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Donnerstag, 09. Juni 2011

Die größten Arbeitgeber: Hier arbeitet Deutschland

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Der Standort D gehört den Großkonzernen. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Standort D gehört den Großkonzernen.

Der Standort D gehört den Großkonzernen.

Allein auf die 25 größten Unternehmen verteilen sich ganze fünf Millionen Mitarbeiter.

Dabei kennt naturgemäß bei Weitem nicht jeder alle seine Kollegen.

Manches Kollegium reicht von der Mannstärke her an eine Kleinstadt heran.

Grund genug, sich einmal die 25 größten Arbeitgeber Deutschlands anzuschauen.

Auf Platz 25 der größten Arbeitgeber Deutschlands liegt das Traditions-Unternehmen Hochtief. Die Essener beschäftigen insgesamt mehr als 70.600 Mitarbeiter, davon rund 10.800 in Deutschland.

Die Hochtief AG war unter anderem am Bau der Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden und am Commerzbank-Tower in Frankfurt am Main beteiligt. Zuletzt machte das Unternehmen aber hauptsächlich durch die von der spanischen ACS betriebenen feindlichen Übernahme von sich reden.

Die Großaktionärin ACS hat ihren Anteil an Hochtief bis auf 43 Prozent ausgebaut und will bis zur Jahresmitte die Mehrheit übernehmen.

Im Mai 2011 trat der Vorstandsvorsitzende Herbert Lütkestratkötter nach seinem vergeblichen Kampf gegen die Übernahme durch den Wettbewerber von seinem Amt zurück. Nachfolger ist Vorstandsmitglied Frank Stieler.

ACS-Chef Florentino Pérez will Hochtief wieder zu einer "rentableren" Firma machen.

Solche Parolen lösen vor allem bei den deutschen Mitarbeitern Ängste vor einem massiven Arbeitsplatzabbau aus.

Ebenfalls aus Essen und direkt vor Hochtief auf Platz 24 findet sich der Energiekonzern RWE. Hier arbeiten 70.800 Menschen. In Deutschland sind es 34.200 Angestellte.

RWE gehört zu den fünf führenden Strom- und Gasversorgern in Europa und ist die Nummer eins in Deutschland.

Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann hat sich auf die Fahne geschrieben, die Position des Unternehmens auf den Energiemärkten Europa, Nordafrika und in der kaspischen Region kontinuierlich auszubauen.

Aktuell machen dem Versorger jedoch der Beschluss zum Atomausstieg und die Beibehaltung der Brennelementesteuer zu schaffen. Wettbewerber Eon hat bereits angekündigt, von Berlin Schadenersatz in Milliardenhöhe zu verlangen, RWE prüft ähnliche Schritte.

Der Rückbau der AKWs wird Jahre dauern und Milliarden verschlingen. An den deutschen AKW-Standorten steigt die Angst vor Arbeitslosigkeit - auch wenn viele Anwohner der Gemeinden den Atomausstieg für richtig halten.

Platz 23: Tui kommt insgesamt auf 71.400 Mitarbeiter. Mehr als jeder Siebte davon arbeitet in Deutschland, insgesamt sind es 9600.

Das Unternehmen aus Hannover tritt als führendes Reise- und Freizeitunternehmen in Europa auf.

Zu Tui gehören unter anderem die Reiseveranstalter 1-2-Fly und Gebeco sowie die Hotelmarken Robinson, Iberotel und Riu.

Mit dem Bau von edlen Feriendörfern, wie hier in der Toscana, will der Reiseriese neue Wege beschreiten.

Platz 22: Tengelmann kommt mit Marken wie Kaiser's, Tengelmann, Kik und Obi auf 84.500 Mitarbeiter

Das Familienunternehmen wird von Karl-Erivan Haub geführt. Er übernahm die Leitung von Tengelmann nach dem Ausscheiden seines Vaters Erivan Haub im Jahr 2000.

