Panorama
Auch in Peking wird groß gefeiert.
Auch in Peking wird groß gefeiert.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 22. Januar 2012

Jahr des Drachen soll Kinder bringen: Chinesen feiern ins neue Jahr

Mit feuerspeienden Reptilien hat der Drachen des chinesischen Mondkalenders wenig zu tun. Hier und in anderen asiatischen Kulturen gilt er als Glücksbringer, perfekt für Hochzeiten und Familienplanung. Kein Wunder, dass das nun beginnende Jahr des Drachen besonders freudig begrüßt wird.

Mit viel Feuerwerk, ohrenbetäubendem Krach und Festgelagen haben die 1,3 Milliarden Chinesen das Jahr des Drachen begrüßt. Nach dem traditionellen Mondkalender beginnt am Montag ein neues Jahr. Der auch "Frühlingsfest" genannte Jahreswechsel ist in China und vielen anderen asiatischen Kulturen das wichtigste Familienfest des Jahres, vergleichbar dem Weihnachtsfest in christlichen Ländern.

Auch auf Bali wird das Jahr des Drachen begrüßt.
Auch auf Bali wird das Jahr des Drachen begrüßt.(Foto: dpa)

Im Zentrum Pekings verstärkten die Hochhäuser das Echo gewaltiger Chinakracher, die ausgelassene Männer und Frauen auf der Straße entzündeten. Besonders der Lärm soll Glück bringen und einem alten Aberglauben böse Geister vertreiben, die besonders zum Jahreswechsel ihr Unwesen treiben. Viele Chirurgen in den Krankenhäusern der Stadt mussten Notdienst leisten, weil Patienten mit Hand- oder Gesichtsverletzungen eingeliefert wurden.

Millionen von Chinesen feierten den Jahreswechsel dagegen lieber in ihren Heimatdörfern in der Provinz. Sie hatten sich weder von überfüllten Bahnhöfen und Flughäfen, noch von vielerorts verschneiten und eisglatten Straßen davon abhalten lassen, das traditionelle Familienbankett im Kreise ihrer Familie zu feiern.

Auch Obama freut sich

Die Ankunft des neuen Mondjahres wird nicht nur in der Volksrepublik China und in Taiwan, sondern auch in den "Chinatowns" in vielen Städten der Erde und in mehreren anderen asiatischen Kulturen gefeiert, etwa in Vietnam und Thailand.

Man muss nicht Chinese sein, um sich am Frühlingsfest zu erfreuen. So erzählte US-Präsident Barack Obama in seiner Neujahrsansprache zum Drachenjahr von schönen Stunden, die ihm das Fest beschert hat. "Da ich in Hawaii aufgewachsen bin, erinnere ich mich an all die Aufregung rund um das Neujahrsfest nach dem Mondkalender, von den Umzügen und dem Feuerwerk bis zu den kleineren Zusammenkünften im Kreise von Familie oder Freunden. Es ist immer schon eine Zeit des Feierns und der Hoffnung gewesen."

Anders als die feuerspeienden Ungeheuer in der westlichen Mythologie gilt der Drache in China eher als Glücksbringer. Vor allem Geschäftsleuten soll er gewogen sein. Doch das nun seit zwölf Jahren zum ersten Mal wieder beginnende Drachenjahr gilt auch als besonders geeignet zum Heiraten und Kinderkriegen. Krankenhäuser und Fruchtbarkeitskliniken in der Volksrepublik und in Hongkong bereiten sich auf ein besonders geschäftiges Jahr vor. Viele Paare hatten ihren Kinderwunsch im abgelaufenen Jahr des Hasen aufgeschoben.

Quelle: n-tv.de

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