Bilderserie
Donnerstag, 17. Juli 2008

Mamma Mia: Streep und Brosnan singen ABBA

Bild 1 von 50
Meryl Streep fand es ganz schön mutig, dass die ABBA-Gründer sie ihre Songs singen lassen.

Meryl Streep fand es ganz schön mutig, dass die ABBA-Gründer sie ihre Songs singen lassen.

Meryl Streep fand es ganz schön mutig, dass die ABBA-Gründer sie ihre Songs singen lassen.

Mit entzücktem Kreischen habe sie auf das Angebot reagiert, die Hauptrolle im ABBA-Film "Mamma Mia!" zu spielen, erzählte die Hollywoodschauspielerin.

Und vor Schreck oder Freude gekreischt wird eigentlich permanent in der knallbunten und kitschigen Kinofassung des gleichnamigen Musical-Hits.

Unter der grellen Sonne Griechenlands wird die Geschichte der alleinerziehenden Hippie-Mutter Donna (Streep) erzählt, ...

... die sich plötzlich mit dreien ihrer früheren Liebhaber und einem möglichen Vater ihrer Tochter konfrontiert sieht.

Dazu illustrieren in allen passenden und unpassenden Momenten die eingängigen Melodien der schwedischen Popband ABBA die aktuelle Gefühlslage der Filmfiguren ...

... von "Dancing Queen" über "S.O.S" bis "Take A Chance On Me".

Die Gesangseinlagen von Streep und ihren Mitstreiterinnen wie Amanda Seyfried und Julie Walters lassen sich dabei durchaus hören.

Entschieden schwerer tun sich dagegen die Film-Liebhaber Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard mit der Aufgabe, ...

... auf Plateausohlen und in glitzernden 70er-Jahre-Anzügen und auch noch singend eine gute Figur abzugeben.

Der ehemalige James-Bond-Darsteller hatte dann bei den Dreharbeiten auch ein Erlebnis der besonderen Art, und zwar Angst vor seinem 007-Nachfolger Daniel Craig.

"Bei der Hitze in den engen Latexanzügen und mit Plateauschuhen rumzuhampeln, das war hart und sorgte für einige Lacher am Set", befürchtet Brosnan.

"Und als wir einige Szenen in den Studios bei London drehten, wo auch die 'Bond'-Filme erarbeitet werden, da hatte ich Angst, mein 007-Nachfolger Daniel Craig wäre dort und könnte über mein Outfit lachen", gestand der Schauspieler.

Brosnan haderte nach eigenem Bekunden daher lange mit seiner Zusage für den Musical-Film. Als das Rollenangebot kam, habe er gedacht: "Ein Job, gut. Das Leben eines Schauspielers ist eben hart."

Nachdem er dann die Musicalvorlage in London gesehen hatte, war er offensichtlich leicht verzweifelt und warf sich vor: "Warum habe ich da bloß zugesagt?!"

Wie ein Mantra habe er sich dann vorgesagt: "Aber Meryl Streep spielt auch mit, aber Meryl Streep spielt auch mit ...", erzählte der 55-Jährige halb im Ernst, halb im Scherz.

Aber seine Rolle sei natürlich nicht nur eine "Herausforderung" gewesen, wie er es formulierte. "Es war ein großer Spaß", meinte Brosnan. "Der Film feiert das Leben, die Liebe und die Familie."

Und Regisseurin Lloyd (3.v.r.) verriet: "Einer der drei männlichen Hauptdarsteller hat versucht, sein Kostüm nach dem Ende der Dreharbeiten mit nach Hause zu nehmen."

Und letztlich ging ja alles gut! Rund 30 Millionen Menschen weltweit haben das ABBA-Musical seit seiner Premiere in London im Jahr 1999 gesehen.

In Deutschland läuft die Show noch in Essen und Berlin. Wie beim Musical führte die Britin Phyllida Lloyd auch beim Kinofilm Regie.

