Mit zwei Jahren Verspätung ist es so weit: Der Militärtransporter A400M erhebt sich zu seinem Jungfernflug in die Lüfte.Bild 1 von 44 | Foto: dpaVor den Augen von 2500 Gästen fliegt die Maschine der spanischen Sonne über Sevilla entgegen.Bild 2 von 44 | Foto: dpaUrsprünglich war der Start schon für Anfang 2008 vorgesehen gewesen. Aber das erste große Militär-Projekt von Airbus war von Pannen verfolgt.Bild 3 von 44 | Foto: APDie zuständigen Staatssekretäre Deutschlands und der sechs anderen A400M-Partnerstaaten, die 180 Maschinen bestellt haben, sind anwesend, um am Rande des Jungfernflugs mit Airbus über die Konsequenten aus der Verzögerung zu verhandeln.Bild 4 von 44 | Foto: REUTERSAuch Juan Carlos will sehen, wie das neue Kraftpaket des europäischen Luft- und Rüstungskonzerns über Sevilla seine Runden dreht.Bild 5 von 44 | Foto: EADS / GouhierDas größte europäische Rüstungsprojekt ist nicht nur um Jahre im Verzug, die Planungskosten von 20 Mrd. Euro wurden dadurch um fast 40 Prozent überschritten.Bild 6 von 44 | Foto: APBis Silvester sollte eine Einigung erzielt werden.Bild 7 von 44 | Foto: dpaAn dem Projekt hängen 40.000 Arbeitsplätze, davon 8000 direkt bei Airbus.Bild 8 von 44 | Foto: REUTERSIm Streit um die Mehrkosten war der Hersteller zuversichtlich, bis Ende des Jahres 2009 eine Einigung mit den Arbeitnehmerländern finden zu können. Das hat nicht ganz geklappt.Bild 9 von 44 | Foto: Airbus Military / RamadierAirbus-Geschäftsführer Fabrice Brégier ruft die Staaten auf, "eine Preiserhöhung zu akzeptieren und ...Bild 10 von 44 | Foto: Airbus Military / Ramadier... die Risiken "nach dem Vorbild militärischer Programme" zu teilen. (Die Fotos zeigen die Crew vor dem Erstflug)Bild 11 von 44 | Foto: Airbus Military / Ramadier"Das wird keine Preiserhöhung in der Größenordnung von drei Prozent sein; sie wird signifikant", erklärt Brégier. Medienberichten zufolge belaufen sich die Mehrkosten auf bis zu fünf Mrd. Euro, Brégier will dies aber nicht bestätigen.Bild 12 von 44 | Foto: Airbus Military / RamadierDer Airbus-Mutterkonzern EADS wolle sich nicht aus der Verantwortung stehlen und die Mehrkosten allein den Abnehmern aufbürden, versichert er.Bild 13 von 44 | Foto: Airbus MilitaryAuch EADS und Airbus würden "einen Teil der Verantwortung "übernehmen. Die Unternehmen hätten die Entwicklung "lange Zeit" nicht mit der "notwendigen Härte" vorangetrieben. Zu den Verzögerungen kam es wegen Problemen mit der Steuerung der Motoren.Bild 14 von 44 | Foto: Airbus MilitaryEntwickelt wurde der A400M, damit Streitkräfte schnell große Mengen von Material und Truppen transportieren können.Bild 15 von 44 | Foto: REUTERSDie Propellermaschine soll Ladung bis zu einem Gesamtgewicht von 37 Tonnen aufnehmen …Bild 16 von 44 … und gepanzerte Fahrzeuge oder Hubschrauber genauso transportieren können wie ...Bild 17 von 44 | Foto: REUTERS... Soldaten mit ihrer Ausrüstung. (Im Bild besteigen Bundeswehrsoldaten eine Transall C-160, Erstflug: 1963.)Bild 18 von 44 | Foto: REUTERSMehrere Staaten wollen mit einem neuen Allround-Talent ihre veralteten Transporter durch die deutlich leistungsstärkeren Maschinen ersetzen.Bild 19 von 44 | Foto: REUTERSIm Juli 2009 liegen bei