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Ungewöhnliche Erinnerungsstücke: Narben - besondere Ersatzhaut

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Egal, ob durch Operationen, ... (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Egal, ob durch Operationen, ...

Egal, ob durch Operationen, ...

... Kämpfe, Verbrennungen, ...

... Akne, ...

... Windpocken oder ...

... heftige Stürze, ...

... ist das Hautgewebe bis zur sogenannten Lederhaut zerstört, entstehen Narben, die ein Leben lang bleiben.

Als Narben werden die Stellen auf der Haut bezeichnet, die sich nach tiefen Hautverletzungen oder Operationen als Ersatzgewebe der Haut bilden.

Oberflächliche Abschürfungen verheilen dagegen narbenlos - auch wenn das manchmal mehrere Wochen dauern kann. In der Medizin wird in diesem Fall von Restitutio ad integrum gesprochen.

Das liegt an der lebenslangen Erneuerungsfähigkeit der Haut, speziell der oberen Hautschicht, die auch als Epidermis bezeichnet wird.

In dieser Hautschicht sterben täglich Hautzellen ab und werden einfach durch neugebildete ersetzt. So findet ein ständiger Austausch auf dieser Ebene statt.

Aus diesem Grund müssen Tätowierungen auch bis in die darunter liegende Lederhaut eingebracht werden. Sie würden sonst mit der Neubildung der Hautzellen in der Epidermis nach ein paar Wochen einfach spurlos verschwinden.

Lediglich bei Ungeborenen verheilt verletzte oder durchtrennte Lederhaut ohne Narben. Ein wichtiger Aspekt für die pränatale Chirurgie, bei der Kinder noch im Bauch ihrer Mütter operiert werden.

Operationen sind bei manchen Krankheiten und Verletzungen unumgänglich. Um an die richtige Stelle im Körper zu gelangen, müssen alle drei Schichten der Haut durchtrennt werden.

Jede Operation hinterlässt deshalb eine Narbe.

Operationswunden werden von Ärzten entweder zusammengenäht, geklebt, getackert oder geklammert. Diese Maßnahmen sollen zu einer schnellen und unkomplizierten Heilung beitragen.

Das hängt von der Stelle der Operationsnarbe, deren Größe und dem Heilungsverlauf insgesamt ab.

Doch trotz der besten Narbenversorgung kann es zu Komplikationen beim Heilungsprozess der Haut kommen.

Infektionen können die Wundheilung und Narbenbildung behindern oder negativ beeinflussen.

Es können sich sogar so viele Hautzellen neu bilden, dass nicht nur die Narbe größer ist, als sie sein müsste, sondern das Narbengewebe über die gesunde Haut tritt.

Es kann auch sein, dass sich eine Narbe nicht wie gewünscht vollständig schließt oder nur ungenügend Hautzellen gebildet werden. Dann bleibt dort, wo die Wunde war, eine tiefe Furche.

Besonders schwer hat es die Haut, sich nach großflächigen Verbrennungen, Verbrühungen oder Verätzungen zu regenerieren.

Denn Narbengewebe bleibt im Vergleich zur unverletzten Haut minderwertiges Ersatzgewebe mit einer veränderten Struktur.

In Narben können Pigmente, Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen fehlen, falsch angeordnet oder zu häufig vorhanden sein. Mediziner sprechen deshalb von einer Defektheilung.

Narben bleiben ein Leben lang sichtbar und ...

... bedeuten für viele Betroffene einen (Schönheits-) Makel, den man gern verstecken würde.

Für andere ist die Narbe eine Erinnerung an traumatische Erlebnisse oder niederschmetternde Diagnosen.

Wieder andere tragen ihre Narben wie Abzeichen oder ...

... lassen sich diese per Skalpell oder Brenneisen als Körperschmuck extra zufügen.

In diesem Fall spricht man von Branding, Cutting oder Skarifizierung. Mediziner raten von dieser Art des Körperschmucks dringend ab.

Eine Narbe bleibt zum Glück seit einigen Jahrzehnten allen Kindern erspar: die Narbe nach der Pockenimpfung.

Die Pockenimpfung, die wahlweise mit der Lanzette oder ...

... mit der Impfpistole am Oberarm oder am Oberschenkel bei allen Kindern bis 1976 (BRD) beziehungsweise 1980 (DDR) durchgeführt wurde, hinterließ ihre Spuren in Form einer kreisrunden Narbe.

Weil man Narben nicht entfernen, sondern höchstens ...

... überdecken oder überschminken kann, ...

... gelten sie nicht nur als Makel, sondern auch als Persönlichkeitsmerkmal.

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