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Die Plagiatoren: Guttenberg, Schavan und Co.

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Neben Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sahen sich in den vergangenen Jahren auch mehrere andere Politiker Plagiatsvorwürfen wegen ihrer Doktorarbeit ausgesetzt. (Foto: dpa)

Neben Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sahen sich in den vergangenen Jahren auch mehrere andere Politiker Plagiatsvorwürfen wegen ihrer Doktorarbeit ausgesetzt.

Neben Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sahen sich in den vergangenen Jahren auch mehrere andere Politiker Plagiatsvorwürfen wegen ihrer Doktorarbeit ausgesetzt.

Einigen wurde sogar der Doktortitel aberkannt.

Der prominenteste Fall ist jener des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit löste den tiefen Sturz des einst beliebtesten deutschen Politikers aus.

Eine Uni-Kommission kam nach dreimonatigen Prüfungen zu dem Schluss, dass Guttenberg vorsätzlich getäuscht hatte. Er hatte dies immer bestritten.

Ende Februar 2011 erkannte die Universität Bayreuth Guttenberg den Doktortitel ab. Kurz darauf trat der CSU-Politiker als Verteidigungsminister zurück.

Der einstige Hoffnungsträger der Union lebt mit seiner Familie mittlerweile in den USA, arbeitet unentgeltlich für die EU-Kommission und schließt bislang ein politisches Comeback in Deutschland aus - wohl auch, weil ihm entgegen anderslautender Gerüchte die Unterstützung seiner Partei fehlt.

Auch für Silvana Koch-Mehrin gilt: schillernd gestartet, dann abgestürzt.

Die FDP-Europaabgeordnete stolperte ebenfalls über Plagiatsvorwürfe.

Im Mai 2011 trat Koch-Mehrin im Zuge der öffentlichen Debatte über ihre Doktorarbeit als Vorsitzende der FDP im Europäischen Parlament und als Vizepräsidentin des Parlaments zurück.

Gut einen Monat später entzog die Universität Heidelberg ihr den Doktortitel. Wie bei Guttenberg hatten auch in ihrem Fall Plagiatsjäger im Internet die Arbeit unter die Lupe genommen.

Die Universität Bonn entzog dem FDP-Europaabgeordneten Jorgo Chatzimarkakis im Juli 2011 den Doktortitel.

Die Prüfer der Hochschule fanden in der Dissertation zahlreiche Passagen aus anderen wissenschaftlichen Arbeiten, die nicht als wörtliche Übernahmen gekennzeichnet waren. Auch gegen den Europapolitiker hatten zuvor Plagiatsjäger Vorwürfe erhoben.

Die Doktorarbeit der Politikprofessorin und FDP-Politikerin Margarita Mathiopoulos stand sogar zweimal auf dem Prüfstand.

Die in den 1980er Jahren vorgelegte Arbeit der Ex-Frau des CDU-Politikers Friedbert Pflüger war schon Anfang der 1990er Jahre in die Kritik geraten. Damals waren zwar handwerkliche Mängel festgestellt worden, die aber nicht zur Aberkennung des Doktortitels führten.

Im April 2012 sah die Uni Bonn ein "wissenschaftliches Fehlverhalten" als nachgewiesen an und entzog ihr den Doktortitel. Mathiopoulos, deren Berufung zur SPD-Sprecherin einst zum Sturz von Willy Brandt als SPD-Chef führte.

Der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) wurde dagegen Ende 2011 vom Plagiatsverdacht entlastet.

Die Uni Potsdam hatte seine Dissertation überprüft, nachdem Vorwürfe aufgekommen waren. Die Hochschule sah dabei zwar viele formale Mängel, aber kein wissenschaftliches Fehlverhalten.

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