Airbus insgesamt 192 Bestellungen vor.Bild 20 von 44 Die Bundeswehr ist mit 60 georderten A400M bislang der größte der neun Auftraggeber.Bild 21 von 44 | Foto: REUTERSParis hat fürs Erste 50 Maschinen bestellt.Bild 22 von 44 | Foto: APAnkara legt Geld für zehn Transporter beiseite.Bild 23 von 44 | Foto: REUTERSSüdafrika hat acht A400M geordert, den Auftrag aber mittlerweile storniert.Bild 24 von 44 | Foto: REUTERSMalaysia will vier Maschinen.Bild 25 von 44 | Foto: REUTERSDas in den Anfängen seit 1982 geplante Flugzeug ist 45 Meter lang und samt Heckflosse rund 15 Meter hoch.Bild 26 von 44 Die Spannweite beträgt 42 Meter.Bild 27 von 44 | Foto: dpaDer A400M wird von vier Turboprop-Motoren angetrieben und fliegt maximal 300 Knoten (556 Stundenkilometer) schnell.Bild 28 von 44 Die Maschine kann Treibstoff auch während des Fluges aufnehmen.Bild 29 von 44 Mit Hilfe der vier kräftigen Motoren und eines robusten Fahrwerks kann der A400M auch auf kurzen und unbefestigten Pisten starten und landen.Bild 30 von 44 Die Einsatzgebiete des A400M sind nach den Vorstellungen von Airbus und der Kundschaft vielfältig und reichen von der Hilfe bei Katastrophen bis zur Truppenversorgung im Kriegsfall.Bild 31 von 44 Die eigens gegründete EADS-Sparte Airbus Military bietet im Geschäft mit dem militärischen Lufttransport nach eigenen Angaben einen "modernen Multi-Role-fähigen Militärtransporter" an.Bild 32 von 44 In der Sprache der Militärstrategen steht der Begriff "Multi-Role" für "Mehrzweck".Bild 33 von 44 Der A400M soll künftig die weltweit bei den Luftstreitkräften im Einsatz befindlichen C-130 Hercules- und C-160 Transall-Flotten ersetzen.Bild 34 von 44 Die C-130 Hercules des US-Herstellers Lockheed sind schon seit Jahrzehnten im Dauereinsatz.Bild 35 von 44 | Foto: REUTERSDer Erstflug der C-130 Hercules fand im Jahr 1954 statt.Bild 36 von 44 | Foto: REUTERSAuch die Maschinen des deutsch-französischen Gemeinschaftsprojekts Transall C-160 sind im Kern nicht viel jünger.Bild 37 von 44 | Foto: REUTERSDer A400M soll neue Standards im Lufttransport setzen.Bild 38 von 44 Wenn alles klappt, winkt Airbus eine Vorreiterrolle in der Organisation zukünftiger Militärprogramme.Bild 39 von 44 Der neue Militärtransporter des 21. Jahrhundert wird im Vergleich zu den zu ersetzenden Transportflugzeugen mehr als doppelt so viel Nutzlastkapazität und Laderaumvolumen besitzen.Bild 40 von 44 Damit spielt der Wunder-Flieger eine bedeutende Rolle bei der Verstärkung der europäischen Lufttransportfähigkeit.Bild 41 von 44 Im Flieger-Fach-Chinesisch heißt es, durch einheitliche Betreuungs-, Ausbildungs- und Einsatzverfahren wolle man mehr "Interoperabilität" für zukünftige multinationale humanitäre Einsätze und friedenserhaltende Missionen erreichen.Bild 42 von 44 Im Klartext heißt das, wenn jede Armee die gleichen Maschinen verwendet, lassen sich bei multi-nationalen Einsätzen Personal und Ersatzteile schnell und unkompliziert austauschen.Bild 43 von 44 An dem neuen Airbus-Militärtransporter hängen somit große Hoffnungen der europäischen Armeen. (Text: Martin Morcinek/ Diana Dittmer mit Bildmaterial von EADS / Airbus Military / AP / EADS / dpa / rts)Bild 44 von 44 | Foto: REUTERS