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Danke, Anke: 12 Punkte für "la Engelke"

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Auch wenn es für Lena am Ende nicht gereicht hat - Deutschland hat doch eine Siegerin beim Eurovision Song Contest (ESC). (Foto: picture alliance / dpa)

Auch wenn es für Lena am Ende nicht gereicht hat - Deutschland hat doch eine Siegerin beim Eurovision Song Contest (ESC).

Auch wenn es für Lena am Ende nicht gereicht hat - Deutschland hat doch eine Siegerin beim Eurovision Song Contest (ESC).

Anke Engelke hat sich in die Herzen der ESC-Fangemeinde moderiert.

Mit Witz, Charme und vor allem beeindruckender Sprachgewandtheit ...

... verkörperte die zu dem Zeitpunkt 45-Jährige das Wettbewerbsmotto "Feel your heart beat".

"Könnten wir 12 Punkte vergeben, Anke, die wären für dich", schwärmte die Jury in Österreich, ....

... und der türkische Juror fand sie einfach nur "wunderschön".

Vor dem ESC-Finale beschäftigten eigentlich nur zwei Fragen die langjährigen Grand-Prix-Fans in Deutschland.

Zunächst die Frage, wie Lena abschneidet.

Und gleich danach die Frage, wie die ARD den Wettbewerb präsentieren wird.

Manche Befürchtungen einer eher peinlichen Show gab es da - dies nicht zuletzt nach den Erfahrungen von 1983, als Deutschland das bisher letzte Mal Gastgeber war.

Damals wurde zwar auch ein beeindruckender technischer Aufwand betrieben. Aber in Erinnerung blieb vor allem, wie Marlene Charell zwar perfekt dreisprachig moderierte, ...

... aber sich als Einzelkämpferin irgendwann in Dauerplauderei verhedderte.

Das diesjährige Moderationskonzept war der genaue Gegenentwurf zu damals.

Stefan Raab, Judith Rakers und eben Engelke sollten sich in ihren Stärken ergänzen, was im Finale aufging: ...

... Da konnte Raab als Musiker glänzen, ...

... die blonde Rakers mit ihrer gewissen Grace-Kelly-Kühle die Teilnehmer Backstage präsentieren ...

... und Engelke den charmanten ...

... und schlagfertigen Part übernehmen.

Dass genau dies ihre Stärken sind, ...

... hat die am 21. Dezember 1965 geborene Engelke schon seit Kindertagen immer wieder gezeigt.

Geboren in Montréal, verbrachte Engelke ihre ersten fünf Lebensjahre in Kanada.

Ihre Eltern - ein Lufthansa-Manager und eine Fremdsprachenkorrespondentin - ...

... zogen ihre Kinder auch nach dem Umzug nach Rösrath bei Köln dreisprachig auf.

Über den Chor ihrer Schule kam die kleine Anke ins Fernsehen, weil der Chor Schlagersänger Heino in einer Serie begleitete.

Als ihr Chor dann auch Udo Jürgens begleitete, wurde die Elfjährige vom Sender Radio Luxemburg entdeckt.

Als Teenager startete Engelke ihre Laufbahn als Fernsehmoderatorin: Sie moderierte für das ZDF auf der Funkausstellung sowie das Ferienprogramm und die Kinder-Sportsendung "Pfiff".

Das Naturtalent sattelte als junge Frau nach einem abgebrochenen Studium auf diese Erfahrungen noch eine Ausbildung zur Redakteurin ...

... und arbeitete dann lange beim Rundfunksender SWF ...

... als Moderatorin einer Reihe beliebter Radio-Shows.

Zum Comedy-Star wurde Engelke Mitte der 90er Jahre bei Sat1.

Zuerst in der "Wochenshow", ...

... dann bis heute als "Ladykracher".

Dazwischen machte sie immer wieder etwas anderes, ...

... war Synchronsprecherin im Disney-Film "Findet Nemo" ...

... und verleiht in der Zeichentrickserie "Die Simpsons" Barts Mutter Marge die nötige Schnoddrigkeit .

Nur eine große Pleite trübt diese Erfolgskarriere: ...

... Als Nachfolgerin von Harald Schmidt konnte sie sich als Late-Night-Talkerin nicht durchsetzen, ...

... die Sendung wurde wegen zu geringer Einschaltquoten eingestellt.

Doch diese Schmach ist lange vergessen, ...

... nun hat sich Engelke mit dem ESC wieder für neue, ...

... größere Aufgaben qualifiziert.

Ob ihre drei Kinder wohl Mama dabei zuschauen durften?

Engelke hat eine Tochter aus ihrer ersten Ehe ...

... und zwei Söhne aus ihrer zweiten Ehe.

So paradox es klingt - die als Kind zum Fernsehstar gewordene Engelke mag die Glotze nicht wirklich.

"Ich bin kein großer Fernsehfreund ...

... und halte das Fernsehen oft für überschätzt, fast schon bedrohlich", sagte sie in einem Interview.

In Düsseldorf allerdings war von Bedrohlichkeit nichts zu spüren: ...

... Auch dank Engelke war der ESC ausgesprochen gute Unterhaltung.

Es ist eben ganz einfach so, ...

... dass Anke Engelke jede ...

... Rolle zuzutrauen ist.

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