Der Multibranchenhändler ist europaweit ausgerichtet und hat Niederlassungen in 16 Ländern.

Mit weiteren Investitionen im elektronischen Warenhandel will Tengelmann-Chef Haub sein Unternehmen in die Zukunft tragen.

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon liegt mit insgesamt 85.100 Mitarbeitern, davon 35.100 in Deutschland auf Platz 21.

Ebenso wie RWE gehört Eon zu den Marktführern im Bereich der Energieversorgung.

Die geschäftlichen Schwerpunkte des Dax-Unternehmens liegen in Zentraleuropa. In Zukunft soll aber verstärkt das außereuropäische Wachstum vorangetrieben werden.

Aktuell beschäftigen jedoch andere Sorgen die Konzernspitze um Vorstand Johannes Teyssen. Noch vor RWE kündigte Eon Klage gegen die Brennelementesteuer und den Kabinettsbeschluss zum Atomausstieg an. Der Konzen will die erwarteten Vermögensverluste zusammenrechnen und der Bundesregierung vorlegen.

Wie RWE erwartet auch Eon durch die neuen Atomregelungen Einbußen in Milliardenhöhe.

Auf Platz 20: Der Autobauer BMW mit 95.500 Mitarbeitern. Die Bayern sind die drittgrößten Arbeitgeber unter den deutschen Autobauern. Zu den Marken der BMW Group gehören auch Mini und Rolls-Royce Motor Cars.

Trotz steigender Spritpreise brummen die Geschäfte nach den Krisenjahren wieder. Alleine im Mai erzielten BMW in Deutschland zweistellige Zulassungsraten. Auch auf dem schwierigen US-Markt wurde ein Absatzplus von 19,7 Prozent erreicht.

Davon sollen auch die Mitarbeiter was haben: Für 2010 bekommen die Mitarbeiter nach zwei Jahren wieder eine Erfolgsbeteiligung - im Schnitt fast 5900 Euro.

Dank der vollen Auftragsbücher will BMW in diesem Jahr rund 2000 neue Mitarbeiter einstellen, mehr als die Hälfte davon in Deutschland.

Europas größter Medienkonzern Bertelsmann beschäftigt 104.400 Mitarbeiter.

Der Mediendienstleister Bertelsmann begann unter dem ehemaligen Vorsitzenden Reinhard Mohn als Verlagshaus. Zur Bertelsmann Group gehören heute unter anderem der Verlag Gruner und Jahr, ...

... sowie die RTL Group, zu der wiederum auch n-tv gehört.

Dank eines erfolgreichen Schuldenabbaus hat Bertelsmann derzeit finanziellen Spielraum für Investitionen und will im Musikrechtehandel und im Geschäft mit Lehr- und Wissenschaftsbücher zuschlagen.

Weitere Expansionsgebiete sind die Zeitschriftenmärkte in Indien und China: Auf beiden Wachstumsmärkten sieht sich Tochter G+J ("Stern", "Brigitte", "Geo") nach Zukaufsmöglichkeiten um.

BASF kommen mit 109.100 Mitarbeitern, 50.800 davon in Deutschland, auf Platz 18.

Die BASF ist gemessen am Umsatz (2010: 63,9 Milliarden Euro) der derzeit größte Chemiekonzern der Welt. Die "Badische Anilin- & Soda-Fabrik" ...

... hat ihren Hauptsitz in Ludwigshafen. Ihre sechs Hauptgeschäftsfelder sind Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Functional Solutions, Pflanzenschutz und Ernährung sowie Öl und Gas.

Nach einem überraschend deutlichen Gewinnsprung im ersten Quartal will BASF im Gesamtjahr sogar noch besser abschneiden als im Spitzenjahr 2010.

Die steigenden Rohstoffkosten bereiten dem Chemieriesen dabei kein Kopfzerbrechen. Man habe derzeit genügend Preismacht, um die Kosten weiterzureichen, heißt es aus Ludwigshafen.

