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Das Wichtigste zur neuen Champions-League-Saison: Alle jagen die Bayern im Fußball-Eldorado

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73,5 Zentimeter groß, etwa 8,5 Kilogramm schwer: um diesen Silberpott streitet sich Europas Fußball-Elite ab heute wieder. (Foto: imago sportfotodienst)

73,5 Zentimeter groß, etwa 8,5 Kilogramm schwer: um diesen Silberpott streitet sich Europas Fußball-Elite ab heute wieder.

73,5 Zentimeter groß, etwa 8,5 Kilogramm schwer: um diesen Silberpott streitet sich Europas Fußball-Elite ab heute wieder.

In der vergangenen Saison setzten sich die Bayern die Krone auf, was für dieses Jahr bedeutet: die Bayern sind die Gejagten.

Robert Lewandowski und sein BVB, im Mai in Wembley den Bayern noch unterlegen, gehören zu den aussichtsreichsten Herausforderern. Sie alle wissen: Noch nie hat ein Champions-League-Sieger seinen Titel verteidigt.

Über 600 Millionen Euro haben Europas Topvereine von Manchester bis Madrid in neue Stars investiert. Allein 100 Millionen davon in den jungen Mann, der sich hier warmhüpft: Gareth Bale.

Für den spanischen Jungstar Isco machten die Madrilenen immerhin 30 Millionen Euro locker. Insgesamt überwies Real in diesem Sommer rund 172,5 Millionen Euro für neue Spieler.

Auch der Trainer Carlos Ancelotti (in weiß am Spielfeldrand) trainiert nicht gratis. Dafür lastet großer Druck auf ihm, wie er weiß: "Real hat seit 2002 das Finale nicht mehr erreicht. Das ist eine viel zu lange Zeit für einen Klub dieses Formats."

Ebenfalls neu in Spanien, ebenfalls nicht ganz billig: Der Brasilianer Neymar, für den der FC Barcelona 57 Millionen Euro zahlte.

Edinson Cavani war noch teurer, stürmt aber in Frankreich für den Petro-Dollar-gestärkten Meister Paris St. Germain. Die 64 Millionen Euro Ablöse tun den katarischen Vereinseignern jedenfalls nicht weh.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge fürchtet aber vor allem die englischen Klubs: "Die werden Vollgas geben, sie wollen ein großes Comeback feiern", sagte er. Mit Manchester City (hier im Bild 25-Millionen-Neuzugang Jesus Navas) bekommen es die Bayern schon in der Gruppenphase zu tun.

Einen anderen Mitfavoriten trafen die Bayern schon im Supercup-Finale Ende August: José Mourinhos FC Chelsea.

Mourinho hat den Pokal schon zweimal gewonnen - mit Porto und Inter Mailand. Satt ist der Portugiese deswegen noch lange nicht: "Dieser Wettbewerb hat etwas Magisches. Jeder will das Eldorado des Fußballs erreichen."

Ingesamt 32 Teams starten in der Champions League, nur ein einziger Neuling ist dabei: die Austria aus Wien.

Kurios: Austrias Meistertrainer Peter Stöger zog es aber vor, statt Wien in der Königsklasse lieber den 1. FC Köln in der 2. Bundesliga zu trainieren.

Ein "Eldorado" ist die Champions League vor allem dank der satten Prämien der Uefa. Allein für die Teilnahme fließen 8,6 Millionen Euro in die Klubkassen. Zum Vergleich: In der Europa League kann der Sieger maximal 9,5 Millionen Euro einstreichen.

Für einen Sieg gibt es eine Million Euro, für ein Remis 500.000 Euro. Die Achtelfinal-Teilnahme beschert 3,5 Millionen, das Viertelfinale 3,9 Millionen, das Halbfinale 4,9 Millionen Euro.

Im Finale ist dann Zahltag: Der Sieger bekommt 10,5 Millionen Euro, dem Verlierer bleiben 6,5 Millionen Euro. Zu den Prämien kommen noch Erlöse aus den TV-Rechten und dem Ticketverkauf.

Das deutsche Quartett kann mit mindestens 20 Millionen Euro Einnahmen kalkulieren. Schalke 04 und Horst Heldt investierten die Hälfte gleich mal in Kevin-Prince Boateng.

Doch es geht nicht nur um Geld - sondern auch um Ruhm. Der ist Lionel Messi sicher, unter anderem weil er so viele Tore in der Champions League geschossen hat wie kein anderer aktiver Spieler. 59 Mal jubelte er in der Königsklasse.

Den Pokal gewann Messi bereits dreimal - 2006, 2009 und 2011, natürlich immer mit dem FC Barcelona.

Der Größte ist Messi trotzdem nicht. Diese Ehre gebührt in der Saison 2013/14 Fraser Foster. Der Torwart von Celtic Glasgow ist 2,03 Meter groß.

Der kleinste Spieler ist übrigens nicht Mathieu Valbuena (r.), der mit Olympique Marseille in der Vorrunde auf Borussia Dortmund trifft.

Lorenzo Insigne ist mit 1,63 Meter noch 4 Zentimeter kleiner. Da er für den SSC Neapel spielt, hat der BVB also doch noch ein Gruppenphasen-Rendezvous mit dem Zwerg der Königsklasse.

Ein Rendezvous mit Rot winkt Sturmdiva Zlatan Ibrahimovic von Paris St. Germain. Schon dreimal musste der Schwede in der Königsklasse vom Platz - so oft wie sonst nur Didier Drogba (Galatasaray) und Philip Mexes (AC Mailand). Unerreicht sind die sechs Klubs, mit denen Ibrahimovic in der Champions League spielte.

Rekordspieler ist der Waliser Musterprofi Ryan Giggs. Der 39-Jährige kommt auf 134 Einsätze, die er alle für Manchester United absolvierte.

Deutscher Rekordmann ist Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern. Mit 75 Spielen führt er knapp vor Philipp Lahm (73). Für beide könnten maximal 13 Spiele dazukommen, ...

... wenn die Münchner als erste Mannschaft der Champions-League-Geschichte zum dritten Mal in Folge das Finale erreichen.

Das findet am 24. Mai 2014 vor 65.275 Zuschauern im Estadio da Luz in Lissabon statt.

Damit ist die Benfica-Arena zum zweiten Mal Finalort in der Königsklasse. Das erste Endspiel 1967 gewann Celtic Glasgow mit 2:1 gegen Inter Mailand.

Eine Neuauflage ist jedoch ausgeschlossen. Inter beteiligt sich nach dem Finalsieg 2010 gegen die Bayern in dieser Saison nicht an der Hatz auf den Titelverteidiger.

Es wird auch so schwer genug für Thomas Müller und Co.

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