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Terrorakt in London: Angreifer zerstückeln Soldaten

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Die brutale Tötung eines Soldaten erschüttert Großbritannien. (Foto: REUTERS)

Die brutale Tötung eines Soldaten erschüttert Großbritannien.

Die brutale Tötung eines Soldaten erschüttert Großbritannien.

Am hellichten Nachmittag greifen zwei junge Männer den Soldaten nur wenige Meter von einer Kaserne entfernt im Londoner Stadtteil Woolwich an.

Sie attackieren ihn brutal mit einem Fleischerbeil und einem Messer. Der britische Sender ITV veröffentlicht ein Video, das den mutmaßlichen Angreifer zeigen soll. Der Mann hält ein Fleischerbeil und ein Messer in seinen offenbar blutverschmierten Händen.

Der Gefilmte gibt sich in dem Video als Angreifer aus, geht nach der Tat einfach weg. Später geht der Mann zu der Leiche des Soldaten zurück und spricht mit seinem mutmaßlichen Komplizen.

"Auge um Auge, Zahn um Zahn", ruft der Schwarze und fordert zum Sturz der Regierung auf. Er bedauert, dass Frauen die Tat ansehen mussten. "Aber in unserem Land müssen unsere Frauen dasselbe ansehen."

Die mutmaßlichen Täter sollen während des Angriffs auch "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen haben. Das Opfer liegt regelrecht zerstückelt am Boden.

Es bleibt unklar, warum der Gefilmte den Tatort nicht verlässt. Das Video hat offenbar ein Augenzeuge gedreht.

Kurz drauf werden die Männer von der Polizei überwältigt. Einer der mutmaßlichen Täter soll dabei lebensgefährlich verletzt worden sein.

Die Polizei wollte zu dem Video oder seiner Echtheit nichts sagen. ITV war für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Während vor Ort die Ermittlungen anlaufen, ruft Premierminister David Cameron eine Sondersitzung des Nationalen Sicherheitskabinetts ein.

Es gebe "starke Anzeichen", dass es sich um einen terroristischen Anschlag handele, sagt Cameron.

An der Kaserne in Woolwich und an anderen britischen Militäreinrichtungen werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Sollte sich der Terrorverdacht erhärten, wäre es der erste nennenswerte Terrorakt auf britischem Boden, seit 2005 bei Anschlägen auf U-Bahnen und Busse 52 Menschen ums Leben gekommen waren.

Terrorismusexperten hatten unlängst vor Anschlägen radikalisierter Einzelpersonen gewarnt. Solche "einsamen Wölfe" stellten ein großes Risiko dar, selbst wenn sie keine direkten Kontakte zur Al-Kaida hätten.

Zu diesem Kreis werden auch die Attentäter von Boston vom April gezählt, die bei einem Bombenanschlag auf den Stadt-Marathon drei Menschen töteten und mehr als 250 verletzten.

Am Samstag wird in London das Endspiel der Champions League zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ausgetragen. Dazu werden Zehntausende Besucher erwartet.

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