Panorama

Ermittler drehen Spieß um: Bürgermeister fingierte Anschlag

Der Bericht des Bürgermeisters klingt gefährlich, Unbekannte hätten ihn eingesperrt und eine Brandflasche in sein Zimmer geworfen. Doch die Ermittlungen führen zum Ankläger zurück, der sich die Tat wohl nur ausgedacht hatte.

Nach einem angeblichen Angriff auf ihn mit einer Brandbomben-Attrappe ist der Bürgermeister einer Gemeinde in Baden-Württemberg selbst ins Visier der Polizei geraten. Die Staatsanwaltschaft leitete gegen Norbert Moosmann ein Ermittlungsverfahren ein. Es bestehe der dringende Verdacht, dass der Rathauschef von Rickenbach den Anschlag vorgetäuscht habe, teilte die Behörde mit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die am Tatort gefundenen Spuren und die Auswertung einer Überwachungskamera vor dem Rathaus deuteten darauf hin. Hinweise auf einen anderen Täter gebe es nicht. Es sei unwahrscheinlich, dass Moosmanns Darstellung stimme, hieß es.

Moosmann hatte am vergangenen Sonntag die Polizei alarmiert und angegeben, Unbekannte hätten ihn in seinem Amtszimmer eingesperrt und durch das geöffnete Fenster die Attrappe einer Brandflasche in das Zimmer geworfen.

Der Rathauschef ist umstritten, er ist nach eigenen Angaben in der Vergangenheit immer wieder bedroht worden. Seit September vergangenen Jahres war Moosmann krankgeschrieben, zwei Tage vor dem angeblichen Anschlag hatte er seine Arbeit wieder aufgenommen. Inzwischen ist er erneut in ärztlicher Behandlung.

Quelle: n-tv.de

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