Die stählernen Überreste der Katastrophe ragen wie ein Mahnmal in den Himmel über Bhopal. Riesige Skelette, in denen seit einem Vierteljahrhundert Tanks und Rohrleitungen vor sich hin rosten.Bild 1 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Dazwischen liegen verrotteter Isolierschaum und andere Materialien, von denen man lieber nicht wissen will, um was es sich handelt. Bild 2 von 24 | Foto: picture-alliance/ dpa
In den Anlagen am Rand der 1,5-Millionen-Stadt hatte einst der US-Konzern Union Carbide Pflanzenschutzmittel für Indiens "Grüne Revolution" produzieren lassen.Bild 3 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Und zwar bis zum 3. Dezember 1984.Bild 4 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Schwerer als Luft und getragen von einem Nord-Süd-Wind legte sich das giftige Gas wie ein unsichtbarer Schleier über die schlafende Metropole.Bild 5 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Genaue Opferzahlen gibt es nicht. Die meisten Schätzungen gehen davon aus, dass innerhalb von 72 Stunden etwa 8000 Menschen grausam zu Tode kamen.Bild 6 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Mehr als 15.000 weitere starben an Spätfolgen. Bild 7 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Mindestens 100.000 der insgesamt 500.000 Menschen, die mit dem Gas in Berührung kamen, wurden chronisch krank. Und geben dies bis heute an ihre Kinder weiter.Bild 8 von 24 | Foto: REUTERS
Union Carbide - seit 2001 in Besitz des Chemieriesen Dow Chemicals - behauptet, durch Sabotage sei Wasser in den Tank gelangt, was eine verheerende Kettenreaktion ausgelöst habe. Bild 9 von 24 | Foto: REUTERS
"Wenn es Sabotage war, dann von Seiten des Konzernmanagements", sagt T.R. Chouhan, der einst Ingenieur in der Unglücksfabrik war und sich heute für die Opfer engagiert. (Im Bild: Warren M. Anderson, damals Leiter der Fabrik)Bild 10 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Das Werk habe von Beginn an nicht den üblichen Sicherheitsstandards entsprochen. Bild 11 von 24 | Foto: REUTERS
"Es war eine Katastrophe mit Ansage."Bild 12 von 24 | Foto: picture-alliance/ dpa
Trotz der massiven Vorwürfe betrachtet Union Carbide das "Gasleck" von Bhopal als abgeschlossenes Kapital der Firmengeschichte. Die Opfer erhielten wenige hundert Euro Entschädigung.Bild 13 von 24 | Foto: picture-alliance/ dpa
Dabei leidet die Region bis heute extrem unter den Folgen des Geschehens.Bild 14 von 24 | Foto: REUTERS
Missbildungen bei Kindern ...Bild 15 von 24 | Foto: picture-alliance/ dpa
... und chronische Krankheiten gehören zum Alltag.Bild 16 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Besonders die giftigen Altlasten stellen Anwohner seit Jahren vor neue Probleme. Es stinkt penetrant.Bild 17 von 24 | Foto: REUTERS
Nach der Werksschließung hat das Management riesige Mengen von Chemieabfällen einfach vergraben lassen, die nun Boden und Grundwasser verseuchen. Mehr als 20 wilde Deponien soll es geben.Bild 18 von 24 | Foto: REUTERS
Vor allem in den Vierteln nahe der Fabrik kommen zehnmal mehr Kinder mit Geburtsfehlern auf die Welt als im indischen Durchschnitt. Auch Erwachsene klagen über schwere gesundheitliche Probleme.Bild 19 von 24 | Foto: REUTERS
In der Milch von Kühen, die auf dem Fabrikgelände grasen, sind Chemikalien nachgewiesen worden. Jedes Jahr erinnern die Bewohner deswegen an die Katastrophe. Doch ohne viel Erfolg - die Politik regt sich nicht.Bild 20 von 24 | Foto: REUTERS
Die Regierung des Bundesstaates Madhya Pradesh, dessen Hauptstadt Bhopal ist, will sogar das vergiftete Werksgelände für Besucher öffnen. Bild 21 von 24 | Foto: REUTERS
So sollten in der Bevölkerung "Missverständnisse" über die angebliche Gefahren durch Chemieabfälle ausgeräumt werden, verkündete der zuständige Minister.Bild 22 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
Mit dieser Politik der Verdrängung wolle die Regierung einen Schlussstrich unter die Katastrophe ziehen und sich ihren Verpflichtungen gegenüber den Opfern entziehen, klagen Bürgerrechtler.Bild 23 von 24 | Foto: ASSOCIATED PRESS
"Doch wir werden den Kampf für Gerechtigkeit fortsetzen."Bild 24 von 24 | Foto: REUTERS