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Giganten der Meere: Das sind die 30 größten Schiffe aller Zeiten

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Die russischen Atom-U-Boote der Typhoon-Klasse gehören eigentlich nicht zu den Top 25 der größten Schiffe der Welt, doch die Maße dieser Schiffe sind in ihrer Kategorie einzigartig. Die 172 Meter langen Giganten waren tauchende Festungen für den Weltuntergang: Insgesamt konnte ein solches U-Boot bis zu 200 Atomsprengköpfe verschießen und sich bis zu 260 Tage unter Wasser verstecken.

Die russischen Atom-U-Boote der Typhoon-Klasse gehören eigentlich nicht zu den Top 25 der größten Schiffe der Welt, doch die Maße dieser Schiffe sind in ihrer Kategorie einzigartig. Die 172 Meter langen Giganten waren tauchende Festungen für den Weltuntergang: Insgesamt konnte ein solches U-Boot bis zu 200 Atomsprengköpfe verschießen und sich bis zu 260 Tage unter Wasser verstecken.

Die russischen Atom-U-Boote der Typhoon-Klasse gehören eigentlich nicht zu den Top 25 der größten Schiffe der Welt, doch die Maße dieser Schiffe sind in ihrer Kategorie einzigartig. Die 172 Meter langen Giganten waren tauchende Festungen für den Weltuntergang: Insgesamt konnte ein solches U-Boot bis zu 200 Atomsprengköpfe verschießen und sich bis zu 260 Tage unter Wasser verstecken.

Mit einer Länge von 224,80 Metern auf Platz 30 der Liste der größten Schiffe der Welt befindet sich gleich ein Exot: Die Blue Marlin der Reederei Dockwise. Sie kann bis 76.000 Tonnen schwere Gegenstände transportieren. Dazu werden in dem Schiff zunächst Ballasttanks geflutet und es sinkt einige Meter ab. Über die Transportfläche, die dann unter Wasser liegt, kann das Transportgut befördert werden. Anschließend hebt sich die Blue Marlin wieder aus dem Wasser.

Danach folgt die längste Autofähre der Welt: die Stena Britannica. Auf einer Länge von 240 Metern finden 300 Autos, 230 Lkw und rund 1200 Passagiere Platz.

Auf Platz 28 folgt die Bismarck und ihr Schwesterschiff Tirpitz. Die beiden Schlachtschiffe der deutschen Kriegsmarine galten bei ihrer Indienststellung als die größten und kampfstärksten Schlachtschiffe der Welt. Mit fast 60 Kilometern je Stunde konnte das 250 Meter lange Schiff durch die Meere pflügen. Militärisch war die Bismarck ein Flop: Nicht mal ein Jahr nach dem Bau wurde sie, kurz nachdem sie ein britisches Schlachtschiff versenkt hatte, selbst im Nordatlantik abgeschossen. 2104 Mann Besatzung fanden in der Bismarck den Tod. Das Schiff, das die Bismarck kurz vor ihrem Untergang abschoss, ...

... war die HMS Hood, in der Liste der 30 größten Schiffe aller Zeiten auf Platz 27. Gebaut wurde die Hood bereits im Ersten Weltkrieg als damals größtes Schlachtschiff der Welt. Im Einsatz konnte sich das Schiff mit 1477 Mann Besatzung allerdings erst im Zweiten Weltkrieg unter Beweis stellen. Bei ihrem Untergang 1941 starben 1415 Soldaten.

Ebenfalls im Zweiten Weltkrieg im Einsatz war das japanische Schlachtschiff Yamato. Das 263 Meter lange Schiff war der Stolz der japanischen Kriegsmarine: Ihre neun Geschütze hatten mit 46 Zentimetern das größte Kaliber, das je auf Schiffen verbaut wurde. Die über eine Tonne schweren Geschosse hatten eine Reichweite von bis zu 42 Kilometern. Militärisch war jedoch auch die Yamato ein Reinfall: Sie geriet nie in eine Situation, für die sie konstruiert war und sank 1945 nach einem Beschuss durch Flugzeuge.

Auch für Pkw: Die Autotransporter der Mark-V-Klasse, auf dem Bild die Tønsberg im Hafen von Zeebrugge, der Reedereien Wilh. Wilhelmsen und Wallenius Lines sind die größten Transporter ihrer Art. Rund 6000 Pkw, die mit dem Schiff für den Export transportiert werden, finden in den Giganten Platz.

Auf Platz 22 der größten Schiffe findet dieses Prachtexemplar mit rund 269 Metern Länge Platz. Die 1935 abgewrackte "RMS Olympic" sieht einem anderen Ozeanriesen vom Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur ähnlich, ...

... sie war auch das Schwesterschiff der 1912 gesunkenen "RMS Titanic".

Einige Treppen muss man steigen, wenn man auf die Brücke des größten Transportschiffes der Welt, der "Dockwise Vanguard", will.

