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Mehr oder wenig freiwillig Superstar: Ryan Gosling, fleischgewordener Frauentraum

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Nicht wenige Frauen werden bei diesem Anblick denken: "Oh mein Gott, ich will ein Kind von dir! Sofort!" (Foto: REUTERS)

Nicht wenige Frauen werden bei diesem Anblick denken: "Oh mein Gott, ich will ein Kind von dir! Sofort!"

Nicht wenige Frauen werden bei diesem Anblick denken: "Oh mein Gott, ich will ein Kind von dir! Sofort!"

Und er wird denken: "Meine Güte, was haben all' die Weiber bloß, ich bin's doch nur, ...

... der ehemals etwas dickliche Ryan, ...

... mit den komischen Anzügen, ...

... dem Nasenfahrrad, ...

... den peinlichen Freunden, ...

... den peinlichen Freundinnen ...

... und der fiesen Gesichtsbehaarung.

Der "funny guy!"

Er vergisst dann, dass "wir" ihn nur ...

... so sehen (intellektuell), ...

... und so (süß), ...

... und so (smart), ...

... und so (mit einem seiner besten und bestaussehendsten Freunde), ...

... und so (im Mittelpunkt), ...

... und so eben ("Kreisch, ich will ein Kind von dir!").

Es ist also an der Zeit für so einen Liebesbrief-Text. So einen aus der Ferne.

Er geht an Ryan Gosling, den Mann, der momentan in aller Munde ist und der selbst so bescheiden dabei bleibt, dass es ...

... nur dazu verleitet, noch mehr zu schwärmen. Einen ähnlichen Hype um eine Person hat es zuletzt eigentlich nur bei ...

... George Clooney gegeben, ...

... und bei beiden war es nicht unbedingt abzusehen, dass sie mal zu den ...

... heißesten Männern unter der Sonne gehören würden.

Oder? Bei Ryan Gosling nicht (hier in "Half Nelson", und da war wirklich noch nicht zu ahnen, dass er mal abgehen würde wie Schmidts Katze) ...

... und bei Georgie auch nicht.

Aber wir wollten ja eine Hymne auf Ryan verfassen.

Nichts leichter als das.

Für seinen aktuellen Film "A Place Beyond The Pines" wird er über den grünen Klee gelobt.

Es heißt, es gebe in Hollywood niemanden, der so schön schweigen könne wie er.

Manch Kritiker erklärt dieses Prinzip gar zur hohen Kunst: Sein Schweigen mache das Epos "zu einem der intensivsten Kinoerlebnisse des Jahres".

Dabei ist es nicht so, dass er nichts zu sagen hätte. Und das, was er sagt, das sitzt.

Aber für diese ganze Palette von Unsicherheit, Trauer, Schmerz - dafür braucht der 32-jährige Kanadier keine Worte.

Mit einem Blick, mit einer kurzen Bewegung kann Gosling mehr erzählen als andere in einem ganzen Film.

Und je weniger er redet, desto spannungsvoller werden seine Szenen.

Schon im gefeierten Thriller "Drive" (2011) vergehen immer wieder quälend lange Sequenzen, bis sich der Schauspieler auf der Leinwand zu Sätzen wie "Willst du einen Zahnstocher?" ...

... oder "Ich habe keine Räder an meinem Wagen" durchringt.

Auch Derek Cianfrance (r), der Regisseur und Drehbuchautor von Goslings neuem Film "The Place Beyond the Pines", ...

... weiß nach seiner Zusammenarbeit mit Gosling in "Blue Valentine", ...

... dass sein Hauptdarsteller die Kunst des Schweigens beherrscht wie kaum ein Zweiter.

Und so eröffnet auch kein Dialog dieses neueste Filmerlebnis, sondern das rhythmische Auf- und Zuschnappen eines Messers.

Stuntfahrer Luke Glanton lässt es in seinem Schausteller-Wohnwagen immer wieder klicken: auf und zu, auf und zu. Sein Körper ist drahtig, mit Muskeln bepackt und von schlecht gestochenen Tattoos übersät.

Eine Wackelkamera folgt ihm, wenn er sich seinen Weg durch die bunten Lichter eines Jahrmarktes bahnt. Unter dem Johlen der Zuschauer steigt er, ohne ein Wort zu sagen, auf sein Motorrad - die Show in einer hohlen Kugel mit seinen beiden Kumpels beginnt.

