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Zwei Tote bei Unglück in San Francisco, Sandberg buchte zufällig um: Boeing 777 kommt ins Schleudern und brennt aus

In San Francisco verunglückt ein Flugzeug mit 307 Menschen an Bord. Die Maschine der südkoreanischen Asiana Airlines vom Typ Boeing 777 setzt offenbar mit dem Heck statt mit dem Fahrwerk auf. Zwei Menschen sterben. Auch Facebook-Managerin Sandberg hatte den verunglückten Flug gebucht.

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Auf dem Flughafen San Francisco ist eine Boeing 777 verunglückt. Der Pilot versuchte eine Notlandung, die aber missglückte. Eine Augenzeugin sagte auf CNN, es habe einen Feuerball unter dem Flugzeug gegeben und danach habe die Boeing auf der Landebahn begonnen, "ein Rad zu schlagen". Gemeint ist wohl, dass sich die Maschine am Boden um sich selbst gedreht hat.

Die Feuerwehr von San Francisco meldet zwei Tote und 61 Verletzte. Eine Klinik behandelt zehn Schwerverletzte. An Bord waren 291 Passagiere und 16 Crew-Mitglieder.

Maschine setzte zu früh auf

Dieses Bild zeigt die missglückte Notlandung.
Dieses Bild zeigt die missglückte Notlandung.(Foto: dpa)

Auf Fernsehbildern sind ein von Rauch umgebenes Flugzeug und Rettungsteams zu sehen. Auf der Landebahn liegen viele Trümmer, große Teile des Dachs der Maschine fehlen. Die US-Flugaufsicht FAA erklärte, es handele es sich um eine Boeing 777 der Asiana Airlines, die auf dem Weg von Seoul in Südkorea nach San Francisco war. Alle Flüge von und nach San Francisco wurden zunächst gestrichen. Mittlerweile haben zwei Landebahnen wieder geöffnet.

Die TV-Bilder lassen erste, noch unsichere Schlüsse auf die Ursache des Unglücks zu: So ist eine Spur der Maschine auf der Landebahn zu sehen. Diese lässt vermuten, dass die Maschine mit dem Heck statt mit dem Fahrwerk aufsetzte. Der Anflug auf die Landebahn erfolgt über das Meer. Die Spur beginnt direkt am Ufer und zieht sich bis zu der Stelle, an der das Flugzeug nun liegt. Ein Augenzeuge berichtet, die Maschine sei beim Landeanflug zu niedrig gewesen. Eine Sprecherin der Transportsicherheitsbehörde NTSB wollte sich noch nicht dazu äußern, wer die Schuld an dem Unfall trägt.

Facebooks Vizechefin Sheryl Sandberg und ihre Familie wären um ein Haar an Bord des Unglücks-Flugzeugs gewesen. Wie Sandberg via Facebook mitteilt, buchte sie auf einen Flug von United Airlines um, damit ihre Familienmitglieder Meilen sammeln konnten. Auch Kollegen seien mitgereist. Ihre Maschine habe zeitgleich ankommen sollen. Sie sei 20 Minuten vor dem Unglücksflieger sicher gelandet. "Es ist ein Moment, um dankbar zu sein."

Erst dritter Verlust einer 777

Über den Kurznachrichtendienst Twitter meldeten sich erste Passagiere. Einer schrieb, es gehe ihm gut. Er habe gerade eine Bruchlandung erlebt. Die meisten Menschen an Bord seien unverletzt. Er postete ein Foto, das Passagiere beim Verlassen der brennenden Maschine zeigt. Später schrieb er: "Der Mehrheit der Passagiere scheint es gut zu gehen."

(Foto: REUTERS)

Asiana ist nach Korean Air die zweitgrößte Fluggesellschaft Südkoreas. Sie fliegt besonders an der Westküste der USA viele Ziele an. Sie operiert mit zwölf 777-200, die jeweils ungefähr 300 Passagiere aufnehmen können.

Einen solchen Absturz einer 777 gab es noch nie. Es ist erst der dritte Verlust eines solchen Flugzeugs überhaupt.

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Quelle: n-tv.de

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