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Auf Usedom ist ein Stand mit sogenannten Polen-Böllern explodiert. Es folgten mehrere Detonationen.
Auf Usedom ist ein Stand mit sogenannten Polen-Böllern explodiert. Es folgten mehrere Detonationen.(Foto: YouTube)

Unglück auf Usedom: Böller-Stand fliegt in die Luft

Immer wieder warnt die Polizei vor gefährlichen "Polen-Böllern". In Swinemünde auf Usedom ist jetzt ein Verkaufstand für Feuerwerk explodiert. Die Detonation löst eine Kettenreaktion aus, bei der mehrere Menschen verletzt werden.

Auf der Ostseeinsel Usedom ist auf einem sogenannten Polenmarkt ein Verkaufsstand für Feuerwerkskörper explodiert. Das Unglück ereignete sich in der polnischen Stadt Swinemünde (polnisch: Swinoujscie), am Grenzübergang Ahlbeck. Die Detonation war auch im deutschen Teil der Insel deutlich zu hören.

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Zeugen berichteten gegenüber dem NDR von mehreren Detonationen und einem lauten Knall. Offenbar hatten sich an dem Stand Feuerwerkskörper entzündet. Der Brand hatte dann eine Kettenreaktion ausgelöst. Laut der "Ostsee-Zeitung" soll die Explosion so stark gewesen sein, dass Metallteile bis zu 30 Meter weit durch die Luft flogen. Der Verkaufsstand wurde komplett zerstört, umstehende Autos stark beschädigt.

Feuerwehr kann nur im Liegen löschen

Wie das Nachrichtenportal TVN24 in Videos dokumentiert, konnten die Feuerwehrleute nur im Liegen gegen den Brand ankämpfen. Durch die weiteren Explosionen hatten die Rettungskräfte Schwierigkeiten, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Nach einer ersten Bilanz am Sonntagabend brannten insgesamt sieben Verkaufsstände nieder. Die Polizei ermittelte am Sonntagabend nicht nur die Explosionsursache, sondern auch, woher die im Stand angebotenen Feuerwerksartikel stammten.

Augenzeugen zufolge sollen ein Mann und ein Kind bei den Explosionen verletzt worden sein, wie der NDR berichtete. Laut polnischen Medien erlitten weitere Personen leichte Blessuren. Das Feuer griff so rasch auf benachbarte Verkaufsstände über, dass die darin tätigen Menschen in Panik die Flucht ergriffen. Ein Verkäufer sagte: "Wir konnten nichts von unserem Stand retten, sondern mussten einfach weglaufen, weil lauter Verkaufsgegenstände, darunter auch verzierte Messer, durch die Luft flogen." Ein anderer Zeuge berichtete: "Wir dachten zuerst, eine Bombe sei explodiert."

Am 29. Dezember beginnt in Deutschland offiziell der Verkauf von Silvesterfeuerwerk. Die Polizei warnt davor, sogenannte Polen-Böller zu kaufen. Diese sind oft qualitativ minderwertig, besitzen eine besonders große Explosionskraft und haben ein hohes Verletzungsrisiko. Die Bundesanstalt für Materialprüfung empfiehlt, nur deutsches Feuerwerk mit TÜV-Zertifikat zu verwenden.

Quelle: n-tv.de

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