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Samstag, 29. Mai 2010

Sohn als Köder: Camorra-Boss gefasst

Pasquale Claudio Locatelli flüchtete 1989 aus einem französischen Gefängnis. Nun muss er zurück.
Locatelli war vor allem im Kokain-Handel aktiv.

Locatelli war vor allem im Kokain-Handel aktiv.
(Foto: AP)

Ein seit mehr als 20 Jahren flüchtiger Drogenboss der italienischen Mafia ist in Spanien gefasst worden. Pasquale Claudio Locatelli wurde am Madrider Flughafen festgenommen, teilten die Behörden mit.

Der 58-Jährige habe dort seinen aus Italien kommenden Sohn empfangen wollen. Italienische Fahnder waren diesem bis ins Flugzeug gefolgt.

Locatelli war seit 1989 auf der Flucht. Er war damals aus einem französischen Gefängnis ausgebrochen. Er sei lange Zeit der wichtigste Drogenhändler der neapolitanischen Camorra gewesen, hieß es. Locatelli war demnach für die Kokain-Lieferungen aus Kolumbien und den Vertrieb in Europa zuständig. Bei seiner Festnahme hatte er einen gefälschten slowenischen Pass und fünf Handys bei sich.

dpa

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