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Live long and prosper: Kirk und Spock im Doppelpack

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Ja, schon klar, eine Bilderserie über Seven Of Nine alias Jeri Ryan wäre auch schön. Aber ...

Ja, schon klar, eine Bilderserie über Seven Of Nine alias Jeri Ryan wäre auch schön. Aber ...

Ja, schon klar, eine Bilderserie über Seven Of Nine alias Jeri Ryan wäre auch schön. Aber ...

... wir müssen Sie leider enttäuschen: Ryan hat erst wieder im Februar 2012 Geburtstag (und wird dann sage und schreibe auch schon 44). Daher ...

... spitzen Sie jetzt mal die Ohren, denn ...

... wir fragen Sie: Erkennen Sie ihn hier? Bestimmt, oder? Und wie ...

... sieht es mit ihm aus? Das ist ja wohl leicht, ...

... zumal, wenn man den Hut wegnimmt. Packen wir ...

... jetzt noch beide gemeinsam auf ein Foto, dann - täterätä - haben wir ...

... es zusammen, das interstellare Dreamteam von gestern, heute und für alle Zeiten: Captain James Tiberius Kirk und Commander Spock, ...

... im wahren Leben auch als William Shatner (Kirk, r.) und Leonard Nimoy (Spock) bekannt. Seite an Seite ...

... und natürlich mit der Unterstützung ihrer Crew ...

... drangen sie an Bord des Raumschiffs Enterprise in Galaxien vor, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat. Und das, ...

... ob Sie es glauben oder nicht, schon in den 60er Jahren! O.k., ...

... ein paar Dummies werden den Unterschied zwischen Star Trek und Star Wars wohl nie begreifen, ...

... aber alle anderen wissen natürlich, dass hier nur eine Science-Fiction-Reihe gemeint sein kann. Eine, ...

... die in Form diverser Epigonen von Kirk, Spock und Co ...

... noch Jahrzehnte über die Bildschirme flimmern ...

... und dabei sogar die gängigen Klischees von Kommandostrukturen revolutionieren sollte. Eine, ...

... deren kulturelle Bedeutung längst ...

... allgemein Anerkennung gefunden hat. Und eine, ...

... die weltweit mehr ...

... oder weniger bekannte Scharen von Fans hat und deren Absetzung im Jahr 2005 ...

... gar zu Demonstrationen führte. Danach sollte ein Raumschiff namens Enterprise bislang nur noch einmal ...

... zu einer Mission ins All aufbrechen - im schlicht "Star Trek" genannten Kinofilm von 2009. Bezeichnenderweise geht die Handlung des Streifens zurück an die Anfänge der Originalserie - mit Chris Pine als Captain Kirk (l.) und Zachary Quinto als Commander Spock.

Der "echte" Kirk ...

... und der "echte" Spock ...

... dürften sich diese Entwicklungen ganz entspannt anschauen. Sie sind nicht nur in der Serie, sondern längst auch in der Realität zu dicken Freunden geworden.

Und so ist sicher nicht auszuschließen, dass sie auch gemeinsam ihre Geburtstage feiern werden. Nur mit ein paar Tagen Abstand werden beide 80 Jahre alt, ...

... William Shatner am 22. März 2011 ...

... und Leonard Nimoy am 26. März 2011. Inzwischen haben sie beide ...

... definitiv ihren Frieden mit "Star Trek" gemacht - doch das war nicht immer so. Insbesondere ...

... Nimoy haderte einige Zeit mit der Identifikation seiner Person mit dem Seriencharakter. 1977 schrieb er eine Autobiographie mit dem Titel "I am not Spock".

Schließlich hatte der im US-amerikanischen Boston geborene Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine seine Schauspielkarriere schon im Teenager-Alter begonnen und bis zu seiner Rolle in "Star Trek" bereits in zahlreichen TV-Serien wie etwa "Bonanza" mitgewirkt.

Und: Ursprünglich schlüpfte Nimoy für gerade mal drei Jahre in die Rolle des Spock. Denn auch wenn es heute fast undenkbar scheint - tatsächlich wurde die Serie 1969 nach nur drei Staffeln wegen Erfolglosigkeit eingestellt.

Erst in den 70er Jahren wurde "Star Trek" dank zahlreicher Wiederholungen im Fernsehen zum Kult, ...

... so dass das Format 1979 Wiederauferstehung feierte - mit dem ersten "Star Trek"-Kinofilm. Von da an sollte Nimoy noch diverse weitere Male den "Vulkanier" mimen - auch im bisher letzten Film von 2009 verkörpert er den gealterten Spock.

Und auch sonst lief für den Schauspieler eigentlich alles rund. Jedenfalls blieb er nicht auf seine berühmteste Rolle beschränkt, sondern absolvierte nebenher zahlreiche weitere TV-Auftritte, etwa als "Marco Polo" (im Bild) und in Serien wie "Columbo", "Fringe" ...

... oder "T.J. Hooker" - wiedervereint mit William Shatner.

Dennoch wurde ihm wohl nach und nach bewusst, dass er seinen 1985 eingeweihten Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood vor allem einem zu verdanken hat: "Star Trek"-Erfinder Gene Roddenberry (r.).

1995 veröffentlichte Nimoy eine zweite Autobiographie, diesmal mit dem Titel "I am Spock". Darin beschreibt er unter anderem, wie der Seriencharakter ihn schließlich doch auch privat geprägt hat.