In unmittelbarer Nachbarschaft auf Platz 17 steht der Wettbewerber Bayer mit 111.400 Mitarbeiter, 36.200 davon in Deutschland.

Der Chemiekonzern aus Leverkusen sieht seine Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien.

Der Umsatz betrug letztes Jahr 35,1 Milliarden Euro. Im internationalen Vergleich liegt Bayer damit auf Rang vier der größten Chemieunternehmen.

In den nächsten Jahren will der Chemieriese 15 Milliarden Euro investieren, um internationaler zu werden.

Die Mitarbeiter sehen das mit gemischten Gefühlen, denn ein Teil des Geldes soll aus Sparprogrammen kommen. Der im November 2010 verkündete Plan sieht den Abbau von weltweit 4500 Stellen bis Ende 2012 vor.

Gleichzeitig sollen aber auch 2500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden - allerdings verstärkt in den stark wachsenden Schwellenländern.

Die Lufthansa beschäftigt 117.000 adrette Mitarbeiter, 55,7 Prozent davon in Deutschland. Macht Platz 16.

Die Kölner Lufthansa ist ein weltweit operierendes Luftverkehrsunternehmen. Der Konzern ist in die fünf Geschäftsfelder Passage Airline Gruppe, Logistik, Technik, Catering und IT Services gegliedert.

Zur Lufthansa gehören insgesamt über 400 Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften.

Wie andere Fluggesellschaften auch, leidet die Lufthansa unter dem hohen Ölpreis und der Japan-Katastrophe. Experten rechnen mit einem schmerzhaften Gewinneinbruch im Gesamtjahr.

Fresenius kommt mit großen Töchtern wie Fresenius Medical Care oder Fresenius Helios auf weltweit 137.500 Mitarbeiter, 40.800 davon in Deutschland. Macht Platz 15.

Der Gesundheitskonzern aus Bad Homburg ist weltweit in über 100 Ländern tätig und entwickelt Produkte und Dienstleistungen für die Dialyse und Krankenhäuser.

Der größte Teil der Mitarbeiter ist in Deutschland und den USA tätig. Für die kommenden Jahre rechnet Fresenius mit einem Wachstumsschub in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas.

Auf Platz 14: Continental mit 154.000 Mitarbeitern, davon mehr als 43.000 in Deutschland

Der Automobilzulieferer sitzt in Hannover und ist in 46 Ländern tätig. Continental ist mit einem Umsatz von 26 Milliarden Euro im Jahr 2010 nach eigenen Angaben weltweit einer der führenden Autozulieferer.

Mehr als 30 Prozent aller europäischer Neuwagen fahren auf Conti-Reifen aus den Werkshallen. Die Übernahme des Konzerns kam die kleinere Schaeffler Gruppe teuer zu stehen.

Schaeffler hatte sich für die Übernahme der Firma aus Hannover massiv verschuldet, was in der Finanzkrise fast zum Kollaps führte. Mittlerweile hat sich das Unternehmen aber einigermaßen erholt.

Wegen der steigenden Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern wollen Conti und Schaeffler 400 bzw. 3000 neue Jobs in Deutschland schaffen. Allein im ersten Quartal hatte Conti weltweit 6500 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Stahlkonzern ThyssenKrupp ist in rund 80 Ländern aktiv und beschäftigt insgesamt 177.300 Mitarbeiter, 71.100 davon in Deutschland - Platz 13 der Rangliste.

Die Thyssen Krupp AG entstand 1999 aus einer Fusion der Thyssen AG und der Friedrich Krupp AG. Das Stahl- und Rüstungsunternehmen hat einen Doppel-Firmensitz in Duisburg und Essen.

Das Traditionsunternehmen, das in seinen Wurzeln schon seit dem 19. Jahrhundert existiert, steht wegen seiner enormen Verschuldung vor massiven Einschnitten.

