Panorama
Das Great Barrier Reef aus der Luft gesehen.
Das Great Barrier Reef aus der Luft gesehen.(Foto: Reuters)
Donnerstag, 14. Juni 2012

Hilfe für Riffe und Fische: Australien schützt das Meer

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Australiens Küste ist berühmt für seine einzigartige Unterwasserwelt. Doch die industrielle Entwicklung des Landes, Tourismus und Kohleabbau bedrohen das fragile Ökosystem. Nun sollen die Schutzgebiete bis weit aufs offene Meer ausgedehnt werden.

Die australische Regierung hat die Schaffung des weltweit größten Netzwerkes von Meeresschutzgebieten angekündigt. Es soll 44 Meeresparks umfassen und sich über ein Drittel der australischen Küste auf insgesamt 3,1 Millionen Quadratkilometer erstrecken. In dem Gebiet soll der Fischfang eingeschränkt werden. Außerdem gibt es zum Schutz von Riffen und Fischbeständen schärfere Bestimmungen für die Erkundung von Gas- und Ölvorkommen.

"Tatsächlich haben wir ein Nationalparksystem für den Ozean geschaffen", sagte Umweltminister Tony Burke bei der Vorstellung des Projekts. "Wir haben beschlossen, beim Schutz der Meere die Führungsrolle in der Welt zu übernehmen." Burke will die Pläne auch beim Rio+20-Umweltgipfel in der kommenden Woche in Brasilien als Modell für andere Küstenanrainer vorstellen.

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Die Planungen sehen eine Ausweitung des Schutzes auf die  bis weit hinaus in den Ozean vor. Außerdem drohen der Fischereiindustrie Kompensationszahlungen in Millionenhöhe, sollten die Pläne wie vorgesehen bis Ende 2012 umgesetzt werden.

Die Australian Marine Alliance, die australische Fischereiindustrie repräsentiert, warnte, dass die Pläne der Regierung zu schweren Einbußen führen könnten. Rund 70 Fischtrawlern drohe das Aus. "Das ist verheerend, und die, die am meisten darunter leiden werden, sind die Gemeinden an der Küste", sagte der Chef des Fischerei-Verbandes, Dean Logan, dem australischen Rundfunk.

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Quelle: n-tv.de

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