Panorama

"Da ist noch eine Menge Gas und Öl"BP bleibt wohl im Golf

06.08.2010, 21:22 Uhr

Kaum ist die lecke Ölquelle abgedichtet, macht sich der Energiekonzern Gedanken um das weitere Vorgehen im Golf von Mexiko. Manager Doug Settles will zwar noch keine konkreten Aussagen treffen, hebt allerdings die verbleibenden Öl- und Gasvorkommen im Katastrophengebiet hervor.

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Die Aufräumarbeiten und Entschädigungen dürften BP weit mehr als zehn Milliarden Euro kosten. (Foto: dpa)

Ungeachtet der größten Ölkatastrophe aller Zeiten schließt der britische Energiekonzern BP eine neue Bohrung in dem Ölfeld unter dem Golf von Mexiko nicht aus. "Da ist noch eine Menge Gas und Öl, und wir werden irgendwann darüber nachdenken müssen, was wir damit machen", deutete BP-Manager Doug Suttles vielsagend an. Das lecke Bohrloch und die Entlastungsbohrungen zum Verschließen der Ölquelle würden jedoch nicht für die Förderung von Öl oder Gas genutzt.

Konkrete Pläne für den weiteren Umgang mit dem Ölfeld nannte Suttles nicht. Das Unternehmen habe sich seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" Ende April auf den Kampf gegen die Ölpest konzentriert, erklärte er. "Wir haben nicht einmal darüber nachgedacht, was wir mit diesem Reservoir und dem Feld eines Tages machen werden."

BP war es gelungen, mehr als 15 Wochen nach der Explosion der "Deepwater Horizon" das Bohrloch von oben mit Zement zu verschließen. In einem nächsten Schritt will BP das Bohrloch nun endgültig versiegeln: Dabei werden durch Entlastungbohrungen auch am unteren Ende der Ölquelle Schlamm und Zement eingefüllt. Laut BP könnte bei guten Wetterverhältnissen die erste dieser Bohrungen Mitte August abgeschlossen sein. Insgesamt waren rund 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko ausgelaufen.

Quelle: AFP