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Erster schwerer Herbststurm über Europa: Menschen sterben in Orkan "Christian"

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Demolierte Autos, ... (Foto: dpa)

Demolierte Autos, ...

Demolierte Autos, ...

... entwurzelte Bäume, ...

... eingestürzte Häuser und ...

... kollidierte Schiffe: ...

Der erste schwere Herbstorkan hat schmerzliche Spuren hinterlassen. Mehrere Menschen starben.

Wind und Sturm waren in ganz Nordwesteuropa zu Hause.

Sturmjäger machten sich auf den Weg, um die Windspitzen zu messen.

Dabei bekam der Norden Deutschlands den meisten Wind ab.

Auf der Hallig Hooge südlich von Sylt blies der Sturm mit 148 Kilometern pro Stunde, auf Spiekeroog waren es 158.

Das ARD-Wetterstudio will auf seinen Stationen auf Borkum und Helgoland sogar 191 km/h gemessen haben.

Das wäre ein neuer Rekordwert bei Windgeschwindigkeiten für Norddeutschland.

Nachdem "Christian" in der Nacht zu Montag in Großbritannien gewütet hatte, zog das Orkantief nach Deutschland weiter.

Vor allem in Norddeutschland gab es im Bahnverkehr erhebliche Behinderungen: In Schleswig-Holstein kam ab dem Nachmittag der gesamte Regionalverkehr zum Erliegen.

Auf den Strecken Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg gab es Verspätungen und Ausfälle im Regional- und Fernverkehr.

Wie viele Züge genau betroffen waren, ist unklar.

Hunderte Reisende strandeten auf den Bahnhöfen.

Für Flugreisende sah es nicht besser aus: Am Flughafen Düsseldorf fielen mehrere Flüge aus.

Auf dem Hamburger Flughafen konnten 1300 Fluggäste aus ihren gelandeten Maschinen zunächst nicht aussteigen.

Zeitweise standen deshalb bis zu 13 Flugzeuge auf dem Vorfeld, zudem wurden mehrere Flüge nach Hamburg gestrichen.

Auch auf den Autobahnen ging zeitweise nichts mehr.

LKW kippten um und blockierten die Fahrt.

Oder der Sturm fegte die Elefanten der Straße einfach in den Graben.

So mancher Autobahnabschnitt blieb stundenlang gesperrt.

Die traurige Bilanz des Sturm sind bislang 14 Tote in Europa, 7 allein in Deutschland.

Ein Autofahrer und ein minderjähriger Beifahrer wurden im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen auf der Fahrt von einem Baum erschlagen.

Ein anderes Kind sei schwer verletzt, ein weiteres leicht verletzt worden. Die Überlebenden seien schwer traumatisiert, sagte ein Polizeisprecher.

Auch auf einer Landstraße bei Schortens in Niedersachsen wurde eine Autofahrerin vom Baum erschlagen, ...

... ebenso wie ein Mann in Flensburg.

Bereits am Sonntag starb in einem See in der Nähe von Köln ein Segler, nachdem er mit seinem Boot gekentert war.

Bei Sundern im Hochsauerlandkreis ertrank am gleichen Tag ein Angler. Auch sein Boot kippte um.

Vielerorts fegten Sturmböen durch Städte wie Frankfurt am Main oder Bremen, wo das Volksfest Freimarkt geschlossen wurde.

In Hamburg wurden an vielen Gebäuden Dachziegel abgedeckt.

Baugerüste wurden beschädigt.

In Göttingen stürzten Teile der Fassade der Universität ein ...

... und begruben Autos unter sich.

Im ostfriesischen Greetsiel zerstörte "Christian" den Turmaufbau einer der Zwillingswindmühlen des Fischerortes.

Auch die Niederlande beklagen Sturmopfer: In der Innenstadt von Amsterdam wurde eine Frau an einer Gracht von einem umstürzenden Baum getroffen.

Zwei Menschen wurden schwer verletzt, nachdem ein Baum auf ihr Auto gefallen war.

Die Behörden der Stadt riefen die Bürger auf, in ihren Wohnungen zu bleiben.

Auf der französischen Insel Belle-Île vor der Westküste Frankreichs stürzte eine Frau wegen einer Sturmböe ins Meer und ertrank.

In Westfrankreich waren 75.000 Haushalte am Montagmorgen ohne Strom.

Der Fährverkehr zwischen dem nordfranzösischen Calais und Dover in Großbritannien wurde unterbrochen.

Im Süden Großbritanniens starben mindestens vier Menschen, zudem galten zwei als vermisst.

In London wurden ein Mann und eine Frau durch eine Gasexplosion in einem Haus getötet.

Eine 17-Jährige schlief in der Grafschaft Kent in einem Wohnwagen, als ein Baum auf ihn fiel und sie tötete.

Ein Mann starb nördlich von London in der Grafschaft Hertfordshire, nachdem ein Baum auf sein Auto gestürzt war.

In London krachte ein Kran auf ein Regierungsgebäude, in dem Vize-Premier Nick Clegg seine monatliche Pressekonferenz abhalten wollte.

Rund 580.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Auf der dänischen Insel Seeland wurde ein Mann von herabfallenden Dachziegeln erschlagen. In Süderjütland wurde eine Frau schwer verletzt, als über ihr ein Dach einstürzte.

Im Großraum Kopenhagen sorgten umgestürzte Bäume für Beeinträchtigungen im regionalen Zugverkehr.

Die dänische Polizei forderte alle Einwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben.

Derweil zieht der erste Herbststurm des Jahres nach Osten ab, ...

... das sorgt für eine leichte Wetterberuhigung in den kommenden Tagen.

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