Panorama

Hakenkreuz in Gehweg gepflastert: Bauarbeiter stehen vor Gericht

Ein Hakenkreuz im neu verlegten Pflaster der Goslarer Fußgängerzone sorgt im September 2014 für Aufregung. Zwei Bauarbeiter verlegen das Symbol und brüsten sich damit. Jetzt stehen sie vor Gericht, doch nur einer zeigt Reue.

(Foto: Facebook/Goslarsche Zeitung)

Weil sie im neuen Pflaster der Goslarer Fußgängerzone Hakenkreuze verlegt haben sollen, haben zwei Mitarbeiter einer Baufirma Strafbefehle bekommen. Ein 49-Jähriger habe die Zahlung von 1000 Euro akzeptiert, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Ein 23-Jähriger habe Einspruch gegen seinen Strafbefehl in Höhe von 1650 Euro eingelegt. Deswegen werde es gegen diesen Mann zu einer Gerichtsverhandlung kommen.

Beide Männer sollen zusammen am 17. September 2014 ein Hakenkreuz verlegt, dieses fotografiert und anschließend entfernt haben. In der Nacht zum 20. September habe der 23-Jährige dann allein ein weiteres Hakenkreuz verlegt und im Straßenpflaster belassen, sagte die Sprecherin.

Zunächst hatte die Firma behauptet, die Anordnung der Steine sei ein Zufall gewesen. Daraufhin hatte die Polizei Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls ließ die Stadt Goslar das Symbol umgehend entfernen - noch bevor die Baufirma zu erreichen war. Passanten hatten das mit roten Pflastersteinen deutlich sichtbar verlegte Hakenkreuz entdeckt. Die Nachricht samt Bild verbreitete sich schnell über soziale Netzwerke wie Facebook.

Quelle: n-tv.de

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