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Gaga, Glanz und Gloria: New York Fashion Week war bunt

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Die New York Fashion Week ist vorbei, ... (Foto: AP)

Die New York Fashion Week ist vorbei, ...

Die New York Fashion Week ist vorbei, ...

... 2016 scheint aber das Jahr von Lady Gaga ("Paparazzi") zu werden.

Erst gewinnt sie einen Golden Globe, dann erhält sie eine Oscar-Nominierung, ...

... sie singt die amerikanische Nationalhymne beim Super Bowl 50 ...

... und begeistert alle mit ihrem Medley zu Ehren von David Bowie bei den Grammys.

Bei der New York Fashion Week hat sie nun ihr Laufsteg-Debüt gefeiert. Designer Marc Jacobs hüllte die Sängerin in einen übergroßen Trenchcoat, ...

... dazu trug sie riesige silberfarbene Pythonleder-Plateau-Schuhe.

Zugegeben: Ein wenig strapaziert sah sie nach diesem Performance-Marathon schon aus.

Ihr Jacobs-Outfit war in Grau und Schwarz gehalten. Gagas einziger Farbtupfer war nicht Emily Ratajkowski, sondern eine grüne Bluse und die dazu passende Handtasche. Das Make-up wurde vom schwarzen Lippenstift und viel Eyeliner beherrscht. Die Haare waren im 20er-Jahre-Stil frisiert.

Der Designer selbst postete ein Foto, auf dem er seinen Stargast bejubelt und sie beide als "Kleine Monster" bezeichnet, ...

... eine Anspielung auf die Fans der Sängerin, die als "Little Monsters" bezeichnet werden.

"Ich fühle mich geehrt, dass ich eine seiner wunderschönen Kreaturen sein durfte", schreibt Gaga dankbar auf ihrem Instagram-Profil.

Der Ordnung halber sollte erwähnt werden, ...

... dass die anderen Modelle ...

... auch ein bisschen gruselig aussahen.

Und ein bisschen verloren.

Marc Jacobs' absolute Hingucker dürften in der kommenden Saison ...

... allerdings die ...

... Handtaschen sein.

Aber jetzt ist vorerst Schluss.

Mit den Schauen der Designer Calvin Klein und Ralph Lauren ...

... ist die New York Fashion Week zu Ende gegangen.

Es gab wunderschöne Kleider zu sehen, ...

... zum Beispiel von Marquesa.

Die Designerinnen Chapman und Craig schwelgten ...

... in Tüll und Blumen.

Bei den Herren Proenza Schouler ging es schon etwas schlichter zu ...

... und bei DKNY sitzt nicht mehr Donna Karan an der Nähmaschine, ...

... sondern das Duo Dao-Yi Chow und Maxwell Osborne, ...

... das sich solch neckische Dinge ausdenkt.

Bei DelPozo auch wieder eine Blütenpracht, dass die Schwarte kracht..

Designer Josep Font ...

... lässt Handtasche in Handschuh übergehen ...

... und umgekehrt.

Fast vergessen wir manchmal, dass Michael Kors nicht auf der Trainerbank eines britischen Fußballvereins anzutreffen ist, ...

... sondern für den Laufsteg verantwortlich zeichnet.

Und fast vergessen wir auch über all den Mallorca-Hippie-Markt-Fakes, ...

... dass Michael Kors anderes zu bieten hat ...

... als zu viele goldene Anhänger an Handtaschen aus den Fußgängerzonen von mitteldeutschen Städten.

Merke: Es muss nicht immer groß MK draufstehen, wenn Michael Kors drin ist.

Dieses Problem kennt die Mode von Oscar de la Renta nicht.

Klassische Eleganz ...

... und die Liebe zum Detail werden auch von Nachfolger Peter Copping zelebriert.

Zoe Kravitz und Kylie Jenner verzierten die Frontrow bei ...

... Vera Wang ...

... und Rodarte zeigte seine verspielte Seite.

Ebenfalls in New York: Thom Browne, ...

... Jeremy Scott ...

... und Tommy Hilfiger, ...

... der seinem typisch amerikanischen Stil ...

.. treu blieb.

Prabal Gurung hat hoffentlich nur ein Kunsttier ausgeweidet, ...

... obwohl neben neuer Schlichtheit auch immer wieder ...

... Opulenz durchschimmert.

Wie bei Diane von Furstenberg, ...

... die noch immer die Mode macht, die sie auch am liebsten selbst tragen würde.

Ist aber auch zu schön, ...

... ihr Gemisch aus Schulmädchen, Bohème ...

... Faxen ...

... und Glamour.

Die ganze Familie Beckham ist nach New York angereist. Und zwar nicht bloß, ...