Drei Motorräder rasen da in einem affenartigen Tempo über-, unter-, nebeneinander her. Cianfrance hat sein Epos "The Place Beyond the Pines" in drei Teile gegliedert. Ein Hinweis? Der erste handelt von Luke, der anfängt, Banken auszurauben.

Mit dem Geld will er die Mutter seines Sohnes (Eva Mendes) überreden, zu ihm zurückzukommen.

Die zweite Episode wird von Lukes schicksalhafter Begegnung mit einem jungen Polizisten (Bradley Cooper) eingeleitet. Die Geschichte schwenkt dann auf die Widersprüche des Polizeiberufs: ...

... Karriere, Aufrichtigkeit und Korruption. Beide Teile münden in die dritte Episode, ...

... und damit in die fragwürdige Freundschaft zwischen zwei ungleichen Teenagern. (Foto: Emery Cohen, der den Sohn des Polizisten Cross spielt)

Drogenexzesse, Enttäuschungen und Tränen sind programmiert. Die beiden jungen Männer (im Bild Dane Dehaan, der Filmsohn von Ryan Gosling) spielen ihre Rollen beängstigend authentisch.

Der beste Teil ist die erste Episode mit Ryan Gosling, und das nicht nur seinetwegen, sondern auch wegen ihrer wunderschön inszenierten 80er-Jahre-White-Trash-Ästhetik.

Ja, dieser Film beschert uns viel Momente voller Gefühle, und das war eigentlich schon immer ...

... Goslings Stärke.

Seinen Durchbruch feierte er 2006 mit "Half Nelson".

Die Rolle eine drogensüchtigen Highschool-Lehrers brachte ihm eine Oscar-Nominierung als "Bester Hauptdarsteller" ein.

Eine weitere Nominierung erhielt er 2011 für die Hauptrolle in dem Beziehungsdrama "Blue Valentine" mit Michelle Williams.

In "Crazy Stupid Love" hatte es Emma Stone auf seinen "gefotoshoppten" Waschbrett-Bauch abgesehen, ...

... in dem Drama "Ides of March" ist er der Kampagnen-Leiter des Wahlkampfteams von George Clooney.

Diese Rolle brachte ihm- neben der in "Crazy Stupid Love" eine weitere Golden Globe-Nominierung im Jahr 2012 ein.

Gosling ist der Typ Mann, den Frauen vernaschen wollen und den Männer ...

... trotzdem gerne zum Freund haben. (Vielleicht fällt ja mal eine für den Kumpel ab ...)

Dementsprechend hochkarätig ist auch seine Liebesleben-Vita.

2004 lernte er seine Kollegin Rachel McAdams kennen - und lieben. Die Beziehung hielt bis 2007.

Für ihren Filmkuss in "Wie ein einziger Tag" erhielten sie den ersten Preis bei den MTV Movie Awards für den besten Filmkuss des Jahres.

Angeblich soll er auch mal was mit Sandra Bullock gehabt haben.

Seit dem Dreh zu "The Places Beyond The Pines" ist die acht Jahre ältere Eva Mendes an seiner Seite.

Angeblich soll die Beziehung nicht einfach sein, aber wen wundert das?

Zwei so attraktive Menschen, die ständig auf andere attraktive Menschen treffen.

Mit Emma Stone war er erst wieder in "Gangster Squad" zu sehen, ...

... und beide wirken immer extrem relaxed miteinander.

Und was soll er machen? Er wird gejagt.

Regisseure lieben ihn, hier Nicolas Winding Refn, mit dem er "Drive" gedreht hat und nun "Only God Forgives", ...

... ein Drama, das jüngst in Cannes ...

... ausgebuht wurde.

Seine Fans schreckt das jedoch nicht ab.

Sie folgen ihm durch dick und dünn.

Auch wenn z.B. "Gangster Squad" bei den Kritiken nicht so gut wegkam: ...

... Ryan hat alles gegeben und das schätzt man an ihm.

Er ist wohl der König des Independent-Kinos.

Wir lieben ihn in diesen authentischen Rollen, ...

... die immer ein bisschen so wirken, als könnte das alles auch einem von uns so passieren.

Seine Schwester ...

... und seine Mutter sind ihm sehr wichtig, sie begleiten ihn oft zu Filmpremieren.

Wer hätte gedacht, dass der kleine Ryan aus dem Mickey-Mouse-Club ...

... einmal ein so großartiger Schauspieler werden würde? (soe)

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