Was wohl seine Ehefrauen darüber denken? Zweimal hat Nimoy geheiratet. Zunächst 1954 Sandra Zober, mit der er zwei Kinder hat. Nach der Trennung 1987 ...

... gab er im folgenden Jahr Susan Bay das Ja-Wort, mit der er bis heute verheiratet ist.

Wenn William Shatner und seine vierte Ehefrau Elizabeth Martin auf einen Geburtstags-Plausch vorbeischauen sollten, ergäbe das also eine ganz passable Bridge-Runde. Angestoßen wird aber vermutlich ...

... nur mit Saft statt mit Alkohol. Nimoy gestand vor einigen Jahren, in seiner "Star Trek"-Zeit zum Alkoholiker geworden und in einer Entzugsklinik gelandet zu sein.

Shatner indes verlor 1999 auf Grund von Alkoholismus seine dritte Ehefrau.

Sie war, allein zu Hause in der gemeinsamen Villa in Los Angeles, betrunken und mit Valium im Blut in den Pool gefallen und ertrunken.

Der Schauspieler offenbarte daraufhin, dass er mit Hilfe Nimoys und dessen Erfahrung mit der Krankheit versucht hatte, seine Frau vom Alkohol wegzubringen. Vergebens. Die Ermittlungen zum Tod der 40-Jährigen kamen zu dem Ergebnis, dass es sich um einen Unfall handelte. Es dürfte die bitterste Stunde im Leben Shatners gewesen sein, ...

... das sonst jedoch viele Glanzpunkte aufweist.

Wie Nimoy ist Shatner Sohn jüdischer Immigranten aus der Ukraine. Allerdings wurde er nicht in den USA, sondern im kanadischen Montréal geboren, wo er auch aufwuchs. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er Anfang der 50er Jahre in seinem Heimatland als klassischer Shakespeare-Darsteller, ...

... ehe er 1956 nach New York zog. Hier fasste er alsbald sowohl am Broadway Fuß ...

... als auch bei Film und Fernsehen.

Als er 1966 die Rolle als "Captain Kirk" bekam, ahnte er wohl nicht, was darauf folgen würde - im Guten wie im Schlechten. Nach dem scheinbaren Flop von "Star Trek" und der Absetzung der Serie 1969 tat sich Shatner zunächst schwer, neue Engagements zu finden und Geld zu verdienen. Zeitweise lebte er sogar in einem Campingmobil.

Umso glücklicher war für ihn natürlich die Fügung, dass die Serie in den 70er Jahren eine ungeahnte Renaissance erlebte. Mit den Dreharbeiten zum ersten "Star Trek"-Kinofilm ...

... kehrte Shatner ins Rampenlicht zurück und schaffte es endgültig, sich als Schauspieler zu etablieren.

Als Titelheld der Serie "T.J. Hooker" bekam er 1982 eine Hauptrolle, ...

... die ihn - trotz der parallel weiter laufenden "Star Trek"-Verfilmungen - in einem ganz anderen als dem Science-Fiction-Genre zeigte.

Doch anders als Nimoy scheint William Shatner nie Probleme mit seiner Verknüpfung mit "Star Trek" gehabt zu haben. Im Gegenteil: Der Kanadier ...

... schrieb sogar selbst Science-Fiction-Bücher, die später auch verfilmt wurden, verfasste mehrere "Star Trek"-Romane und legte eine im Kern auf seine Zeit als "Captain Kirk" ausgelegte Autobiographie vor. Ohnehin ...

... war und ist Shatner mehr als nur Schauspieler. Schon in den 60er Jahren - auch das hat er mit Nimoy gemeinsam - versuchte er sich mehr schlecht als recht als Musiker. Sein bislang letztes, 2004 erschienenes Album "Has Been" indes wurde vielfach gelobt. Auf diesem arbeitete er unter anderem mit Ben Folds, Joe Jackson und Henry Rollins zusammen.

Aber natürlich blieb die Schauspielerei stets Shatners Hauptbeschäftigung - bis heute. Von 2004 bis 2008 wirkte er etwa in der Justizserie "Boston Legal" mit, ...

... seit 2010 steht er für die Sitcom "$#*! My Dad Says" (ausgesprochen "Bleep My Dad Says") vor der Kamera.

Privat ist Shatner, der aus seiner ersten Ehe drei Töchter hat, ein Pferdenarr, der selbst züchtet ...

... und sein Interesse auch in den Dienst für die gute Sache stellt. So veranstaltet er etwa alljährlich eine Pferdeshow, deren Erlöse behinderten Kindern zugutekommen.

Zudem gründete er eine Stiftung, mit deren Hilfe behinderten Menschen in Israel das Reiten zu therapeutischen Zwecken ermöglicht werden soll.

Seinen Stern auf dem Walk of Fame bekam William Shatner schon 1983 ...

... und auch zwei Emmys ...

... und einen Golden Globe kann er sein Eigen nennen.

Das Cockpit hat "Captain Kirk" lange verlassen, ...

... dennoch werden er und Leonard Nimoy uns als Enterprise-Crew für immer in Erinnerung bleiben.

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch zum gemeinsamen 160.

Und: Live long and prosper. (Text: Volker Probst)

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