Das 275 Meter lange Schiff kann Transportstücke mit einem Gewicht von bis zu 117.000 Tonnen aufnehmen, etwa eine ganze Ölbohrplattform. Dazu senkt sich die "Vanguard" ab, Schlepper ziehen den zu transportierenden Gegenstand über die Ladeplattform und anschließend hebt sich das Schiff wieder aus dem Wasser.

Den 20. Platz der Liste der größten Schiffe der Welt belegt "Kizomba A", eine 285 Meter lange, schwimmende Gasverflüssigungsanlage, die derzeit vor der Küste Angolas im Einsatz ist.

"Das größte Schiff der Welt" war einmal der deutsche Dampfer "Vaterland". Vier Dampfturbinen mit einer Leistung von rund 100.000 PS drückten den 287 Meter langen Koloss in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg im Transatlantikverkehr von Hamburg nach New York und zurück.

Bei Kriegsausbruch lag die "Vaterland" in New York und wurde außer Betrieb genommen. 1917, als die Vereinigten Staaten in den Krieg eintraten, beschlagnahmte die US Navy das Schiff und nutzte es fortan unter dem Namen "Leviathan" als Truppentransporter.

Die Queen Elizabeth 2, die 1969 ihre Jungfernfahrt von Southampton nach New York unternahm, hat eine bewegte Geschichte: 1982 nahm sie als schneller Truppentransporter am Falklandkrieg teil und wurde 1995 von einer 33 Meter hohen Riesenwelle getroffen, die das 293,5 Meter lange Schiff schwer beschädigte. 2004 quittierte sie den Dienst und ist seitdem im Hafen von Dubai festgemacht. Dort sollte sie eigentlich zu einem Hotelschiff umgebaut werden. Doch dem Plan kam die Wirtschaftskrise in die Quere - momentan ist ihre Zukunft ungeklärt.

2008 lief die "Norwegian Epic" vom Stapel. Das Kreuzfahrtschiff belegt mit einer Länge von 329,4 Metern und einer Breite von rund 40 Metern den 17. Platz der Liste der größten Schiffe der Welt.

Gewissermaßen eine Legende unter den Kriegsschiffen ist die "USS Nimitz". Der US-amerikanische Flugzeugträger ging 1975 in den Dienst und soll auch noch bis in das Jahr 2025 im Dienst der US Navy bleiben.

Das Schiff mit einer Länge von über 332 Metern kann von zwei Atomreaktoren auf eine Geschwindigkeit von fast 60 Kilometern je Stunde beschleunigt werden. Über 3000 Soldaten sind auf der Nimitz stationiert, 90 Flugzeuge und Helikopter können auf ihr landen und starten.

Weitere sechs Meter länger ist das Kreuzfahrtschiff "Freedom of the Seas", das im Sommer 2005 vom Stapel lief. Sechs Dieselmotoren mit einer Leistung von über 102.000 PS bringen den 338,7 Meter langen Koloss auf eine Geschwindigkeit von bis zu 21,6 Knoten - 40 Kilometer pro Stunde.

Das größte Kriegsschiff aller Zeiten war die "USS Enterprise", die 2012 außer Dienst gestellt wurde. Der 342 Meter lange Koloss nahm schon an der Seeblockade Kubas und im Vietnamkrieg teil. Auch in zwei Irakkriegen diente die Enterprise als Drehkreuz. Tanken muss der Flugzeugträger durch seinen Nuklearantrieb selten: Alle anderthalb Millionen Kilometer nur braucht die Enterprise neuen Brennstoff.

Die Besatzung bestand aus über 5000 Mann, maximal 110 Flugzeuge fanden auf dem Schiff Platz. Ab 2015 soll die Enterprise, hier bei der Fahrt durch den Suezkanal, abgewrackt werden.

Eines der berühmtesten Schiffe der Gegenwart belegt den 13. Platz der Liste. Die 345 Meter lange Queen Mary 2 - hier auf einer Aufnahme in Kapstadt - lief 2003 vom Stapel.

Das Schiff hat über 800 Millionen Euro an Baukosten verschlungen. Bis zu 3090 Passagiere finden auf der Queen Mary 2 Platz. Das ist, verglichen mit den noch größeren Passagierschiffen, verhältnismäßig wenig. Doch die Queen Mary 2 soll eben auch mehr Platz für Luxus haben.

Knapp drei Meter länger ist etwa die Quantum of the Seas, die im August 2014 vom Stapel der Papenburg Werft im Emsland lief. Fast 5000 Passagiere und 1550 Mann Besatzung finden auf dem Koloss Platz. Einen Rekord hält die Quantum of the Seas: Mit 970 Millionen US-Dollar Baukosten ist sie bisher das teuerste Kreuzfahrtschiff aller Zeiten.

Zwar nur einen Meter länger, aber noch größer und breiter ist das größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die Oasis of the Seas.

16 Decks misst der Kahn und bietet Platz für fast 6000 Passagiere. Die können etwa in der luxuriösen Presidential Family Suite mit vier Schlaf- und Badezimmern logieren. Das Problem bei den immer größer werdenden Schiffen ist: Die Giganten können immer weniger Häfen anlaufen. Die Oasis of the Seas etwa nur noch drei in der ganzen Karibik. Damit wird das Schiff zum eigentlichen Ziel der Reise und ist nicht länger Verkehrsmittel.

