Panorama
Freitag, 03. Februar 2017

Vergrabener Goldschatz im Wald: 250.000-Euro-Besitzer hat sich gemeldet

Spielende Kinder buddeln im Wald Goldbarren und Münzen aus. Den Schatz im Wert von einer Viertelmillion Euro geben sie brav bei der Polizei ab. Erst nach Monaten wird der Besitzer ermittelt - doch der ist darüber nicht sonderlich erfreut.

Was glitzert und funkelt so schön? Kinder buddeln einen riesigen Goldschatz aus.
Was glitzert und funkelt so schön? Kinder buddeln einen riesigen Goldschatz aus.(Foto: dpa)

Welches Kind träumt nicht von einem vergrabenen Schatz aus tausendundeinem Enid-Blyton-Buch? Für einige Kinder in Niederbayern wurde der Traum im vergangenen Sommer wahr. Die Gruppe spielte im Wald und stieß unverhofft auf einen echten Schatz aus Goldbarren und Münzen. Die Freude war riesig, doch den Goldschatz im Wert von rund 250.000 Euro mussten sie schließlich wieder hergeben. Sie brachten ihn brav zur Polizei.

Ein halbes Jahr später hat sich nun der Besitzer gemeldet. "Er konnte sein Eigentum klar belegen, weil er genaue Kenntnisse über das Versteck, das Gewicht der Goldbarren und die Prägung der Münzen hatte", sagte Christian Hanusch, Geschäftsleitender Beamter der Stadt Pocking (Landkreis Passau).

Der Eigentümer, der anonym bleiben wollte, hatte angegeben, dass er den Schatz aus Angst vor einem Wohnungseinbruch und aus Misstrauen gegenüber Banken versteckt hatte. "Er war erst enttäuscht, weil sich sein Versteck als so schlecht erwiesen hat", erläuterte Hanusch. Dann sei er aber begeistert, dass die Kinder das Gold abgegeben und "sich nicht unter den Nagel gerissen" hätten. Erst aus den Medien hatte er von dem Fund des Goldschatzes erfahren und sich bei der Stadt gemeldet.

Gesetzlich steht den Kindern nach Angaben Hanuschs kein Finderlohn zu. "Das Gold wurde versteckt und nicht verloren. Daher handelt es sich nicht um eine Fundsache." Der Eigentümer zeigte sich aber dankbar und ließ den Kindern eine Belohnung zukommen. Für sein Gold wolle er nun ein Schließfach anmieten, habe er bei der Ausgabe des Schatzes angegeben.

Quelle: n-tv.de

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