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Digitale Zukunft im OP-Saal: Mit Schere, Skalpell und Leber-App

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Prof. Dr. Karl Oldhafer ist hochkonzentriert. (Foto: REUTERS)

Prof. Dr. Karl Oldhafer ist hochkonzentriert.

Prof. Dr. Karl Oldhafer ist hochkonzentriert.

Mit äußerster Sorgfalt versuchen er und sein Ärzteteam, einen gefährlichen Lebertumor zu entfernen.

Ein komplizierter Eingriff, der mehrere Stunden dauert, denn die Leber ist von zahllosen Blutgefäßen durchzogen. Pro Minute fließen 1,5 Liter Blut durch das Organ. Ein falscher Schnitt und der Patient verliert unter Umständen viel der lebenswichtigen Flüssigkeit.

Dieses Risiko soll eine neu entwickelte Technik nun mindern. In der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg werden ...

... nicht nur die Hände, ...

... sondern auch ein Tablet-PC steril verpackt, bevor es in den Operationssaal geht.

Eine vom Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin entwickelte App filmt die Leber während der Operation ab und vergleicht die Daten mit dem vorher eingespielten, geplanten OP-Verlauf.

Vor Beginn wird mit der neuen Software ausgehend von 3D-Röntgenbildern für jeden Patienten rekonstruiert, wo genau die Gefäße in der Leber verlaufen. Damit können die Chirurgen präzise planen, ...

... wie und wo sie ihr Skalpell ansetzen müssen, um den Tumor effektiv und schonend zu entfernen.

Stellt sich beim Eingriff heraus, dass der zu entfernende Tumor größer ist als gedacht, ...

... können die Chirurgen mit der App spontan umdisponieren.

Beim Eingriff in Hamburg verläuft alles reibungslos, ...

... wird erfolgreich entfernt.

Das Fazit von Professor Oldhafer klingt vielversprechend: "Die Methode hat großes Potenzial. Man kann sich vorstellen, sie auch bei der Operation anderer Organe einzusetzen, etwa der Bauchspeicheldrüse."

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