... um sich schöne Frauen anzusehen, ...

... sondern wegen Mutti. Denn Victoria Beckham ist inzwischen eine ernstzunehmende Designerin, ...

... die sehr viel praktischer denkt, als man ihr das auf den ersten Blick zutraut.

Bei Ralph Lauren saß wohl unter anderem die Schauspielerin Sienna Miller in der ersten Reihe.

Auch Hannah Herzsprung war angereist. Hier ist sie bei Lacoste.

Eine Woche lang wurde in New York geblitzt, geklatscht, gelächelt und gefeiert. Doch die Modeschau steht an einem Wendepunkt. (im Bild: ein Kleid von Christiano Siriano)

Wenn die Geschichte stimmt, machte Eleanor Lambert den Anfang. 1943 lud die Publizistin zur "Press Week" nach New York, wo amerikanische Designer ihre neuen Kollektionen vorstellten. Bald wurden auch Modezeitschriften wie "Vogue" und "Harper's Bazaar" aufmerksam, nachdem sie sich lange nur für französische Designer interessiert hatten. Die New York Fashion Week war geboren.

Die blitzschnelle, weltweite Verbreitung neuer Kollektionen durch Livestreams und soziale Medien hat der Aufregung um neue Ware jedoch einen Dämpfer verpasst. Designer Tommy Hilfiger zum Beispiel bittet nun etwa zum für Instagram-Fotografen reservierten "Insta-Pit", damit der Foto-Kanal der Marke in Echtzeit gefüttert wird. Auch Pinterest, Snapchat und Vine sind voll mit Bildern und Clips der Schauen. (im Bild: Mode von Jason Wu)

Während Fachleute, Handelsvertreter und Journalisten über Jahrzehnte Ziel der NYFW waren, richten sich Marken zunehmend direkt an die Verbraucher. Designer wollen neue Stücke nach der Schau künftig sofort zum Kauf anbieten, weshalb Lieferketten komplett umgestellt werden müssen.

Die üblichen vier bis sechs Monate Wartezeit lassen neue Kollektionen veraltet wirken, wenn sie endlich im Laden angekommen sind. Schuld daran ist vor allem das Internet. Auch der Designer-Verband CFDA liest die Zeichen der Zeit. Eine Unternehmensberatung untersucht seit Jahresbeginn und bis Ende Februar, wie die NYFW in eine Schau für Verbraucher umgewandelt werden könnte. (im Bild: Mode von Monique Lhuilier)

Erste Änderungen am Konzept dürften in New York bereits im September ans Licht kommen. Immer mehr Designer halten auch nicht mehr viel vom klassischen Laufsteg und suchen neue Formen der Präsentation. (im Bild: Mode von Ralph Lauren)

Stilistische Parallelen neuer Kollektionen lassen sich teils zwar erkennen - oder krampfhaft hineinlesen. Doch im komplett übersättigten Modemarkt ist die Zahl der Designer so groß wie nie zuvor. Jeder hat seinen eigenen Stil. (im Bild: Fenty by Rihanna)

Und weniger als je zuvor wollen sich Verbraucher sagen lassen, was "in" oder "out" ist. Der größte Trend heißt deshalb zumindest in New York: Individualität. Mailand und Paris ist für edelste Stoffe und hohen Stil bekannt, bei der kommerzielleren New Yorker Schau versucht man sich aber auch mal in der Welt des Pop.

So hat der US-Verlag Marvel etwa fünf Topmodels in Superhelden verwandelt. Die zu Figuren wie She-Hulk, Spider-Gwen und Thor gestylten Models erschienen als Covergirls auf der neuen Ausgabe des Kunstmagazins "Garage".

Berühmte Musiker und solche, die es mal waren, haben sich in der US-Modewelt fest etabliert. Einige Beispiele: Gwen Stefani, Courtney Love, Pharrell Williams, Madonna und Beyoncé. Auch R&B-Sängerin Rihanna hat nun ihre erste eigene Modekollektion vorgestellt, nämlich die in Weiß und Schwarz gehaltene "Fenty"-Reihe für den Sportartikelhersteller Puma.

Auch Rapper Kanye West, der mittlerweile die dritte "Yeezy"-Kollektion auf den Markt geworfen hat, ...

... hat sich etabliert. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und stellte sein neues Album "The Life of Pablo" zeitgleich mit der Kollektion vor.

Der Hype um sein Programm im Madison Square Garden war groß genug, um der eigentlichen New York Fashion Week die Schau zu stehlen.

Jetzt ist Zeit zum Aufräumen, auch im Kleiderschrank.

Der Modeziurkus zieht weiter. Wir sehen uns in Mailand oder Paris. (soe)

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