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Der Erde so nah: Himmelsschauspiel mit Supermond

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Normalerweise umkreist der Mond die Erde in etwa 384.000 Kilometern Entfernung. (Foto: dpa)

Normalerweise umkreist der Mond die Erde in etwa 384.000 Kilometern Entfernung.

Normalerweise umkreist der Mond die Erde in etwa 384.000 Kilometern Entfernung.

Ein Funkspruch über diese Strecke ist rund 1,3 Sekunden unterwegs.

Doch gerade kam der Trabant der Erde besonders nahe und sorgte für ein beeindruckendes Schauspiel.

Denn gleichzeitig war am 6. Mai auch Vollmond, …

… und so erleuchtete der hellste Vollmond des Jahres 2012 den Nachthimmel, …

… wenn nicht gerade Wolken aufzogen.

Der Grund, weshalb der Mond uns so nah kam, ist seine elliptische Umlaufbahn.

So rückte er auf nur 363.104 Kilometer an die Erde heran.

Das waren etwa 20.000 Kilometer weniger Abstand als im Jahresdurchschnitt.

Diesen erdnächsten Punkt nennen Astronomen und Wissenschaftler das Perigäum.

Als Folge erschien der Erdtrabant um 14 Prozent größer und 30 Prozent heller als sonst.

Besonders bei Mondauf- und -untergang wirkte das eindrucksvoll.

Die Vollmondphase trat um 5.35 Uhr ein.

Der Mond stand dann im Sternbild Waage.

Die Umlaufbahn des Erdtrabanten ist ein eiförmig verbogener Kreis, eine Ellipse.

Wenn der Mond der Erde sehr nahe kommt und zugleich Vollmond ist, führt das zu stärkeren Gezeiten.

Experten erwarteten Springfluten an den Küsten, und tatsächlich ereignete sich eine Springflut in Nepal.

Seinen erdfernsten Punkt erreicht der Mond am 19. Mai.

406.450 Kilometer ist er dann von der Erde entfernt.

Kaum einem Himmelskörper wird so viel Macht über die Menschen zugeschrieben wie dem Mond.

Viele Menschen klagen bei Vollmond über Schlaflosigkeit …

… und auf den Polizeirevieren häufen sich die Anrufe der "Mondsüchtigen".

In nahezu allen alten Kulturvölkern spielte der Mond im magischen und im bildhaft-religiösen Denken eine bedeutende Rolle.

Entscheidend ist dabei wohl, dass der Erdtrabant aufgrund seiner ständig wechselnden Gestalt fast zu leben scheint.

Darüber hinaus wurde der Mond zu einem wichtigen Faktor in der Zeitmessung und Zeitrechnung.

Da er selbst "vergeht" und "wächst", betrachtete man den Mond bereits sehr früh als das höchste Symbol für Fruchtbarkeit, Wachstum und Gedeihen.

Sein Einfluss auf den weiblichen Organismus, auf Ebbe und Flut verschaffte ihm Ansehen und Respekt.

Und das, obwohl der Mond deutlich kleiner ist als die Erde.

Er hat nur 1/81 ihrer Masse und ein Sechstel ihrer Schwerkraft.

Der vom Mond erzeugte Flutberg der Weltenmeere bremst die Erdrotation.

In einer Million Jahren wird der Tag dadurch um 16 Sekunden länger. So dauerte ein Tag vor 400 Millionen Jahren nur 22 Stunden und das Jahr hatte 400 Tage.

Die Abbremsung der Erdrotation treibt den Mond von der Erde weg.

Weil er den Drehimpuls von der Erde übernimmt, entfernt sich der Mond jedes Jahr um rund vier Zentimeter von uns.

In einer Million Jahren wird er dadurch 40 Kilometer weiter von der Erde entfernt sein.

Durch einen kosmischen Zufall erscheinen Mond- und Sonnenscheibe am Himmel gleich groß.

Dadurch kann der Mond die Sonnenscheibe bei einer Sonnenfinsternis genau verdecken.

Der Mondregeln gibt es viele, …

… doch bei alten wie bei neueren ist eine gute Portion Aberglaube mit im Spiel.

Die bäuerliche Bevölkerung ging einst davon aus, dass Pflanzen besser wuchsen, ..

… wenn sie in bestimmten Mondphasen ausgesät oder gepflanzt wurden.

In dieser Nacht überwog jedoch die Faszination.

Überall auf der Welt schauten die Menschen auf den Erdtrabanten.

Der Anblick war aber auch wirklich spektakulär.

Der Mond spendete nahezu märchenhaftes Licht.

Viele verbrachten die Nacht unter freiem Himmel, weil sie sich nicht satt sehen konnten.

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