So gelb, so frech, so kultig: Die Simpsons sind 20
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Sie sind die erfolgreichste Zeichentrickfamilie der Welt. Seit 1989, seit 20 Jahren, laufen "Die Simpsons" als Fernsehserie in den USA. Und mittlerweile gibt es sie sogar als Briefmarken.Bild 1 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSDabei sind sie alles andere als ein Vorbild. Vater Homer lässt sich am liebsten vor dem Fernseher volllaufen.Bild 2 von 28 | Foto: picture-alliance/ dpaMutter Marge versucht nicht nur ihre Turmfrisur, sondern auch Mann und Kinder unter Kontrolle zu behalten.Bild 3 von 28 | Foto: picture-alliance/ dpaDer zehnjährige Bart ist ein frecher Rotzlöffel und strapaziert vor allem die Nerven seiner achtjährigen Schwester Lisa.Bild 4 von 28 | Foto: picture-alliance/ dpaLisa (hier mit ihrer amerikanischen Synchronstimme Yeardley Smith) weiß fast alles – zumindest alles besser als der große Rest der Familie.Bild 5 von 28 | Foto: REUTERSJüngstes Familienmitglied ist Baby Maggie. Wie alle Simpsons ist auch sie in all den Jahren um keinen Tag gealtert.Bild 6 von 28 Am 17. Dezember 1989 läuft die erste Folge im US-Sender Fox zur besten Sendezeit – und damit erstmals eine Zeichentrickserie für Erwachsene im Abendprogramm. Seither sind fast 450 Folgen produziert worden – und ein ganzer Kinofilm.Bild 7 von 28 | Foto: picture-alliance/ dpaErfinder und bis heute Chefautor der Simpsons ist Matt Groening – Mitte der achtziger Jahre noch ein arbeitsloser Comiczeichner und Gelegenheitschauffeur. Er entwickelt die gelben Zeichentrickfiguren mit den Glubschaugen und nur vier Fingern zunächst als Pausenfüller für eine erfolgreiche Fernsehshow.Bild 8 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSDie Namen der Figuren entnimmt er direkt seiner eigenen Familie. Margaret und Homer heißen Groenings Eltern. Lisa und Maggie sind seine Schwestern. Wohnort der Simpsons ist Springfield - der häufigste Ortsname in den USA.Bild 9 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSAuch kleine Details im Vorspann haben einen realen Hintergrund. Beim Einkaufen wird Baby Maggie an der Kasse gescannt. Als Preis erscheint jedes Mal 847,63 Dollar – laut Groening waren das 1989 die Durchschnittskosten pro Monat für ein Baby in den USA.Bild 10 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESS"Unterhalten und untergraben, das ist mein Motto", sagt Groening. Nach diesem Grundsatz nehmen die Macher der Serie alles und jeden aufs Korn. Politiker sind korrupt, Lehrer faule Säcke und der Chef des Atomkraftwerks ein fieser Kapitalist.Bild 11 von 28 | Foto: picture-alliance/ dpaSelbst ihr eigener Sender ist den Zeichnern nicht heilig. Im Vorspann versammelt sich die Familie immer auf dem Sofa vor dem Fernseher. In Anspielung auf die stockkonservative Haltung von Fox sieht man in einer Folge einen Nachrichtenticker und die Meldungen: "Studie: 92 Prozent aller Demokraten sind schwul" und "Streitthema: Verursachen Demokraten Krebs?"Bild 12 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSTrotz oder auch wegen des Anarchohumors wurde die Serie mit Preisen überschüttet: 24 Emmys, 26 Annie-Awards für Animationsfilme. Und im Jahr 2000 erhalten die Simpsons einen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood.Bild 13 von 28 Mittlerweile läuft die Serie in 90 Ländern der Welt – in Deutschland seit 1991. Deutsche Sprecherin von Marge Simpson ist Anke Engelke. Sohn Bart wird übrigens sowohl in den USA als auch in Deutschland von Frauen gesprochen.Bild 14 von 28 | Foto: picture-alliance/ dpaSeit kurzem gibt es auch eine arabische Version der Simpsons mit dem Titel : "Al Shamshoon" – allerdings mit kleinen Änderungen. So gibt es dort wegen des Alkoholverbots in islamischen Ländern kein Duffbier und auch Moes Taverne taucht nicht auf – anders als in Mexiko, wo Fans in der Stadt Guadalajara einen Nachbau eröffnet haben.Bild 15 von 28 | Foto: REUTERSIn Australien hat eine Brauerei mal echtes Duffbier angeboten, bis es ein Gericht untersagt hat. Danach wurden die Büchsen zu begehrten Sammlerstücken.Bild 16 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSRund eine Million US-Dollar kostet die Herstellung einer Folge. Mehr als 2,5 Milliarden Dollar soll der Sender Fox seit dem Start der Simpsons mit der Anarcho-Familie verdient haben. Hinzu kommen die Einnahmen aus dem Kinofilm von 2007 – nochmals 527 Millionen Dollar. Der Film wurde fast vollständig in Südkorea gezeichnet.Bild 17 von 28 | Foto: REUTERSWeltweit gibt es unzählige Fanclubs und eine schier unüberschaubare Flut von Fan-Artikeln von T-Shirts über Kaugummis bis hin zu Nudeln. In den Universal Studios in Hollywood hat sogar Barts Lieblingsfernsehstar Krusty einen eigenen Themenpark.Bild 18 von 28 | Foto: REUTERSDie US-amerikanische Fluglinie "Western Pacific" hat ein ganzes Flugzeug mit Simpsonsfiguren bemalen lassen.Bild 19 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSAuch andere Firmen nutzen Homer und seine Familie gern als Werbeträger.Bild 20 von 28 | Foto: APIn Henderson im US-Bundesstaat Nevada steht ein Haus, das originalgetreu dem Anwesen der Simpsons in Springfield nachempfunden wurde – und zwar nicht nur von außen.Bild 21 von 28 Die Bewohner schlafen auch in einem genauso bunten Zimmer wie Marge und Homer.Bild 22 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSDie Fans nehmen einfach eine Menge auf sich, lassen sich Homer auf den Rücken tätowieren...Bild 23 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESS... oder quälen sich mit Marges Frisur herum.Bild 24 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSManche lernen auch alle Berufe auswendig, die Homer im Laufe der Serie bereits ausgeübt hat: Neben Bürgermeister, Clown und Lehrer war er schon Einschienbahnfahrer, Kanonenball-Zielscheibe und Windmühlendreher.Bild 25 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSMeistens ist er aber Sicherheitsinspektor in Sektor 7G des Atomkraftwerks von Springfield und verschlingt dort jede Menge Donuts. (Auf dem Bild mit seinem amerikanischen Sprecher Dan Castellaneta)Bild 26 von 28 Übrigens kann man auch versuchen, mit dem Simpsons persönlich Kontakt aufzunehmen. In einer Folge verraten sie ihre Telefonnummer: 939-555-0113.Bild 27 von 28 | Foto: ASSOCIATED PRESSUnd als Homer einen Detektiv auf Lisa ansetzt, kann man kurz seine Emailadresse sehen: chunkylover53@aol.com (Text: Friedbert Baer)Bild 28 von 28 | Foto: picture-alliance/ dpa