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Freitag, 23. Januar 2015

Machtwechsel in Saudi-Arabien: König Abdullah ist gestorben

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Der König von Saudi-Arabien, Abdullah bin Abdul Aziz Al-Saud, ist tot. (Foto: REUTERS)

Der König von Saudi-Arabien, Abdullah bin Abdul Aziz Al-Saud, ist tot.

Der König von Saudi-Arabien, Abdullah bin Abdul Aziz Al-Saud, ist tot.

Er wurde 90 Jahre alt und war damit eines der ältesten Staatsoberhäupter der Welt (hier mit Queen Elizabeth II.).

Abdullah bestieg 2005 den Thron, nach dem Tod seines Bruders, König Fahd.

Seine knapp zehnjährige Amtszeit war zwar vergleichsweise kurz, doch aufgrund des Ölreichtums seines Landes ...

... kommt dem saudischen Herrscherhaus eine wichtige Rolle in der Weltpolitik zu (hier mit dem französischen Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy).

Abdullah traf regelmäßig die mächtigsten Staatsmänner der Welt, gerade in Zeiten, in denen der Nahe Osten wieder Kriegsschauplatz war.

Dabei war er immer ein wichtiger Verbündeter etwa der USA.

US-Präsident Barack Obama lobte ihn denn auch als "aufrichtigen und mutigen" Führer. König Abdullah habe an die Wichtigkeit der US-saudischen Beziehungen als Kraft für Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten und darüber hinaus geglaubt, so Obama.

Die westlichen Staaten drückten dafür ein Auge zu, ...

... angesichts der verheerenden Menschenrechtslage in Saudi-Arabien.

So sind etwa die Rechte von Frauen in dem Land eingeschränkt.

Die Meinungsfreiheit wird bekämpft.

Minderheiten wie etwa die Schiiten werden unterdrückt, was etwa das Verhältnis zum schiitischen Iran (hier mit dem damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad) belastete.

Auch der Arabische Frühling wurde in Saudi-Arabien bereits im Keim erstickt.

Im syrischen Bürgerkrieg stellte sich das Land dagegen auf die Seite der Opposition gegen Staatschef Baschar al-Assad.

Daneben beansprucht Saudi-Arabien aufgrund seiner wirtschaftlichen Macht eine Führungsrolle in der islamischen Welt, etwa gegen Ägypten (hier dessen Ex-Staatschef Hosni Mubarak), ...

... oder gegen die Türkei (hier mit Tayyip Erdogan).

Dabei galt Saudi-Arabien auch unter Abdullah als Zentrum des islamischen Fundamentalismus.

Der Prozess der langsamen Öffnung hin zu mehr Demokratie und Freiheiten, der unter König Fahd begann und unter Abdullah fortgesetzt wurde, ist kaum nennenswert.

Mit dem Tod von Abdullah dürfte sich daran nicht viel ändern.

Abdullahs Nachfolger ist sein 79-jähriger Bruder Salman.

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