Coproduzenten des Films sind die echten ABBA-Stars und Bandgründer Benny Andersson ...

... und Björn Ulvaeus.

Streep erzählte, sie habe die Musicalfassung in New York in der traurigen Zeit nach den Anschlägen auf das World Trade Center zusammen mit ihrer Tochter erstmals gesehen.

In einem Brief an das Schauspielerensemble habe sie den Künstlern anschließend für das tolle, aufbauende Erlebnis gedankt. Und nun spielt sie im Film selbst mit: ...

... "Spaß ist noch untertrieben", beschrieb Streep die Dreharbeiten. "Am Anfang dachte ich, die Filmleute machen Witze. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die erste Wahl für die Donna sein würde."

Aber da gibt es etwas, das alle überzeugt haben dürfte: Ihr ungezwungenes Lachen ist ansteckend.

Das konnten die auserwählten Gäste, wie auf diesem Foto Annifrid und Agnetha von ABBA, bereits erleben, als der Film in Berlin, Stockholm, New York seine Premieren feierte.

Streep führte vor, wie sie vor Entzücken gekreischt hat, als ihr die weibliche Hauptrolle in dem Film angeboten wurde. Voller Vergnügen trällerte Streep auf dem Podium der Pressekonferenz einen der vielen ABBA-Hits, die den ganzen Film durchziehen.

Die Story ist schnell erzählt: Eine Mutter, eine Tochter, ...

... drei mögliche Väter ...

... und eine unvergessliche Hochzeit - ...

... Mamma Mia!

Kulisse für die poppige Herz-Schmerz-Story voller Klischees ist eine idyllische, griechische Insel.

Donnas Tochter, gespielt von Amanda Seyfried, möchte kurz vor ihrer Hochzeit endlich ihren wahren Vater kennenlernen - und lädt die dafür infrage kommenden Kandidaten kurzerhand zu ihrer Vermählung ein.

Das bringt Donna, die mit ihrem kleinen Hotel eigentlich schon genug zu tun hat, mächtig durcheinander, ...

... sieht sie sich doch plötzlich mit gleich drei Männern (Pierce Brosnan, ...

... Colin Firth ...

... und Stellan Skarsgard) aus ihrer Hippie-Vergangenheit konfrontiert.

Sophie und ihr Auserwählter Sky (Dominic Cooper) fiebern dem großen Tag jedenfalls entgegen und freuen sich auf ein rauschendes Fest.

Donna hat hierzu ihre beiden besten Freundinnen, mit denen sie früher die Pop-Band "Donna and the Dynamos" hatte, Rosie (Julie Walters) ...

... und Tanya (Christine Baranski, Mitte) eingeladen.

Es könnte alles so perfekt sein, doch Sophies großer Wunsch, zu wissen, wer wirklich ihr Vater ist, bringt alles durcheinander.

Ihre Mutter hat dieses Geheimnis nie gelüftet. Zufällig entdeckt Sophie das Tagebuch ihrer Mutter, in dem sie einen Hinweis auf ihren möglichen Vater findet.

Nach dem Auftauchen der Männer auf der Insel wird es sich entscheiden, wer Sophie zum Traualtar führen wird.

Aber bis es soweit kommt, gibt es noch Einiges zu überstehen.

Streep reflektiert, warum die Geschichte um "Mamma Mia!" für viele Menschen so nachhaltig wirkt: "Es geht um Fehler, die man in der Vergangenheit gemacht hat und die man bereut. ...

... Es geht um deine Träume, deine Hoffnungen, dein Glück - so wie dein Leben verläuft."

Brosnan kommentiert die Popularität der Songs und die zeitlosen Texte, die die Band für Generationen geschrieben hat, so: ...

"Jeder hat seinen Lieblingssong. ...

... Jeder hat einmal ABBA gehört, jeder tanzt zu ABBA-Musik. Letztendlich lieben die Menschen die Songs, und sie haben einen Platz in ihren Herzen." (Fotos: dpa/AP)

weitere Bilderserien