Konzernchef Heinrich Hiesiger will Milliarden investieren, um die Zukunftsmärkte in den Schwellenländern zu erschließen und Standorte wie Duisburg zu modernisieren.

Die Zeche zahlen die Mitarbeiter: Um den riesigen Schuldenberg von 6,5 Milliarden Euro abzubauen, soll fast jeder Fünfte der rund 180.000 Mitarbeiter den Konzern verlassen.

Außerdem will Hiesinger Unternehmensteile mit einem Umsatz von gemeinsam rund zehn Milliarden Euro verkaufen oder an die Börse bringen. Das entspricht fast einem Viertel des Konzernumsatzes.

Auf Platz 12 liegt der verschwiegene Lebensmitteldiscounter Aldi mit geschätzt 200.000 Mitarbeitern.

Gründer des weltweit ersten Lebensmittel-Discounters sind die Gebrüder Albrecht aus Essen. 1960 eröffnete die erste Filiale der Supermarktkette, inzwischen kann man deutschlandweit in rund 4300 Aldi-Märkten einkaufen.

Das Aldi weiterhin die Preisschlachten im hart umkämpften Lebensmittelhandel gewinnt, halten Branchenbeobachter allerdings für unwahrscheinlich.

Denn zum einen führen steigende Rohstoffkosten dazu, dass Lebensmittel insgesamt teurer werden, zum anderen achten Verbraucher zunehmend auf Qualität - Aldi muss also eher an Höhe gewinnen.

Auf Platz 11: Die Deutsche Telekom. Der Telefon- und Internetanbieter beschäftigt in rund 50 Ländern 246.800 Mitarbeiter, 76.500 davon in Deutschland.

Nach jahrelangem schmerzhaftem Konzernumbau will Telekom-Chef Rene Obermann den Telekom-Riesen wieder zurück auf den Erfolgsweg bringen.

Die Chancen stehen derzeit gut: Der geplante Verkauf des US-Geschäfts dürfte Milliarden in die Kassen spülen und die Nachfrage nach schnellen Internet-Verbindungen steigt und steigt.

Und damit sind wir schon bei den Top Ten. Auf Platz 10: Daimler mit insgesamt 260.100 Mitarbeitern, 164.000 davon in Deutschland.

Die Firmengründer der Daimler AG, Gottlieb Daimler und Carl Benz, erfanden 1886 das Automobil. 125 Jahre später hat sich Daimler für das Jubiläumsjahr einen Verkaufsrekord vorgenommen.

Der bisherige Höchststand wurde im Jahr 2007 mit 1,29 Millionen verkauften PKW markiert. Zur Auswahl haben die Kunden insgesamt elf verschiedene Fahrzeugmarken, darunter ...

... die Lastkraftwagen von Freightliner, Fuso oder Western Star sowie die Automarken Mercedes Benz, Smart und die Nobelkarossen von Maybach.

2008 und 2009 orderten die Autofahrer wegen der Wirtschaftskrise weniger Neuwagen bei den Stuttgartern. 2010 erholte sich der Pkw-Absatz bei Daimler dank kräftiger Nachfrage aus China und aus den USA wieder auf 1,28 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge.

Platz 9 für die Deutsche Bahn mit 276.300 Mitarbeitern.

Die Deutsche Bahn, die 1994 privatisiert wurde, gehört zu den führenden internationalen Transport-und Logistikdienstleistern. Ein Großteil der Angestellten arbeitet in Service Centern ...

... oder im Sicherheitsdienst an Bahnhöfen und Gleisen.

Außerdem sind rund 20.000 Lokführer bei der Deutschen Bahn im Einsatz.

Kommt es zu Verspätungen, Zug- oder Klimaanlagenausfällen, kann die Bahn jedenfalls jeden Mitarbeiter brauchen, um die Kunden zu besänftigen.

