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Besonders am 2600 Kilometer langen Great Barrier Reef vor der Ostküste wird das Schutzgebiet massiv ausgeweitet.
Besonders am 2600 Kilometer langen Great Barrier Reef vor der Ostküste wird das Schutzgebiet massiv ausgeweitet.(Foto: dpa)

Größtes Meeresschutzgebiet der Welt: Aussies schränken Fischfang ein

Mehr als sechsmal so groß wie Deutschland: Australien weitet seine Meeresschutzgebiete massiv aus und stellt zusätzlich 2,3 Millionen Quadratkilometer Meer unter Schutz. Damit ist der kommerzielle Fischfang auf 3,1 Quadratkilometern deutlich eingeschränkt. In manchen Gebieten darf auch nicht nach Öl oder Gas gebohrt werden.

Australien hat das weltweit größte Netz von Meeresschutzgebieten geschaffen. Die Ozeane seien ernsthaft in Gefahr und es seien eine Reihe von Maßnahmen für ihre Gesundheit notwendig, sagte der australische Umweltminister Tony Burke. Mit den Reservaten sollen Arten wie der Blauwal und die grüne Schildkröte sowie gefährdete Spezies wie der Sandtigerhai und die Seekuh-Art Dugong geschützt werden. Die sechs Schutzgebiete sind mit einer Fläche von über 2,3 Millionen Quadratkilometern insgesamt mehr als sechsmal so groß wie Deutschland.

Der Fischereiverband Australische Meeres-Allianz kritisierte, dass mit der Einrichtung der Meeresreservate rund 36.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Einer Kostenanalyse zufolge seien 60 Küstengemeinden davon betroffen. Als Folge werde der Import von Fisch und Meeresfrüchten steigen.

Burke verteidigte die Maßnahme und sagte, sie betreffe lediglich ein Prozent der australischen Fischerei-Industrie. Betroffene Unternehmen könnten mit Entschädigungen rechnen. Dafür stünden 100 Millionen Australische Dollar (gut 80 Millionen Euro) zur Verfügung. Die Schutzgebiete werden auch die Öl- und Gasförderung einschränken. An einigen Abschnitten der Westküste sollen Energiekonzerne wie Shell aber auch weiterhin Öl und Gas fördern können.

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Quelle: n-tv.de

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