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Machtzentrum mit Kino: Das Weiße Haus

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Das Weiße Haus in Washington ist zugleich Amtssitz und Residenz des amerikanischen Präsidenten.

Das Weiße Haus in Washington ist zugleich Amtssitz und Residenz des amerikanischen Präsidenten.

Das Weiße Haus in Washington ist zugleich Amtssitz und Residenz des amerikanischen Präsidenten.

Die offizielle Adresse ist Pennsylvania Avenue 1600.

Die Lage des Hauses wurde von Präsident George Washington und dem Stadtplaner Pierre L'Enfant ausgesucht.

Nach den Vorstellungen Washingtons wurde das Haus von dem aus Irland stammenden Architekten James Hoban entworfen.

Es war eines der ersten Häuser, die in Washington gebaut wurden.

Nach der Grundsteinlegung im Jahr 1792 wurde es nach dem Vorbild eines irischen Herrenhauses im klassizistischen Stil errichtet.

Der zweite Präsident John Adams bezog es erstmals am 1. November 1800.

Mit Ausnahme George Washingtons wohnten alle US-Präsidenten in dem Prachtbau nahe des Potomac.

Das Weiße Haus ist die weltweit einzige Privatresidenz eines Staatsoberhauptes, die vom Volk ohne Eintrittsgebühr besichtigt werden kann.

Jährlich nutzen mehr als eine Million Besucher dieses Angebot. Seit den Anschlägen vom 11. September muss man für eine Besichtigung allerdings eine strenge Sicherheitsüberprüfung durchlaufen.

1814 wurde das Haus im "Krieg von 1812" von britischen Truppen in Brand gesetzt.

Der drei Jahre später bezogene Neubau erhielt einen weißen Verputz.

Davon leitet sich die erst 1902 von Präsident Theodore Roosevelt offiziell für den Präsidentensitz eingeführte Bezeichnung Weißes Haus ab. Bis dahin hieß das Gebäude offiziell "Haus der Exekutive" oder "Präsidentenpalast".

Die malerisch in einem Park gelegene amerikanische Machtzentrale wurde mehrfach erweitert.

Von der Straße ist fast nur das historische Hauptgebäude zu sehen. Die beiden später angefügten Seitentrakte sind kaum zu erkennen.

Im Haupthaus befinden sich die privaten Wohnräume der Präsidentenfamilie, aber auch repräsentative Ballsäle und Empfangsräume.

Im Blue Room empfängt der Präsident hochrangige zivile Gäste und Staatschefs aus aller Welt. Dort finden offizielle Treffen, aber auch informelle Gespräche statt.

Hier entstand auch das offizielle Portrait der First Lady Michelle Obama.

Neben dem Blauen Raum liegen der kleinere Green Room ...

... und der edlere Red Room, in dem Dinner Partys gegeben werden.

Auf dem State Floor befindet sich auch der Dining Room, neben dem Bankettsaal der Ort, wo große Empfänge stattfinden.

Zudem ist vor allem der Westflügel ("West Wing") von Bedeutung.

Der Westflügel wurde bereits unter Präsident Theodore Roosevelt angebaut. Bis dahin waren Privat- und Amtsräume nicht getrennt.

Als Roosevelt aber mit seiner Ehefrau Edith und sechs Kindern einzog, musste das Gebäude familienfreundlicher werden.

So entstand der Westflügel, abgetrennt von den Wohnräumen der Präsidentenfamilie.

Hier liegt bis heute der Arbeitsbereich des Präsidenten, darunter das 1909 eingerichtete ...

... Präsidentenbüro "Oval Office".

In der Amtszeit von George W. Bush wurde der Westflügel umfassend modernisiert.

Der Pressebereich wurde neugestaltet.

Außerdem entstand ein neuer "Situation Room", ein Lagezentrum, das einst Präsident Kennedy einrichtete, um in Krisensituationen alle Informationen an einem Punkt zu bündeln.

Die Bilder, wie US-Präsident Obama, Vize Joe Biden und Außenministerin Hillary Clinton hier den Schlag gegen Osama Bin Laden verfolgten, gingen um die Welt.

Der Ostflügel entstand während des Zweiten Weltkrieges, zunächst hauptsächlich, um den darunter liegenden Bunker zu verbergen.

Inzwischen hat hier die First Lady ihre Arbeitsräume, außerdem betreten Besucher das Weiße Haus durch diesen Flügel.

Im übertragenen Sinn steht das "White House" auch als Bezeichnung für die Exekutive der USA.

Der Komplex ist heute Arbeitsplatz für mehr als 1000 Bedienstete. (Im Bild: Die Küche des Weißen Hauses 1935)

Zu den 132 Räumen in sechs Etagen gehören auch 35 Badezimmer.

Es gibt acht Treppenhäuser und drei Fahrstühle.

Die Küche kann ein Menü für 140 Gäste oder einen Imbiss für mehr als 1000 Menschen bereiten.

Zur Erholung und Freizeitgestaltung bietet das Gelände des Weißen Hauses neben Swimmingpool und Tennisplatz auch eine Jogging-Strecke, ein Kino und eine Bowlingbahn.

Präsident Obama ließ zudem ein bereits vorhandenes Basketballfeld besser ausstatten. (Hier spielt Bill Clinton)

Der Kongress gibt jedem neuen Bewohner des Weißen Hauses ein Budget, das für die Aus- und Umgestaltung der Privat-Räume genutzt werden kann.

Die Säle und Büros im unteren Teil des Haupthauses sind jedoch historisch gestaltet, dienen repräsentativen Zwecken und dürfen allenfalls mit Möbelstücken und Accessoires aus dem Fundus des Weißen Hauses neu bestückt werden.

Unter Präsident Truman wurde das Haus umfassend rekonstruiert. Er lebte solange im Blair-House, dem Gästehaus des Weißen Hauses.

Präsident Clinton ließ den Fitnessbereich komplett neu gestalten. (Im Bild: Der Fitnessraum von 1946)

Michelle Obama rüstete ein Teil der Bäder und Heizungen umweltfreundlich um.

Die Texas-Gemälde der Bush-Ära im Oval Office ersetzte sie durch moderne Kunst

Berühmt wurde der Gemüsegarten, den die First Lady anlegte, um ihrem Engagement für gesunde Ernährung Ausdruck zu verleihen.

Obama beauftragte den berühmten Hollywood-Designer Michael Smith, der vorzugsweise neue und antike Möbel zu einem leichten britischen Stil kombiniert, mit der Umgestaltung der Räume.

Begonnen hatte Smith mit den Kinderzimmern der Töchter Malia und Sasha. Auf der Einkaufsliste dafür standen Möbel von Ikea.

MItterweile dürften daraus Teenager-Zimmer geworden sein.

Die Obamas erhielten 1,6 Millionen Dollar für den Erhalt des historischen Bauwerks.

Einige Räume blieben nahezu unberührt. Beispielsweise das berühmte Lincoln-Schlafzimmer ...

... sowie der "Queen's Bedroom", wo Gäste und Gönner der Familie untergebracht werden.

Mit den Obamas sind zunächst einmal keine Haustiere eingezogen. Doch die meisten US-Präsidenten hatten Haustiere. (Im Bild: Lyndon Johnson mit seinen Beagles Freckles und Kim)

Legendär wurde der Clinton-Kater Socks, der Hillary Clinton sogar auf Außenterminen begleitete.

Und nach einigen Wochen im neuen Haus hatten auch die Obamas ihren "First dog": Bo.

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