Nach 388 Tagen GeiselhaftChandlers wollen wieder segeln

Rachel und Paul Chandler waren Ende Oktober 2009 in der Nähe der Seychellen auf ihrer Segelyacht von Piraten überfallen und entführt worden. Nach 388 Tagen in Gefangenschaft und der Zahlung von über 700.000 Euro Lösegeld kamen sie auf freien Fuß. Jetzt kündigen die beiden Abenteurer an, wieder in See stechen zu wollen.
Fast ein Jahr nach ihrer Freilassung aus der Gewalt somalischer Piraten haben die britischen Ex-Geiseln Rachel und Paul Chandler wieder Lust aufs Segeln. In gut einem Jahr wollten sie mit ihrer damals überfallenden Segelyacht "Lynn Rival" durch die Karibik fahren, sagte das Rentnerehepaar der BBC. Schließlich sei das Boot ihr Zuhause, solange sie noch fit genug sind für diesen Lebensstil, sagte der 60-jährige Paul Chandler.
Das Ehepaar aus der südenglischen Grafschaft Kent war Ende Oktober 2009 in der Nähe der Seychellen im Indischen Ozean auf seiner Segelyacht von Piraten überfallen und nach 388 Tagen in Gefangenschaft im November 2010 zwar abgemagert, aber ansonsten gesund wieder freigelassen worden. Das Lösegeld, das damals auf fast 620.000 Pfund (705.000 Euro) geschätzt wurde, wurde von der Familie des Paares und von im Ausland lebenden Somaliern aufgebracht.
Auf die Frage, ob sie sich vor einer erneuten Geiselnahme fürchteten, sagte Rachel Chandler: "Individualreisende gehen immer Risiken ein." Die 56-Jährige, die mit ihrem Mann ein Buch über die Geiselnahme geschrieben hat, fügte hinzu: "Wir reisen gern, wir segeln gern, wie fahren gern an andere Orte und treffen andere Menschen." Sie und ihr Mann seien "entschlossen weiter zu machen".