Metro steht auf Platz 8. 283.300 Mitarbeiter zählt der Einzelhandelsriese, 112.500 davon in Deutschland.

Eine Vertriebsmarke der Metro AG ist der Selbstbedienungsgroßhandel Metro Cash & Carry.

Die Metro-Tochter Media-Saturn, bestehend aus den Elektrofachmärkten Media Markt und Saturn, ist mit 58.900 Mitarbeitern der 33.-größte Arbeitgeber in Deutschland.

Derzeit trägt Metro mit der Tochter einen Machtkampf vor Gericht aus. Bei Media-Saturn wird befürchtet, dass Metro Mitentscheidungsrechte der Minderheitsgesellschafter aushebeln will.

Auch die Gewerkschaft Verdi ist unzufrieden mit dem Konzern, sie glaubt, dass die Metro-Bilanz durch Personalabbau aufgehübscht wurde. Dem setzt die Metro entgegen, dass die Mitarbeiterzahl per Saldo gleichgeblieben ist. Dort, wo Standorte geschlossen wurden, hätte man Ersatzarbeitsplätze in der Nähe angeboten.

Platz 7 geht an Bosch. Das Unternehmen mit 283.500 Mitarbeitern, 113.500 davon in Deutschland, feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen.

Dabei sah es zunächst so aus, als würde Bosch die ersten Jahre vielleicht gar nicht überstehen: "Es war lange ein böses Gewürge", schrieb Firmengründer Robert Bosch, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre. Heute umfasst die Robert Bosch GmbH mehr als 350 Tochter- und Regionalpartnergesellschaften in über 60 Ländern.

Ausruhen will man sich auf diesem Erfolg nicht: Mit glänzenden Zahlen im Rücken will der weltgrößte Autozulieferer eine Spitzenposition bei der Elektromobilität erkämpfen. In der Sparte Kraftfahrzeugtechnik peilen die Schwaben einen Erlös von mehr als 30 Milliarden Euro für 2011 an.

Insgesamt soll am Ende des Jahres ein Rekordumsatz von mehr als 50 Milliarden Euro stehen. Und die Gesamtzahl der Mitarbeiter soll um etwa 15.000 auf rund 300.000 weltweit steigen.

Damit könnte Bosch der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) Platz 6 streitig machen: Hier wird die Mitarbeiterzahl auf etwa 290.000 Mitarbeiter geschätzt.

Dieter Schwarz gründet Ende der Siebziger die Gesellschaft Lidl & Schwarz und etabliert den Discounter in Deutschland und Europa.

Zur Schwarz-Gruppe gehört außerdem die Lebensmittel-Handelskette Kaufland, die alleine in Deutschland rund 73.000 Mitarbeiter beschäftigt und in ganz Europa über 1000 Filialen betreibt.

Wie Konkurrent Aldi bekommt auch Lidl zu spüren, dass Discount alleine die Kunden nicht glücklich macht. Daher gibt es auch bei Lidl eigene Markenprodukte, wie die Fairtrade-Linie Fairglobe in den Regalen.

Auf Platz 5: Edeka, wo ganze 302.000 Mitarbeiter Lebensmittel lieben.

Die Edeka-Gruppe ist seit 2005 der größte Verbund im deutschen Einzelhandel. Die Supermärkte arbeiten mit Genossenschaften zusammen, ...

.... in denen sich regionale Einzelhändler zusammengeschlossen haben, um die Filialen zu beliefern.

Zu dem Unternehmen mit Sitz in Hamburg gehört der Discounter Netto, in dem auch die Plus-Märkte aufgegangen sind.

Wir bleiben bei den Supermärkten -: Platz 4: Rewe, mit 336.000 Mitarbeitern, 224.000 davon in Deutschland.

Auch die REWE Group ist genossenschaftlich strukturiert. Die Unternehmensschwerpunkte liegen im Lebensmittelhandel ...

... und in der Touristiksparte. Eine Tochter der Rewe Group, die ihren Hauptsitz in Köln hat, ist der Discounter Penny-Markt.

Penny hat sich zum Sorgenkind des Konzerns entwickelt. Der Discounter gilt als "Spielball" von Aldi, Lidl und Netto und hat Schwierigkeiten, der Konkurrenz Stammkunden abzujagen.

Jetzt geht es aufs Treppchen: Auf Platz 3 steht Volkswagen mit 399.400 Mitarbeitern, 45,4 Prozent davon in Deutschland.

Die Wolfsburger Volkswagen AG ist nach eigenen Angaben der größte Automobilhersteller Europas.

Produziert wird in insgesamt 62 Fertigungsstätten in weltweit 22 Ländern. Neun verschiedene Fahrzeugmarken gehören zum Konzern: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Skoda und Scania ...

... sowie die Edelmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini. Der Jahresumsatz 2010 betrug 126,9 Milliarden Euro.

Und der gute Lauf hält an: Die Auftragsbücher sind voll, selbst im schwierigen US-Markt verbucht VW ordentliche Zuwächse. Gleichzeitig schmiedet VW weiter an der schwierigen Allianz zwischen MAN, Scania und VW. Und so soll 2011 ein Rekordjahr werden.

Silber geht an Siemens, die insgesamt 405.000 Mitarbeiter beschäftigen, 128.000 davon in Deutschland

Die Siemens AG ist seit 2008 in drei Sektoren gegliedert: Auf dem Energie-Sektor befassen sich die Münchner mit Technologien zur Erzeugung, Übertragung ...

... und Erzeugung von Energie. Der Industrie-Sektor entwickelt Produkte und Lösungen ...

... für die Transport-, Produktions- und Gebäudetechnik. Der Bereich Healthcare ...

... produziert und entwirft Dienstleistungen für das Gesundheitswesen. Laut eigenen Angaben erwirtschaftete der Konzern 2010 einen Umsatz rund 76 Milliarden Euro.

Brummende Geschäfte mit Windkraftanlagen, Stromnetzen und Industrieausrüstung sollen dem Konzern auch in diesem Jahr glänzende Zahlen bescheren.

Von dem geplanten Atomausstieg erhofft sich Konzernchef Peter Löscher einen Auftragsschub. "Siemens kann Deutschland bei der Energiewende unterstützen, denn wir haben die notwendigen Technologien." So sei Siemens heute schon die Nummer Eins bei Offshore-Windkraft.

Unter Löscher soll Siemens dann in den nächsten Jahren zum "grünen Riesen" wachsen.

Und auf Platz 1: Die Deutsche Post mit 464.500 Mitarbeitern, 165.800 davon in Deutschland.

Die Deutsche Post in ihrer jetzigen Form entstand von 1989 bis 1995 durch die Privatisierung der Deutschen Bundespost.

Teil des Unternehmens ist der Paket- und Brief- Express-Dienst DHL, ...

... der 1969 gegründet wurde und seit 2002 zur Deutschen Post gehört. Der Umsatz im Jahr 2010 lag bei rund 11 Milliarden Euro.

Trotz Druck von Investoren will Post-Chef Frank Appel bei der traditionellen Aufteilung bleiben und erteilt Forderungen nach einer Trennung von der Briefsparte eine Absage.

"Wir bekennen uns klar zum Briefgeschäft", betonte Appel. Die Sparte müsse aber weiter neu ausgerichtet werden, um die Herausforderungen durch das Internet zu bewältigen. Die Briefsparte kämpft angesichts des Siegeszugs der E-Mail mit sinkenden Sendungsmengen.

So, das waren die 25 größten Arbeitgeber Deutschlands. Hätten Sie die Platzierungen gewusst? (Quelle: Unternehmensangaben/ Bilder: Unternehmen/rts/dpa/AP; Stand: Juni 2011)

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