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M13 ist nach Angaben der Schweizer Behörden immer häufiger unangenehm aufgefallen.
M13 ist nach Angaben der Schweizer Behörden immer häufiger unangenehm aufgefallen.(Foto: picture alliance / dpa)

Schweizer erlegen M13: Der "Risikobär" muss sterben

Ähnlich wie "Problembär" Bruno zieht M13 durch Europa. Von Italien aus findet er den Weg ins Puschlav-Tal in der Schweiz. Weil er sich, genau wie einst Bruno, immer häufiger aggressiv verhält, greifen die Behörden zum Äußersten.

Innerhalb von fünf Jahren haben Jäger im Schweizer Ferienkanton Graubünden zum zweiten Mal einen Braunbären abgeschossen. Das Tier mit dem Codename M13 habe sich immer mehr zu einem "Risikobär" entwickelt, erklärten die Behörden. Der Abschuss von M13 im Puschlav-Tal sei daher "unausweichlich" gewesen.

Wie mehrere seiner Artgenossen - darunter der 2006 in Bayern erschossene Braunbär JJ1 mit dem Kosenamen "Bruno" - war M13 von Italien aus gen Norden gewandert. Im vergangenen Herbst und nun auch nach dem Ende seines Winterschlafs hatte er seine Nahrung immer wieder in Siedlungen gesucht. Dabei sei das Tier mittlerweile Menschen am helllichten Tag gefolgt und habe trotz wiederholter "Vergrämungsaktionen" keinerlei Scheu mehr gezeigt.

In der Schweiz - ebenfalls in Graubünden - war 2008 zum ersten Mal seit mehr als 100 Jahren ein Bär abgeschossen worden. Dieser Artgenosse mit der Bezeichnung JJ3 war ein Bruder des 2006 in Bayern getöteten JJ1. Schweizer Experten gehen davon aus, dass beide Tiere ihr problematisches Verhalten von ihrer Mutter Jurka gelernt hatten. Jurka war der Abschuss allerdings erspart geblieben: Sie wurde seinerzeit in Italien eingefangen und in ein Gehege gebracht.

Quelle: n-tv.de

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