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Donnerstag, 15. September 2016

Jemens vergessene Welt: Leben zwischen Bergen und Krieg

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In den Dörfern am Berg Dhalamlam im westlichen Jemen hat man eine atemberaubenden Aussicht. Doch das ist nicht der Grund, weshalb viele Menschen hier leben. (Foto: REUTERS)

In den Dörfern am Berg Dhalamlam im westlichen Jemen hat man eine atemberaubenden Aussicht. Doch das ist nicht der Grund, weshalb viele Menschen hier leben.

In den Dörfern am Berg Dhalamlam im westlichen Jemen hat man eine atemberaubenden Aussicht. Doch das ist nicht der Grund, weshalb viele Menschen hier leben.

Die Dorfbewohner wahren einen sicheren Abstand zu den Konflikten, die in weiten Teilen des Landes toben. Dafür nehmen sie sogar ein Leben ohne fließendes Wasser oder Elektrizität in Kauf.

Mit einem Steinschleifer bereitet diese Frau in ihrem Zuhause Mehl vor.

Das Abendessen wird noch immer über offenem Feuer zubereitet.

Die grüne Idylle der Landschaft zeigt nicht, was das Leben in den Bergen wirklich bedeutet: Ein mittelalterlicher Kampf ums Überleben.

In der westlichen Raymah Provinz werden Güter und Proviant mit dem Esel, einer von Hand gezogenen Seilbahngondel, ...

... oder zu Fuß den Berg hinauf transportiert. "Mein Rücken tut sehr weh. Ich wünschte, es gäbe einen anderen Weg", sagt der 14-jährige Majid Abdullah al-Ayashi.

Das Gebiet ist für seine Bienenzucht bekannt. Der Honig wird im ganzen Land verkauft.

Ein Großteil der Bevölkerung des Jemen lebt nicht in Städten, sondern auf dem Land. Das sind meist Wüstengebiete oder Bergketten.

Die Felsen werden genutzt, um Regenwasser aufzufangen. Seit hunderten Jahren dienen sie als traditionelle Wasserspeicher.

Wenn die Dorfbewohner ein Unglück heimsucht, wird die Isolation schnell zum Fluch.

Acht Stunden dauert der Fußmarsch zum nächsten Krankenhaus und kann Patienten das Leben kosten.

Schwangerschaften beispielsweise werden hier schnell zum Risiko für Frauen und ihr ungeborenes Kind.

"Trotz aller Schwierigkeiten leben wir hier, wie es schon unsere Väter und Vorfahren getan haben. Wie sie bauen auch wir Kaffee und Getreide an, ...

... und haben uns an dieses Leben voller Grausamkeiten und extremer Härte gewöhnt", erklärt der 65-jährige Mohammad Yahya Haidar.

Von dem Bürgerkrieg, der seit fast zwei Jahren den Jemen regiert, haben die Dorfbewohner nur wenig mitbekommen.

Dafür sind viele der 28 Millionen Einwohner des Landes allerdings von der grundlegenden Versorgung abgeschnitten. (vck)

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