Mittwoch, 20. Januar 2010
Seltsame Methoden: Aus für Inkasso Moskau
Die Firma ließ gerne mal die Muskeln spielen.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Dem Chef des Inkasso-Teams Moskau, das als rabiater Geldeintreiber für sich geworben hatte, ist zu Recht das Gewerbe untersagt worden. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg entschieden. Nach einer Verurteilung wegen Nötigung und Falschaussage fehle dem Geschäftsführer die nötige Zuverlässigkeit, urteilte das Gericht. Außerdem werde gegen ihn wegen gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt. Seit Jahren steht das Unternehmen im Visier der Öffentlichkeit, weil es Schuldnern mit unterschwelligen Drohungen und einschüchternden Briefen Angst gemacht haben soll. Im Herbst 2008 wurde dem Inkasso-Team von der Behörde das Gewerbe untersagt.
"Ihr Schuldner muss kein Russisch sprechen, er wird uns auch so verstehen": Mit unmissverständlichen Worten hatte das Inkasso-Team (ITM) für sich geworben und mit ebensolchen Methoden säumige Schuldner zum Zahlen gedrängt. Mit falschen Versprechungen wurde zudem von den eigenen Auftraggebern Geld eingestrichen - ohne Gegenleistung. Es geht um eine Schadenshöhe von mindestens 1,2 Millionen Euro.
dpa
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