und Menschen, die großen Ekel entwickeln können, sollten diese Bilderserie lieber meiden.

Hundeliebhaber und Menschen, die großen Ekel entwickeln können, sollten diese Bilderserie lieber meiden.

Denn hier geht es nicht um Gänse- oder Schweinebraten.

Hier geht es um die jahrtausende alte Tradition der Chinesen, Hundefleisch zu essen.

Hundefleisch soll so ähnlich aussehen wie Huhn, nur etwas dunkler, und so ähnlich schmecken wie Rindfleisch.

Es soll so zart sein, dass es quasi auf der Zunge zergeht.

Dem Fleisch von Hunden werden mehr als rein geschmackliche Vorzüge nachgesagt (gebratene Teile vom Hund auf einem Teller in Hanoi, Vietnam).

Die Chinesen meinen, das Fleisch sei gesund, wärmend und gut für Nieren und Milz. Es soll Bluthochdruck senken und außerdem das weibliche Yin stärken und das männlich Yang nähren.

Die Massenhundehaltung und der Verkauf von Hundefleisch sind in China lukrative Geschäfte.

Hundefleisch bringt vier Mal soviel ein wie das Fleisch von Schweinen und immer noch drei Mal soviel wie Hühnerfleisch.

Was vielen Europäern den Magen hebt ...

... und in reines Entsetzen versetzt, gilt in China als Normalität. Auch in Vietnam und Korea werden regelmäßig Hunde gegessen.

Die Tötung ...

... und Weiterverarbeitung der Hunde gehört beispielsweise in der südchinesischen Provinz Guangdong zur alltäglichen Arbeit der Schlachter.

Hier wird eine bestimmte Art von Mischlingswelpen zur Schlachtung bevorzugt.

Die Tiere werden nicht älter als drei bis vier Monate.

Besonders wertvoll wird dieses Hundefleisch, wenn es getrocknet ist.

So wie beim luftgetrockneten Schinken ist getrocknetes Hundefleisch einerseits konserviert ...

... und andererseits intensiver im Geschmack und bringt so einen noch größeren Gewinn.

In anderen Regionen Chinas werden Hunde mehr auf Masse gezüchtet.

Vor allem die großen und schweren Bernhardiner sind als Zuchthunde für die Fleischgewinnung beliebt.

Tierschützer protestieren gegen die Schlachtung von Hunden und den Verzehr von Hundefleisch.

Die Chinesen selbst sind sich bewusst: Hundefleisch kann nicht bei offiziellen Banketts serviert werden.

Auch während der Olympischen Spiele in Peking 2009 war Hundefleisch von den Behörden verboten und von sämtlichen Speisekarten gestrichen worden.

Ab September allerdings durften die Restaurants ihre Hundefleischgerichte wieder anbieten.

Die Chinesen selbst scheinen in jüngster Zeit nach und nach auf den Hund zu kommen. Aber nicht als Delikatesse auf dem Teller, ...

... sondern als liebenswertes Haustier, treuer Freund und ständiger Begleiter.

Der Hund selbst stammt übrigens aus China. Das haben Genforscher anhand von Analysen herausgefunden (Peking-Palasthund).

Die ersten Hunde der Welt wurden bereits vor rund 16.000 Jahren in China südlich des Jangtse-Flusses gezüchtet.

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