Bilderserie

Schmunzeln, lächeln, grinsen: Wenn wir lachen ...

Bild 1 von 48
An jedem ersten Sonntag im Mai ist Weltlachtag.

An jedem ersten Sonntag im Mai ist Weltlachtag.

An jedem ersten Sonntag im Mai ist Weltlachtag.

Der indische Arzt Dr. Madan Kataria (Mitte) rief ihn 1998 ins Leben, denn er wusste: Lachen ist die beste Medizin!

Am ersten Weltlachtag trafen sich im indischen Mumbai rund 12.000 Mitglieder aus lokalen und internationalen Lachclubs, um gemeinsam zu lachen.

Der Weltlachtag soll den Weltfrieden verkörpern und das globale Bewusstsein für Brüderlichkeit und Freundschaft stärken.

Diese hochgesteckten Ziele mit dem Lachen zu verbinden, ist gar nicht so abwegig, denn...

... die menschliche Ausdrucksform ist älter als die Sprache selbst...

... und gilt als sozialer Klebstoff.

Lachen soll auf zwischenmenschlicher Ebene vor allem Sympathie und Entspannung zum Ausdruck bringen.

Es kann aber auch Häme und Spott bedeuten,...

... denn Menschen lachen am liebsten über Mängel, Schwächen und eigenwillige Gewohnheiten anderer. Diese Tatsache machen sich vor allem Komiker zu Nutze.

Außerdem können Menschen durch physiologische Reize wie Kitzeln zum Lachen gebracht werden.

Kitzeln an den Füßen wurde bereits von der Antike bis ins Mittelalter als Foltermethode angewendet,...

... denn langanhaltendes Lachen kann für den Menschen überaus anstrengend sein. Beim Lachen werden im Körper bis zu 80 Muskeln gleichzeitig benutzt.

Allein im Gesicht arbeiten dann 17 Muskeln.

Beim herzhaften Lachen werden verschiedene Hormone ausgeschüttet, die den Körper in Schwung bringen und in einen Glückszustand versetzen.

Zudem werden Stresshormone und so genannte freie Radikale abgebaut.

Lachen ist und macht gesund. Das ist wissenschaftlich längst bewiesen. Aus diesem Grund kommen vor allem in Kinderkliniken Clowns zum Einsatz.

Jeder Mensch, der lacht, aktiviert eine Vielzahl von körperlichen Reaktionen, die auch auf die Psyche wirken.

Schon 10 Minuten Lachen wirken sich auf den Körper wie 30 Minuten Joggen aus.

Um diesen Effekt zu erzielen, muss man so lachen, dass der gesamte Körper mitlacht. Manche Menschen müssen in solchen Situationen sogar "Tränen lachen".

Beim herzhaften Lachen wird der Atem tiefer und der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt. Das Ausatmen erfolgt stoßartig und die Stimmbänder vibrieren.

Jeder Mensch lacht anders. Sowohl die Art als auch die Lautstärke und die Tonhöhe unterscheiden sich individuell.

Ob man sich schief oder krumm lacht oder umfällt vor Lachen: Es gibt dafür eine wissenschaftliche Begründung: ...

Lachen ist ein Ausnahmezustand, bei dem bestimmt Muskelgruppen sehr beansprucht werden und andere entspannen. Die Muskulatur der Beine beispielsweise entspannt sich.

Die Auslöser des Lachens sind höchst verschieden. Männer und Frauen,...

... Alte und Junge lachen über unterschiedliche Dinge.

Lachen ist eine angeborene Fähigkeit.

Babys lachen, um Kontakt zu ihrer Außenwelt aufzunehmen.

Erst im Schulalter beginnen Kinder, andere bewusst anzulächeln.

Vom zehnten Lebensjahr bis zur Pubertät wird das Lachen als Bindungsfunktion in der Gruppe eingesetzt.

Durch das Lachen entscheidet sich, wer dazugehört und wer nicht.

Kinder lachen übrigens bis zu 300 Mal am Tag, Erwachsene dagegen rund 20 Mal.

Lachen kann in verschiedenen Formen auftreten. Menschen können schmunzeln, lächeln...

... oder grinsen.

Ein echter Lacher entsteht meist spontan und entlädt sich explosiv. Daraus kann ein Lachanfall werden, der - hält er lange genug an - mitunter zu Muskelkater im Bauchbereich führt.

Kontrollierte oder höfliche Lacher werden dagegen im Gehirn gemacht und meist systematisch eingesetzt.

Sie brauchen viel länger, um im Gesicht Ausdruck zu finden.

Lachen gehört prinzipiell zu dem Gefühl des Glücks und der Entspannung.

Die Mimik macht es jedem Menschen möglich, Glück von....

... Trauer,...

... Wut,...

... oder Rührung zu unterscheiden.

Denn egal ob echter oder falscher Lacher, die Grundzüge des Gesichts verändern sich.

So gehen beim Lachen die Mundwinkel nach oben, die Zähne werden sichtbar und die Augen verkleinern sich.

Menschen in so genannten Lachclubs wollen sich gezielt alle positiven Eigenschaften des Lachens zu Nutze machen.

Sie treffen sich einmal in der Woche für 20 bis 30 Minuten, um ohne Grund gemeinsam zu lachen,...

... so ihr Wohlbefinden zu steigern...

... und den Weltfrieden zu stärken. (Text: J. Zeh, Bilder: AP, dpa, pixelio)

weitere Bilderserien