Platz zehn der Liste der größten Schiffe aller Zeiten belegen die Gefährte der Valemax-Klasse. Insgesamt befahren bereits 28 der 362 Meter langen Frachter die Weltmeere, zwei weitere sind im Bau. Die weltgrößten Schüttgutfrachter können rund 400.000 Tonnen Fracht aufnehmen. Sie haben nur ein Problem: Die Abkürzungen durch Suez- oder Panamakanal können sie nicht nehmen. Dafür sind sie einfach zu groß.

Und damit kommen wir zu einer ganz besonderen Schiffsgattung: den ULCC (Ultra Large Crude Carrier), den Supertankern. Die Nanny, das neuntgrößte Schiff aller Zeiten etwa, konnte fast eine halbe Million Tonnen Öl transportieren. Mit einer Länge von 364 Metern und 79 Metern Breite war sie das breiteste jemals gebaute Frachtschiff. 2003 wurde die Nanny an einem Strand in Bangladesh abgewrackt.

Der derzeit größten operierenden Öltanker sind die Schiffe der Hellespont-Klasse. Es gab zwar größere Tanker, doch im Gegensatz zu den Hellespont-Schiffen verfügten diese nur über eine Außenwand. Bei einer Havarie konnten so schnell große Mengen Öl ins Meer gelangen. Ab 1996 mussten daher alle neu gebauten Öltanker eine Doppelwand aufweisen, ab diesem Jahr dürfen überhaupt nur noch doppelwandige Tanker auf den Weltmeeren fahren.

Die Pieter Schelte ist das größte Arbeitsschiff der Welt: Eine rund 3 Milliarden Dollar teure Baustelle auf See, die eingesetzt wird, um Rohre - etwa Pipelines - zu verlegen. Mit einer Länge von 382 Metern und einer Breite von 123 Metern ist sie das breiteste Schiff, das jemals gebaut wurde.

Sie sollte auch ursprünglich die Southstream-Pipeline durch das Schwarze Meer legen, bevor das Projekt abgesagt wurde.

Auf den weiteren Plätzen der Top 10 der größten Schiffe aller Zeiten folgen eine ganze Reihe Containerschiffe, wie etwa die 396 Meter lange CMA CGM Marco Polo, ...

... die 397 Meter langen Schiffe der Emma-Mærsk-Klasse, die sechs Jahre lang die größten ihrer Art waren, ...

... die 399 Meter langen Mærsk-Triple-E-Schiffe und schließlich das derzeit größte Containerschiff der Welt und kürzlich in Hamburg zu Besuch: ...

Die gigantische CSCL Globe. Auf 399,67 Metern Länge finden 19.000 Container Platz. Streng genommen ist sie derzeit das größte Schiff der Welt. Doch es gab schon einmal zwei Schiffe, die noch größer waren. Und bei einer Konstruktion wird darüber gestritten, ob es wirklich ein Schiff ist.

Auf Platz der drei der Liste der größten Schiffe aller Zeiten: der 414 Meter lange Supertanker Pierre Guillaumat. Zwar konnte der Gigant über 550.000 Tonnen Rohöl aufnehmen, doch gerade seine gigantischen Ausmaße wurden ihm zum Verhängnis: er konnte weder den Panama- noch den Suezkanal durchfahren und nur in den wenigsten Häfen der Welt festmachen. 1983 wurde sie nach nur sechs Jahren im Dienst abgewrackt.

Die Jahre Viking war der größte Öltanker der Welt und belegt den zweiten Platz in der Liste. Das Schiff lief 1975 mit einer Länge von 378 Metern vom Stapel, wurde jedoch 1980 um rund 80 Meter verlängert. Anschließend war der einwandige Öltanker 458 Meter lang und fasste 564.000 Tonnen Öl. Während des Iran-Irak-Krieges wurde die Jahre Viking von der irakischen Luftwaffe beschossen und schwer beschädigt. Es war kaum noch schwimmfähig und musste aufwändig repariert werden. Ab 2004 konnte sie aufgrund von Umweltschutzbestimmungen nicht mehr als Schiff verwendet werden und diente als schwimmendes Tanklager. 2010 wurde die Jahre Viking, die inzwischen Knock Nevis hieß, an einem indischen Strand verschrottet.

Platz eins: Man kann über die Definition von "Schiff" sicherlich streiten, doch die Prelude ist das größte schwimmende Objekt, das aus eigener Kraft manövrieren kann. Auf der 488 Meter langen Anlage, an der zurzeit in Korea noch abschließende Arbeiten durchgeführt werden, soll vor der Küste Australiens Erdgas verflüssigt werden. Die Prelude verdrängt so viel Wasser wie sechs der größten Flugzeugträger der Welt zusammen und hat eine Höhe von 105 Metern. Betrieben wird die Anlage vom Mineralölkonzern Shell, der sich den Bau elf bis zwölf Milliarden Dollar hat kosten lassen.

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