Im ganzen Land spürbarBeben erschüttert Neuseeland
Die Serie von Erdbeben in Neuseeland reißt nicht ab. Die ganze Insel wird nun von einem Beben erschüttert, dessen Stärke verschiedenen Quellen zufolge zwischen 6,2 und 7,0 liegt. Berichte über Opfer und Zerstörungen liegen zunächst nicht vor.
Ein starkes Erdbeben hat weite Teile Neuseelands erschüttert. Sowohl an der Bucht "Bay of Plenty" im Norden, als auch in Christchurch fast 1000 Kilometer weiter südlich habe die Erde gebebt, berichteten neuseeländische Medien. Über Schäden gab es zunächst keine Angaben. Die neuseeländische Erdbebenwarte GeoNet schätzte die Stärke auf 7,0. Die US-Geologiebehörde USGS berichtete von der Stärke 6,2.
Aus Wanganui an der Südküste der Nordinsel erreichte die Erdbebenwarte ein alarmierender Bericht. Ein Einwohner bewertete das Beben auf einer zwölfstufigen Skala mit acht. Stufe acht definiert GeoNet so: "Alarm im Panikbereich. Einige Häuser beschädigt, und einige schwächere Gebäude zerstört."
Die Feuerwehr in Waverly bei Whanganui berichtete von Rissen in den Straßen, meldete das Nachrichtenportal stuff.co.nz. "Es bebte und bebte", berichtete Marea Faigan aus der Nähe von Inglewood den Reportern. "Die Schränke haben gewackelt und ich musste mich am Türrahmen festhalten." Schäden wurden zunächst aber nicht gemeldet.
Epizentrum 100 Kilometer vor der Küste
Das Beben ereignete sich nach Angaben von GeoNet um 22.36 Uhr Ortszeit (12.36 Uhr MESZ). Das Epizentrum lag nach ersten Schätzungen gut hundert Kilometer vor der Nordinsel des Landes, 230 Kilometer unter dem Meeresboden. Die Behörden rechneten wegen der erheblichen Tiefe nicht mit spürbar höherem Wellengang.
Christchurch auf der Südinsel wird seit eineinhalb Jahren von immer wieder neuen teils schweren Beben erschüttert. Im Februar vergangenen Jahres kamen bei einem Beben der Stärke 6,3 mehr als 180 Menschen ums Leben. Die Stadt wurde erheblich beschädigt.
Neuseeland liegt auf dem pazifischen Feuerring, auf dem mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße.