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Katastrophen, Nöte, Risiken: Die größten Probleme der Menschheit

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Die EU hat die Menschen in Deutschland befragt, welche weltweiten Probleme ihnen am meisten Angst machen. Ein Streifzug durch Katastrophen, Nöte, Risiken. (Foto: REUTERS)

Die EU hat die Menschen in Deutschland befragt, welche weltweiten Probleme ihnen am meisten Angst machen. Ein Streifzug durch Katastrophen, Nöte, Risiken.

Die EU hat die Menschen in Deutschland befragt, welche weltweiten Probleme ihnen am meisten Angst machen. Ein Streifzug durch Katastrophen, Nöte, Risiken.

Platz 8: Anwachsen der Weltbevölkerung. Rund 110 Milliarden Menschen sind auf der Erde bislang geboren worden - von der Steinzeit bis jetzt. Etwa 6,9 Milliarden leben noch. Alleine das zeigt schon, wie viele Menschen heute im Vergleich zu früheren Zeiten unseren Planeten bevölkern. Bevölkerungswachstum ist ein großes Problem, ...

... denn die Ressourcen unserer Erde sind begrenzt. Wenn das Wachstum konstant bleibt, wird sich die Weltbevölkerung in etwa 60 Jahren verdoppelt haben. Am schnellsten wächst die Zahl der Menschen ...

... in den Entwicklungsländern. Mit 3,69 Prozent ist die jährliche Wachstumsrate in den Vereinigten Arabischen Emiraten am höchsten, gefolgt von Niger und Kuwait. In Deutschland ...

... und einigen anderen Industriestaaten nimmt die Bevölkerung sogar leicht ab, weil immer weniger Kinder geboren werden. Verhütung macht's möglich.

Platz 7: Verbreitung von Nuklearwaffen. Fünf Nationen dürfen laut dem Atomwaffensperrvertrag Nuklearwaffen besitzen: China, Frankreich, Russland, Großbritannien und die USA. Das Problem ist, ...

... dass auch andere Länder über atomare Waffen verfügen: Indien, Israel und Pakistan gehören dazu - und die kommunistische Diktatur Nordkorea. Am meisten Aufmerksamkeit erregt aber ...

... das Atomprogramm des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad. Der behauptet, Uran nur zur friedlichen Nutzung anreichern zu wollen. Gleichzeitig spricht er von der Vernichtung des Staates Israel. Abgesehen vom Iran ...

... stehen Syrien, Saudi-Arabien und Ägypten im Verdacht, am Bau von Nuklearwaffen zu forschen. Der Präsident der Vereinigten Staaten, ...

... Barack Obama, hier im Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, träumt von einer atomwaffenfreien Welt. Die Ausbreitung nuklearer Sprengkörper macht ihm große Angst. Dabei waren es die Amerikaner, ...

... die bisher als einzige Nation der Welt Kernwaffen einsetzten: Durch den Abwurf der Atombomben am 6. und 9. August 1945 starben in den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki mehr als 90.000 Menschen sofort und Hunderttausende an den Spätfolgen.

Platz 6: Verbreitung ansteckender Krankheiten. Ob Schweine- oder Vogelgrippe - die schnelle Ausbreitung neuer Krankheiten macht Menschen offensichtlich Angst. An die schlimmste Pandemie, die derzeit im Umlauf ist, hat man sich dagegen beinahe schon gewöhnt: Aids.

Jedes Jahr sterben etwa drei Millionen Menschen an der Immunschwächeerkrankung - darunter auch viele Kinder, die sich bereits bei der Geburt mit HIV infiziert haben. Die meisten Aids-Toten hat Südafrika zu verzeichnen. Abgesehen von Indien ...

... sind elf der zwölf Staaten mit den meisten Todesopfern afrikanische Länder. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Neben unzureichender Aufklärung, einem Mangel an Kondomen und einer schlechten medizinischen Versorgung spielen auch kulturelle Umstände eine Rolle. In Deutschland ...

... leben knapp 65.000 der weltweit mehr als 35 Millionen HIV-positiven Menschen. Ihre Lebenserwartung ist hierzulande durch den Einsatz neuer Medikamente inzwischen deutlich gestiegen, heilbar ist Aids aber nicht.

Platz 5: Größere weltweite Wirtschaftskrise. Obwohl die Finanz- und Wirtschaftskrise, die im Jahr 2007 ihren Lauf nahm, in Deutschland glimpflicher verlaufen ist als in anderen Industriestaaten, steckt den Deutschen der Schreck offenbar noch in den Knochen. Das könnte auch historische Gründe haben, denn ...

... die erste sogenannte Weltwirtschaftskrise 1929 traf die Weimarer Republik besonders hart. Die hohe Arbeitslosigkeit und die Ohnmacht der damaligen Regierung trugen dazu bei, dass ...

... Adolf Hitler und seine NSDAP an Zustimmung in der Bevölkerung gewannen und die Macht 1933 an sich reißen konnten.

Platz 4: Bewaffnete Konflikte. Die meisten bewaffneten Konflikte finden in Europa nur wenig Beachtung. Oft handelt es sich dabei um Gefechte zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern. Der älteste noch andauernde Konflikt ...

... ist der Bürgerkrieg zwischen Rebellen und der Regierung in Myanmar, der 1948 begann. Seit Ende der 90er Jahre ist er durch mehrere Waffenstiillstandsabkommen eingedämmt und seitdem beinahe vollkommen aus den Medien verschwunden. In Deutschland konzentriert sich das öffentliche Interesse ...

... auf Afghanistan. Im Jahr 2010 sind 4500 Bundeswehrsoldaten im Norden des Landes stationiert, 850 weitere sollen folgen.

Platz 3: Internationaler Terrorismus. Der internationale Terrorismus fing nicht erst am 11. September an. Ob die Deutschen ihn aber als eine der Hauptprobleme der Welt empfinden würden, wenn das World Trade Center noch stünde, ist fraglich. Die einstürzenden Twin Towers ...

... sind zum Symbol des islamistischen Terrorismus geworden. Der UN-Sicherheitsrat stufte die Anschläge als Gefahr für den Weltfrieden ein. Seitdem ...

... versucht die westliche Welt mit den USA an der Spitze den globalen Terrorismus zu bekämpfen. Als "war on terror" (Krieg gegen den Terrorismus) bezeichnete der ehemalige US-Präsident ...

... George W. Bush den Kampf gegen den Terrorismus - und rechtfertigte damit Maßnahmen wie den Einmarsch in Afghanistan und die Einrichtung des Gefangenenlagers Guantanamo. Heute wird der Begriff offiziell nicht mehr benutzt.

Platz 2: Klimawandel. Klimaschwankungen hat es in der Erdgeschichte schon immer gegeben: es gab Warmzeiten, Kaltzeiten, Eiszeiten. Gründe dafür sind der Kontinentaldrift, die Erdneigung und ...

... Veränderungen der Sonnenaktivität. Für den jetzigen Klimawandel ist allerdings vor allem der Mensch verantwortlich. Treibhausgase wie Kohlendioxid tragen dazu bei, dass sich die Erde immer schneller erwärmt - um bis zu 6,4 Grad in den nächsten 100 Jahren, wie UN-Klimaforscher befürchten.

Durch die steigende Temperatur schmilzt das Eis in den Gebirgen, in der Antarktis und in Grönland. Das Schmelzwasser könnte den Meeresspiegel um mehrere Meter erhöhen. Dies führt dazu, dass ...

... durch Überschwemmungen und den Bau von Schutzanlagen viele Inseln und Küstenregionen unbewohnbar werden. Experten befürchten deshalb eine zunehmende Zahl von Umweltflüchtlingen, vor allem aus der Dritten Welt. Doch der Klimawandel ...

... sorgt nicht nur für wärmeres, sondern auch für extremeres Wetter. Naturkatastrophen, verursacht durch Dürreperioden, heftige Unwetter und Wirbelstürme, werden weiter zunehmen. Und auch die Tierwelt ...

... wird sich verändern. Viele Arten sind durch den Klimawandel akut bedroht. Dazu gehören die Korallen, die unter dem wärmer werdenden Wasser leiden.

Platz 1: Armut, Mangel an Nahrung und Trinkwasser. Weltweit leben eine Milliarde Menschen von weniger als einem Dollar pro Tag, am schlimmsten ist die Situation in Afrika. Äthiopien, Burundi und der Kongo sind die am stärksten von Hunger und Armut betroffenen Länder.

Gründe für die extreme Armut sind wirtschaftliche Unterentwicklung, Kriege und Naturkatastrophen. Verstärkt wird diese Lage derzeit noch durch die Finanzkrise und hohe Lebensmittelpreise. 2000 vereinbarten die Vereinten Nationen ...

... den Welthunger bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Die Zahl der hungernden Menschen hat sich aber weiter erhöht. 2009 verhungerte alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren. Neben dem Hunger ...

... ist der Mangel an sauberem Trinkwasser ein riesiges Problem. Schätzungen zufolge hängen 80 Prozent der Krankheiten und Todesfälle in den Entwicklungsländern mit verschmutztem Wasser zusammen. Mehr als jeder zehnte Mensch auf der Welt ...

... bezieht sein Wasser aus schmutzigen Quellen, Brunnen oder Gewässern. Nach UN-Schätzungen wird innerhalb der nächsten 25 Jahre die Zahl der Menschen, die unter Wasserknappheit leiden, auf 5,4 Milliarden steigen. Dabei ...

... braucht der Mensch nur einen geringen Teil davon für sich selbst. 70 Prozent des weltweiten Trinkwassers verbraucht die Landwirtschaft.

Der ehemalige UN-Generalsekretär Youssef Boutos-Ghali prognostizierte bezüglich der Wasserknappheit im Nahen Osten: "Der nächste Krieg wird nicht um Politik geführt, sondern um Wasser." Bei all den Problemen, die auf dieser Welt existieren ...

... sollte nicht vergessen werden, dass man etwas tun kann, um sie zu schmälern. Da die Probleme auf der Erde ungleich verteilt sind, muss auch die Hilfe ungleich verteilt sein. Oder - um Albert Einstein zu zitieren: "Wer die Ärmsten dieser Welt gesehen hat, fühlt sich reich genug zu helfen." (Text: Leonard Goebel, Stand: September 2010)

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