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Samstag, 10. Dezember 2016

Allein in einem sibirischen Dorf: Michailowkas letzter Bewohner

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Wenn Michail Baburin aus dem Fenster sieht, erwartet er nicht, einen Nachbarn zu beobachten. (Foto: REUTERS)

Wenn Michail Baburin aus dem Fenster sieht, erwartet er nicht, einen Nachbarn zu beobachten.

Wenn Michail Baburin aus dem Fenster sieht, erwartet er nicht, einen Nachbarn zu beobachten.

Der 66-Jährige rechnet überhaupt nicht damit, einem Menschen zu begegnen.

Baburin ist seit zehn Jahren der letzte und einzige Bewohner von Michailowka.

Außer ihm lebt niemand an diesem abgelegen Ort in der russischen Region Krasnojarsk.

Im 19. Jahrhundert hatten Zuwanderer aus der russischen Region Mordowien die Siedlung in Sibirien gegründet.

Heute ist sie beinahe verlassen, wie viele Dörfer in der Gegend.

Die Menschen sind gestorben oder weggezogen, nach Krasnojarsk oder Nowosibirsk, wo es Arbeit gibt.

Baburin war Seemann, arbeitete auf einem Lastkahn und in einer Militäranlage in Krasnojarsk.

Im Jahr 2000 kam er zurück in seinen Geburtsort Michailowka.

Irgendwann war er der einzige Mensch hier.

Der Alltag ist zeitaufwändig und kräftezehrend, Wasser holen ...

... Tiere füttern, ...

... Dinge reparieren.

Was Baburin nicht tut, macht niemand hier.

Nur ein paar Haustiere leben mit ihm hier.

Wobei deren Rolle zwischen Gesellschaft und Nahrungsmittel fließend ist.

Noch kommt Baburin mit dem sibirischen Winter und der Einsamkeit klar.

Aber wenn er eines Tages geht, ist das Ende von Michailowka besiegelt. (sba)

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