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Prollig, peinlich, pornosüchtig: Die Skandale des Charlie Sheen

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O.k., o.k., eines muss man wirklich zugeben: "Two and a Half Men" ... (Foto: ASSOCIATED PRESS)

O.k., o.k., eines muss man wirklich zugeben: "Two and a Half Men" ...

O.k., o.k., eines muss man wirklich zugeben: "Two and a Half Men" ...

... ist echt lustig. Und Charlie Sheen ...

... scheint mit seiner Verkörperung des Charlie Harper darin seine Paraderolle gefunden zu haben. Mittlerweile wurden ...

... bereits acht Staffeln der 2003 gestarteten Erfolgsserie produziert. Eine neunte ist in der Mache. Dabei ...

... kassiert Sheen eine Gage von rund 900.000 Dollar - pro Episode, versteht sich. Sei's drum, ...

... den Zuschauern gefällt's, und so wurden das Format allgemein ...

... und Sheen speziell in den vergangenen Jahren auch mit Preisen überschüttet. Und auch sonst hat der am 3. September 1965 eigentlich als Carlos Irwin Estévez geborene Sohn ...

... von Hollywood-Legende Martin Sheen ...

... und Bruder von Schauspielkollege Emilio Estévez zweifellos seine Verdienste um das Filmgeschäft.

Nachdem ihn zunächst sein Vater (l.) noch im Kindesalter vor die Kamera gezogen hatte, ...

... startete Charlie Sheen in den achtziger Jahren als Schauspieler selbst durch. Seine erste große Kinorolle absolvierte er dabei - unter anderem an der Seite von Patrick Swayzee (l) - 1984 gleich mal in einem Skandalfilm: "Die Rote Flut" (Red Dawn) ist so plump antikommunistisch, dass der Streifen bis 2001 in Deutschland indiziert war. Nach ...

... einigen Nebenrollen, etwa in dem Teeniefilm-Klassiker "Ferris macht blau" (im Bild: Hauptdarsteller Matthew Broderick), ...

... schaffte Charlie Sheen mit Hilfe von Starregisseur Oliver Stone bald darauf endgültig den Durchbruch. So spielte er als Soldat Chris Taylor nicht nur in Stones preisgekröntem Antikriegsdrama "Platoon" eine tragende Rolle, ...

... sondern auch in dem 1987 von dem Regisseur inszenierten "Wall Street", in dem er als Bud Fox den Gegenspieler von Gordon Gekko alias Michael Douglas (r) mimte.

Zahlreiche weitere Kinofilme folgten (im Bild: "Die Verschwörung im Schatten" von 1997 mit Donald Sutherland), darunter jedoch keiner mehr mit einem vergleichbaren Kultstatus wie "Platoon" oder "Wall Street". So konzentrierte sich Sheen ab 2000 ...

... vor allem auf seine TV-Karriere. Ehe es mit "Two and a Half Men" los ging, trat er dabei zunächst in der Serie "Chaos City" (im Original: "Spin City") in die Fußstapfen von Michael J. Fox (r), der sich wegen seiner Parkinson-Erkrankung weitgehend aus Film und Fernsehen zurückziehen musste.

Soweit, so prima - hätte sich der schon 1994 mit einem Stern auf dem "Walk of Fame" geehrte Schauspieler ...

... in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht all die peinlichen Possen abseits des Filmsets geleistet. Manch einer mutmaßt, ...

... dass er sich an Douglas ein Vorbild nahm, der zu "Wall Street"-Zeiten ebenfalls noch für einen nur allzu ausschweifenden Lebensstil bekannt war. Doch während der inzwischen krebskranke Douglas ...

... längst zum brav-biederen Ehemann mutiert ist, ...

... lässt Sheen weiterhin so gut wie keine Blamage, kein Fettnäpfchen und keinen Skandal aus. Darunter zu leiden ...

... hatten vor allem immer seine Freundinnen und Ehefrauen, so etwa Kelly Preston, mit der der Schauspieler 1990 für rund ein Jahr liiert war. Nachdem er ihr im Streit angeblich "aus Versehen" mit einem Revolver in den Arm geschossen hatte, ...

... entschied sich Preston dann doch lieber dafür, ihm den Laufpass zu geben. Wenig später kam sie mit John Travolta zusammen, mit dem sie bis heute verheiratet ist.

Als Mitte der 90er Jahre der als "Hollywood Madam" bekannten Heidi Fleiss der Prozess gemacht wurde, wurde Sheen als Zeuge vernommen. Dabei räumte er ein, knapp dreißig mal Frauen bei der Callgirlring-Chefin "bestellt" und für deren Dienste rund 50.000 Dollar berappt zu haben.

