Panorama

H5N1 in BayernDas Stroh war schuld

27.08.2007, 09:05 Uhr

Auf einem Geflügelhof in der Nähe von Erlangen mussten nach dem Ausbruch der Vogelgrippe 160.000 Enten getötet werden.

Infektiöses Stroh aus der Umgebung ist vermutlich die Ursache für die Vogelgrippe in einem Entenmastbetrieb im Raum Erlangen. "Die momentanen epidemiologischen Daten sprechen dafür", sagte der Leiter des Veterinäramtes des Landkreises Erlangen-Höchstadt, Ottmar Fick. Die genaue Herkunft des hochinfektiösen H5N1-Virus sollen zwei Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts klären.

Derweil wurden auf dem Geflügelhof alle 160.000 Enten getötet. Die Kadaver wurden zu zwei Tierkörperbeseitigungsanlagen geschafft, wo sie verbrannt werden.

Die Behörden hatten die Tötung des gesamten Geflügelbestandes auf dem Hof in Wachenroth angeordnet, nachdem das Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen worden war. Zur Keulung wurden die Enten in Anlagen geschleust, in denen sie entweder mit Elektroströmen oder Gas getötet wurden.

Suche nach der Ursache

In der Nähe des betroffenen Geflügelmastbetriebs war bereits vor eineinhalb Jahren bei mehreren toten Schwänen der H5N1-Virus gefunden worden. Die daraufhin im westlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt erlassene Aufstallungspflicht hatte seither ununterbrochen bestanden.