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"Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf

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Die Meere erscheinen uns grenzenlos, ebenso grenzenlos wie die Nahrung, die sie für die Menschen bereithalten. (Foto: REUTERS)

Die Meere erscheinen uns grenzenlos, ebenso grenzenlos wie die Nahrung, die sie für die Menschen bereithalten.

Die Meere erscheinen uns grenzenlos, ebenso grenzenlos wie die Nahrung, die sie für die Menschen bereithalten.

Dass das täuscht, wissen wir inzwischen. Nur wenige Jahrzehnte hat die Menschheit gebraucht, ...

... um die Fischbestände in den Weltmeeren und Binnengewässern durch Umweltkatastrophen, Vermüllung und ...

... gnadenlose Überfischung stark zu dezimieren.

Die Welternährungsorganisation FAO warnt schon seit Jahren vor der Überfischung der Meere.

Nach ihren Angaben sind inzwischen 90 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbestände bis an die Grenzen genutzt, überfischt oder erschöpft.

Darüber, welcher Fisch nicht mehr auf dem Teller landen sollte, gibt der neue Greenpeace-Ratgeber Auskunft. Eines lässt er schnell deutlich werden: ...

... Wer guten Gewissens Fisch essen will, muss sich gut informieren. Denn nur eine einzige Art wird von der Umweltschutzorganisation als uneingeschränkt empfehlenswert beurteilt. Viele andere Arten sollte man nur essen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Da ist bewusster Einkauf gefragt. Das zeigt sich schon ...

... beim beliebten Thunfisch. Acht befischte Thunfischarten gibt es, deren Bestände sind in unterschiedlichen Zuständen. Grundsätzlich ...

... rät Greenpeace vom Verzehr von Thunfisch ab. Doch es gibt Ausnahmen: ...

... Der Bonito, der Weiße Thunfisch und der Gelbflossenthunfisch gelten als noch empfehlenswert - vorausgesetzt, sie stammen zum Beispiel aus dem Nordwestpazifik und wurden ...

... mit Ringwaden ohne Fischsammler oder mit Ruten und Leinen gefangen. Will man Fischbestände schonen, muss man einiges wissen über das, was man zubereiten möchte. Eindeutig ist es, ...

... wenn es etwa um Aal geht. Von dem rät Greenpeace ab, ohne Wenn und Aber. Gleiches gilt für ...

... die Wildbestände von Alaska-Seelachs (er wird mit Schleppnetzen gefangen, die den Meeresboden zerstören), ...

... für den Dornhai, dessen geräucherte Bauchlappen als Schillerlocken verkauft werden, oder auch für ...

... Makrelen, ...

... Rotbarsch, ...

... Schnapper, ...

... Seeteufel, ...

... Wittling und ...

... Seezunge. Auf diese Fische sollte man verzichten.

Lachs sollte man laut Greenpeace-Ratgeber nur dann essen, wenn es sich um Pazifischen Lachs handelt, der aus dem Nordost- oder Nordwest-Pazifik kommt. Die Tiere sollten in Fallen, mit Ringwaden, Schleppangeln oder Stellnetzen gefangen worden sein.

Dorade sollte aus griechischer oder kroatischer Aquakultur kommen und Naturland-zertifiziert sein. Ansonsten gilt sie als nicht empfehlenswert.

Forelle lässt sich als Bach- oder Regenbogenforelle aus Naturland-zertifizierter Aquakultur guten Gewissens verzehren.

Naturland-zertifizierte Aquakultur sollte es auch bei Pangasius sein.

Der Verzehr von Kabeljau ist laut Greenpeace grundsätzlich nicht empfehlenswert. Ausnahmen gibt es für Fänge im Nordostatlantik und -pazifik.

Sardinen werden von Greenpeace nur dann noch empfohlen, wenn sie aus dem Nordostatlantik kommen und mit ...

... Pelagischen Schleppnetzen oder Ringwaden gefangen wurden.

Auch bei Garnelen muss differenziert werden: Grünes Licht für den Verzehr bekommen die Wildbestände von Nephrops norvegicus aus dem Nordostatlantik sowie Eismeergarnelen aus dem Nordwestatlantik und Tropische Shrimps aus Asien mit Naturland-Zertifikat.

Tilapia gilt als empfehlenswert, wenn er aus Aquakultur in Honduras oder Vietnam kommt und Naturland-zertifiziert ist.

Tintenfisch empfiehlt Greenpeace unter anderem dann, wenn es sich um Sepia officinalis handelt, die im Ärmelkanal mit Fallen oder an Haken und Leine gefangen wurde.

Zander sollte aus europäischem Binnengewässer kommen und mit Fallen oder Stellnetzen gefischt worden sein.

Fische, um die es besser steht, gibt es nur wenige. Als grundsätzlich empfehlenswert ...

... stuft Greenpeace den Hering ein - es sei denn, er kommt aus dem Nordost- oder dem Nordwestatlantik.

Auch Afrikanischer Wels aus Aquakultur steht auf der kurzen Liste der empfehlenswerten Fische. Nur sollte er nicht aus offenen Teichen in Deutschland, den Niederlanden, Ungarn, Thailand, Vietnam oder Brasilien kommen oder aus Niger. "Vielen Fischbeständen ...

... steht das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals", sagt Greenpeace-Meeresexpertin Sandra Schöttner. Und doch ...

... gibt es einen Fisch, den Greenpeace - sofern er aus Aquakultur kommt - uneingeschränkt empfehlen kann: den Karpfen.

1,2 Millionen Tonnen Fisch wurden 2014 hierzulande konsumiert; gut 14 Kilo pro Kopf. In der EU sind es 23 Kilo, weltweit 19 Kilo. Die Umweltschutzorganisation rät, ...

... den Verbrauch zu senken - damit wir auch in 30 Jahren noch Fisch auf den Teller bekommen. Den Einkaufsratgeber gibt es bei Greenpeace auf Bestellung oder auch als App. (asc)

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