In Passauer KinderklinikBabys mit Darmkeim infiziert

Vier Babys sind in einer Passauer Klinik nach der Infektion mit einem Darmkeim erkrankt, drei von ihnen schwer. Es handele sich um einen in Krankenhäusern häufig vorkommenden Kein, heißt es. Woher er stamme, werde nun untersucht.
Mehrere Babys haben sich in einer Passauer Kinderklinik mit einem Keim infiziert. Vier Säuglinge seien erkrankt, acht weitere trügen den Keim auf der Haut, sagte der Leitende Oberarzt im Krankenhaus "Dritter Orden", Christian Schropp. "Ein Frühgeborenes ist kritisch krank, da machen wir uns große Sorgen." Es handele sich um einen Feuchtkeim, der auch im Darm vorkommen könne.
Zwei weitere Babys seien beatmet worden. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr. Der Zustand des vierten kranken Kindes sei unkritisch. Wie der sogenannte ESBL-Keim ins Krankenhaus gelangen konnte, sei noch unklar. "Möglicherweise wird man es nicht aufklären können", sagte Schropp. Viele Menschen trügen den Keim auf der Haut.
Der Keim komme in Krankenhäusern häufig vor, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Passau, Walter Wifling. Mehrere Antibiotika wirkten nicht mehr gegen ihn, der Keim sei aber dennoch behandelbar. "Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass er sich auf andere Stationen ausbreitet", sagte Wifling.