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Fragen nach der Sicherheit: Zug-Tragödie bei Magdeburg

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Nach dem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt ist die Identität der Opfer noch immer nicht geklärt. (Foto: dpa)

Nach dem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt ist die Identität der Opfer noch immer nicht geklärt.

Nach dem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt ist die Identität der Opfer noch immer nicht geklärt.

Erst zwei Tote sind zweifelsfrei identifiziert.

Bei dem Unglück auf der Strecke Magdeburg - Halberstadt waren zehn Fahrgäste des Harz-Elbe-Expresses sofort tot.

Von den 23 Verletzten sind viele schwerverletzt, einige schweben immer noch in Lebensgefahr.

Bei Oschersleben waren ein Nahverkehrszug und ein Güterzug ungebremst ineinander gerast.

Der Harz-Elbe-Express (HEX) springt aus den Schienen.

Der mit rund 50 Fahrgästen besetzte Nahverkehrszug prallt auf der eingleisigen Strecke mit Tempo 100 auf den Güterzug, der ihm mit etwa 80 Stundenkilometern entgegenkommt.

Der mehrere hundert Meter lange Güterzug der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter, der Kalk geladen hat, bleibt auf den Schienen.

Der Personenzug aber entgleist kurz vor der Haltestelle Hordorf.

Die Waggons werden zusammengedrückt.

Alle verfügbaren Rettungskräfte der Region sind im Einsatz.

Der Personenzug aus Triebwagen und einem Waggon liegt auf der Seite auf dem schneebedeckten Boden.

Teile des Zuges sind zerfetzt.

Eine Luftrettung ist wegen der schlechten Sicht nicht möglich.

Das Tempo der Züge beim Aufprall ist so groß, dass die Passagiere vorn im Zug sofort tot sind.

Die Unfallstelle liegt im freien Feld. Unter den Toten sind auch der Lokführer und eine Zugbegleiterin.

Das Signal für den Personenzug habe auf Grün gestanden, sagt Sachsen-Anhalts Innen-Staatssekretär Rüdiger Erben.

Allerdings seien daraus keine Rückschlüsse auf eine Schuld oder die Unglücksursache zu ziehen.

Ministerpräsident Wolfgang Böhmer sagt an der Unglücksstelle: "Es muss wahrscheinlich ein Haltesignal überfahren worden sein."

"Derzeit gehen die Ermittlungen in alle Richtungen, sowohl was menschliches Versagen als auch die Technik angeht", erklärt die Bundespolizei.

Die Kriminalpolizei sucht weiter nach Spuren.

Danach beginnen die Aufräumarbeiten.

Die Trümmer des Triebwagens müssen zerlegt werden.

Die Ermittler konzentrieren sich auf die Klärung der Unfallursache.

Der Lokführer Güterzugs überlebt den Frontalaufprall und wird befragt.

Nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks war er zum Zeitpunkt des Unfalls möglicherweise nicht im Führerstand. Dies ist jedoch nicht bestätigt.

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert Konsequenzen aus dem schweren Aufprall.

Dringend notwendig sei die Nachrüstung von Sicherheitssystemen auf allen Strecken, sagt Verbandschef Naumann.

Sicherheitssysteme, die beim Überfahren eines roten Signals eine sofortige Notbremsung auslösen, seien längst nicht auf allen Strecken in Ostdeutschland eingebaut.

Dort müsse jetzt schnell nachgerüstet werden

Im Westen seien die Systeme dagegen Standard.

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