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Panorama

Samstag, 10. Dezember 2005

Zu DDR-Zeiten gings ihr noch gut

Arme kleine Sattelsau

Das Deutsche Sattelschwein ist die gefährdete Nutztierrasse 2006. Die nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in der sowjetischen Besatzungszone verbreiteten Tiere seien vom Aussterben bedroht, teilte die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) im nordhessischen Witzenhausen mit. Heute gebe es für die Züchtung nur noch 24 Eber und 103 Säue.

Das Deutsche Sattelschwein hat eine sehr hohe Fruchtbarkeit von mehr als 22 Ferkeln pro Sau und Jahr, ist robust und hält Stress gut aus, wie die Gesellschaft erläuterte. Auch sei die Fleischqualität vorzüglich - wenngleich die Tiere nicht ganz so mageres Fleisch wie andere Rassen hätten und deshalb dem heutigen Verbraucherwunsch nach höchsten Magerfleisch-Anteilen nicht entsprechen könnten.

Der Name Sattelschwein stammt der Gesellschaft zufolge von der auffallend schwarz pigmentierten Haut mit weißer Zeichnung in der Brustlage, die einem Sattel ähnle.

Die Gesellschaft will mit der Ernennung der Tiere als gefährdete Nutztierrasse Landwirte ermuntern, die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. Eine offizielle Ehrung der Rasse ist auf der Grünen Woche im Januar in Berlin geplant. Weltweit stirbt nach Angaben der Gesellschaft, die die Auszeichnung seit 1984 vergibt, alle zwei Wochen eine Nutztierrasse aus. Im vergangenen Jahr war das Bentheimer Landschaf die gefährdete Nutztierrasse 2005.

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