Ganz nebenbei: Sheen hat nach eigenem Bekunden bereits mit mehr als 5.500 Frauen geschlafen. Doch trösten sie sich: Trotzdem besteht und bestand sein Leben bei weitem nicht nur aus Höhepunkten. Eine frühe Beziehung ...

... in den achtziger Jahren, aus der eine Tochter hervorging, ging ebenso in die Brüche wie seine erste Ehe mit Donna Peel (im Bild). Das Model hielt es gerade einmal 14 Monate an seiner Seite aus. Wenig später ...

... musste sich Sheen erstmals wegen Gewalttätigkeit gegenüber einer Frau vor Gericht verantworten. Er hatte ...

... seine damalige Freundin Brittany Ashland (l) im Streit bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt. Dennoch ...

... kam er am Ende glimpflich davon - mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe, 300 Sozialstunden und 2.700 Dollar Geldbuße. Zugleich ...

... wurden zu dieser Zeit erstmals Sheens Alkohol- und Kokainprobleme öffentlich. Nachdem er im Mai 1998 beinahe an einer Überdosis gestorben wäre, ...

... wurde er in eine Klinik eingeliefert, die er jedoch bereits nach einem Tag wieder verließ. Gleichwohl begann er nun damit, sich Entziehungskuren zu stellen, was ihn ...

... aber natürlich nicht davon abhielt, zahlreiche Affären einzugehen - unter anderem mit zwei Pornodarstellerinnen (vermutlich nicht im Bild). Trotzdem folgte 2002 ...

... seine Ehe Nummer zwei mit Schauspielerin Denise Richards, ...

... mit der er auch schon mal gemeinsam vor der Kamera stand. Fünf Jahre hielt diese Verbindung, ...

... aus der zwei gemeinsame Töchter hervorgingen. Doch noch während der zweiten Schwangerschaft von Richards ...

... ging die Ehe in die Brüche und es wurde zwischen dem einst so glücklich scheinenden Paar in jeder Hinsicht schmutzig. Nicht nur, dass sich die beiden einen erbitterten Gerichtsstreit um die Scheidung und das Sorgerecht für die Kinder lieferten, ...

... Richards machte ihrem Verflossenen auch schwere Vorwürfe: Sheen habe seine Drogenabhängigkeit nicht im Griff, werde schon mal handgreiflich und verbringe wegen seiner Sexsucht oftmals Stunden damit, im Internet auf Pornoseiten zu surfen.

Mit ihren Schilderungen erreichte Richards, dass der Schauspieler mindestens 100 Meter Abstand von ihr halten muss und seine Kinder auch nur unter Aufsicht besuchen darf.

Noch bevor Sheen mit der rund zwölf Jahre jüngeren Brooke Mueller - ebenfalls Schauspielerin - zum dritten Mal den "Bund fürs Leben" einging, ...

... sorgte er 2006 ausnahmsweise mal auf eine ganz andere Art und Weise für Zoff: In einer Radioshow äußerte er Zweifel an der offiziellen Darstellung der Terroranschläge vom 11. September 2001 und provozierte damit heftige Proteste.

Die dritte Ehe bescherte Sheen die Kinder vier und fünf - im März 2009 brachte Brooke Mueller Zwillingssöhne zur Welt.

Doch - wer hätte es gedacht - nur wenig später war auch diese Beziehung zerbrochen. Und, oh Wunder, ...

... sie endete mit einem Eklat: An Weihnachten 2009 wurde Charlie Sheen festgenommen. Der Grund: Er soll ...

... Mueller mit einem Messer bedroht haben, als diese ihm offenbarte, dass sie sich scheiden lassen will. Wieder einmal ...

... musste sich Sheen vor Gericht verantworten. Und wieder einmal kam er, weil seine Noch-Frau ihm verziehen hat, glimpflich davon. Statt in den Knast zu gehen, musste sich der Schauspieler lediglich zu einer 30-tägigen Entziehungskur und zur Teilnahme an einem Anti-Aggressions-Training verpflichten.

Dass dies gefruchtet hat und Sheen wirklich lernfähig ist, darf nach seinem jüngsten Aussetzer, bei dem er nackt in einem Hotel randalierte, wohl bezweifelt werden. Oder ...

... glaubt wirklich irgendjemand, dass eine "unerwünschte Arzneimittelwirkung" daran schuld war? Längst hat Sheen den Bogen überspannt. Vielleicht auch deshalb ...

... entwendeten Unbekannte vor wenigen Monaten binnen kürzester Zeit zweimal hintereinander sein Auto ...

... und fuhren es zu Schrott. Trotzdem tut der Schauspieler ...

... nach außen hin immer noch so, als habe er alles im Griff.

Wie lange das wohl noch gut geht?

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