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Viel Geröll, kein Wasser: USA wollen Niagarafälle trockenlegen

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Sie sind eines der beliebtesten Naturschauspiele der Welt: die Niagarafälle. 6400 Kubikmeter Wasser donnern hier ... (Foto: imago/Schöning)

Sie sind eines der beliebtesten Naturschauspiele der Welt: die Niagarafälle. 6400 Kubikmeter Wasser donnern hier ...

Sie sind eines der beliebtesten Naturschauspiele der Welt: die Niagarafälle. 6400 Kubikmeter Wasser donnern hier ...

... Sekunde für Sekunde rund 60 Meter in die Tiefe. Das fasziniert jährlich mehr als 20 Millionen Besucher. Seit mehr als ...

... 130 Jahren werden die berühmten Katarakte zur Stromerzeugung genutzt. 4,4 Gigawatt Energie ...

... lassen sich damit gewinnen. Die Niagarafälle entstanden, als ...

... am Ende der letzten Eiszeit, vor 12.000 Jahren, die großen Gletscher in diesem Gebiet schmolzen und den Eriesee zum Überlaufen brachten. Die Schmelzwasser bildeten ...

... den Niagara-Fluss - und der ergoss sich über Klippen in den Ontariosee. Die Niagarafälle gehören sowohl zu Kanada als auch zu den USA. Die sogenannte ...

... Ziegeninsel, Goat Island, spaltet die Fälle in zwei Teile: ...

Die American Falls liegen in den USA, ...

... der Horseshoe Fall (geformt wie ein Hufeisen) gehört überwiegend zu Kanada. Die Grenze zwischen Kanada und den USA verläuft durch ...

... diesen Teil der Niagarafälle hindurch.

Eine weitere kleine Insel, Luna Island, trennt von den American Falls die Bridal Falls ab, hier rechts im Bild.

Auf Goat und Luna Island gelangt man über zwei Steinbrücken. Doch die haben schon 115 Jahre auf dem Buckel und müssen dringend repariert werden.

Solange das Wasser tost, sind solche Bauarbeiten viel zu gefährlich. Deswegen plant der Bundesstaat New York, die Wasserfälle für fünf bis neun Monate abzustellen. Wie die American Falls dann aussehen, ...

... weiß man seit 1969. Damals wurde das Gelände fünf Monate lang geologisch untersucht. Außerdem wurde Beton in den Fels gedrückt, ...

... um der Erosion Einhalt zu gebieten. Der Anblick der stillgelegten Wasserfälle ist recht trostlos. Und doch erwartet die Tourismus-Verwaltung noch mehr Besucher als sonst.

"Die Gelegenheit, die Fälle ohne Wasser zu sehen, kommt nur einmal im Leben", sagt ein Sprecher. Weltweite Aufmerksamkeit sei garantiert. Das Wasser soll dann ...

... über die kanadische Seite des Flusses umgeleitet werden. Die Maßnahme ist ...

... allerdings noch nicht ganz beschlossene Sache. Die Pläne müssen noch abgesegnet werden, bislang ist die Finanzierung nicht gesichert. Es geht um 21 bis 42 Millionen US-Dollar. Außerdem kommen ...

... Umweltbedenken ins Spiel: 1969 vertrockneten an den Ufern viele Bäume binnen kürzester Zeit. Eine intakte Vegetation jedoch ist wichtig, um schnelle Erdrutsche zu vermeiden.

Bei der letzten Trockenlegung der American Falls fanden Arbeiter übrigens nicht nur viele Münzen (die Touristen in die Wassermassen geworfen hatten), sondern auch zwei Leichen. Mit ...

... ähnlich schockierenden Entdeckungen rechnet man auch beim nächsten Mal. (asc)

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