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So wollte Rommel die Briten bezwingen: Der Afrikafeldzug von "Hitlers Lieblingsgeneral"

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"Wüstenfuchs", "Hitlers Lieblingsgeneral" oder "Zauberer der Wüste": (Foto: AP)

"Wüstenfuchs", "Hitlers Lieblingsgeneral" oder "Zauberer der Wüste":

"Wüstenfuchs", "Hitlers Lieblingsgeneral" oder "Zauberer der Wüste":

Kein anderer deutscher General im Zweiten Weltkrieg war so populär wie Erwin Rommel, ...

... kein anderer so bekannt und anerkannt auch im Ausland.

Seinen Ruhm verdankt Erwin Rommel besonders dem deutschen Afrika-Feldzug.

Vor genau 75 Jahren, am 12. Februar 1941, wird er zum Befehlshaber der deutschen Truppen dort ernannt - gegen den Willen der Wehrmachtsführung.

Am selben Tag erreicht er Tripolis, wo bereits einen Tag zuvor deutsche Soldaten gelandet waren.

Sie sollen die mit den Deutschen verbündeten Italiener unterstützen, deren Truppen in Libyen kurz vor dem Zusammenbruch stehen.

Rommel scheint der Richtige für diese Aufgabe: ...

... Schon im sogenannten Blitzkrieg gegen die Westmächte 1940 zeichnet er sich dadurch aus, dass er mit seiner "Gespensterdivision" rasante Geländegewinne erzielt.

Auch in Nordafrika, wo seine Truppen zunächst als "Sperrverband" herhalten sollen, wendet er in kürzester Zeit das Blatt.

Mit Panzerattrappen und weiträumigen Formationen irritiert er die Briten und kann rund 800 Kilometer nach Osten vorstoßen.

Seinen Soldaten machen allerdings die klimatischen Bedingungen in der Wüste zu schaffen, an die sie nicht gewöhnt sind: ...

... 50 Grad Celsius am Tag, eisige Temperaturen in der Nacht – der Krieg ist kräftezehrend, der Krankenstand der Soldaten groß.

Auch haben die Deutschen Nachschubprobleme - im Gegensatz zu den Briten, die durch ihre Kolonien weiter versorgt werden können und außerdem mit der Insel Malta über einen großen Luftwaffenstützpunkt im Mittelmeer verfügen.

Am 18. November 1941 beginnen die Briten ihre Gegenoffensive, die Operation Crusader.

Damit beenden sie den deutsch-italienischen Vormarsch, die Deutschen müssen sich auf ihre Ausgangsstellung zurückziehen.

Ein halbes Jahr später ist Rommel noch einmal erfolgreich in der Schlacht um den schmalen Küstenstreifen in Nordafrika: ...

... Am 21. Juni 1942 kapitulieren fünf britische Generäle mit 33.000 Soldaten in der Festung Tobruk.

Der britische Premier Winston Churchill muss eingestehen: "Es war einer der härtesten Schläge im Krieg, an die ich mich erinnern kann."

Hitler befördert Rommel zum Generalfeldmarschall, der "Wüstenfuchs", wie er auch genannt wird, avanciert mehr und mehr zum Mythos.

Doch der Erfolg ist nur von kurzer Dauer. Hitlers Ziele, durch Ägypten und von dort aus nach Vorderasien und Indien vorzudringen, erweisen sich als illusorisch.

Im Sommer 1942 kommen zwei Drittel der Nachschublieferungen für das Afrikakorps nicht an, ...

... britische U-Booten und Flugzeuge schießen die Transportschiffe ab.

Die "deutsch-italienische Panzerarmee" kommt bei El Alamein, rund 120 Kilometer westlich von Alexandria, zum Halt, ...

... Anfang November steht sie dort einer gewaltigen britischen Übermacht entgegen: ...

... der 8. Armee unter Oberbefehlshaber Bernard Montgomery (hier mit seinen Hunden Rommel und Hitler), ...

... die über fast doppelt so viele Panzer, Geschütze und Soldaten verfügt.

In der Nacht zum 2. November attackieren die Briten in einem Großangriff stundenlang deutsche Stellungen, ...

... einen Tag später hat das Afrikakorps gerade mal noch bis zu 35 einsatzfähige Panzer.

Die Lage ist hoffnungslos.

Doch als Rommel seine Truppen zurückziehen will, erreicht ihn der Befehl aus dem Führerhauptquartier: ...

... "In der Lage, in der Sie sich befinden, kann es keinen anderen Gedanken geben als auszuharren, ...

... keinen Schritt zu weichen und jede Waffe und jeden Kämpfer, die noch freigemacht werden können, in die Schlacht zu werfen."

Rommel könne seiner Truppe "keinen anderen Weg zeigen als den zum Siege oder zum Tode."

Es ist wohl der Moment, an dem Rommels Glaube an Hitler als "dem größten Feldherren aller Zeiten" zu bröckeln beginnt.

Erst am nächsten Tag genehmigt Hitler den Rückzug, das Afrikakorps hat in Nordafrika ausgesiegt.

Spätestens eine Woche später ist klar: ...

... Zu gewinnen ist der Krieg in der Wüste nicht.

Mehr als 100.000 britische und US-Soldaten treffen in Algerien und Marokko ein, es gibt eine zweite Front gegen Rommels Truppen.

Anfang März 1943 wird Rommel in die Heimat beordert, wo ihm wenige Tage später die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen werden.

Er selbst, der Held der NS-Propaganda, soll mit der sich abzeichnenden Niederlage nicht in Verbindung gebracht werden.

Diese muss sein Nachfolger, Hans-Jürgen von Arnim, ausbaden.

Er kapituliert am 13. Mai 1943, der deutsche Afrikafeldzug ist beendet.

Die Bilanz: ...

... rund 85.000 Tote, unter ihnen 18.600 Deutsche und 13.700 Italiener.

Fast 250.000 deutsche und italienische Soldaten geraten in Kriegsgefangenschaft.

Hitler hatte eine Rückverschiffung nach Europa verboten.

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